Tipps für Kinder-Geschenke, die keinen Lärm machen…

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was soll man bloss den Kindern schenken? Vielleicht etwas «Hippes, Lustiges, Buntes, nichts allzu Teures, etwas qualitativ und pädagogisch Wertvolles?»
Noch besser: Spielsachen, die noch nicht im Kinderzimmer herumliegen.
Am Allerbesten: ETWAS, das keinen Lärm macht…

Meistens sehen sie ja ganz harmlos aus:
Mikrofone mit Feen, Einhörnern oder Prinzessinnen. Telefone, Funkgeräte, kleine Polizeiautos, Teddybären mit Wackelaugen, Mini-Pianos mit Elefanten und süssen Äffchen, Roboter, farbige Vögel oder Früchte mit Nase und Mund.
Wer selber Kinder hat der weiss: Gerade die unscheinbaren Spielsachen, haben es meistens in sich: DAS BATTERIEFACH.
Und das heisst: Finger weg!
Ist die Batterie nämlich einmal drin, das Ding eingeschaltet, dann gibt es kein Zurück mehr.
Die Kinder sind entzückt, das Spielzeug duddelt und lärmt.
Lange und laut.
Was dann passiert, präsentiert sich in den meisten Familien immer etwa ähnlich, man:

a.) Ist einem kleinen Nervenzusammenbruch nahe.
b.) Überklebt sämtliche Lautsprecher des Spielzeugs mit Taschentüchern.
c.) Versteckt das nervige Ding irgendwo, in der Hoffnung das Kind würde es nicht mehr finden…
d.) Nimmt die Batterien heraus, und bringt die kleine Notlüge: «Ui, die Schnecke, das Telefon, der Hase, das Mikrofon ist jetzt müde, er/es muss ein bisschen schlafen…
»

Damit ihr auch ein paar gute Alternativen zu den lärmigen Spielsachen habt, gibt es hier für euch:

Geschenktipps, die keinen Lärm machen


Damit die Kinder eine Weile beschäftigt sind, braucht es Spielsachen und Spielideen, welche die Fantasie anregen, keine starre, vorgegebene Struktur haben, die Interpretationsspielraum bieten, abwechslungsreich und immer neu spielbar sind.

Die Spielküche


Menüs ausdenken, kochen, brutzeln, braten, backen, servieren, abwaschen…
Eine Spielküche bietet unzählige Möglichkeiten für spannende Rollenspiele. Ausserdem können die Kids selber eine Speisekarte gestalten, lustige Tischsets malen oder verzieren, die Kochutensilien sortieren, die „Nahrungsmittel“ nach Farben oder Grösse ordnen, die Menüs servieren.

Auch bei den Spielküchen gibt es mittlerweile ganz viele, verschiedene Varianten. Auch solche aus Holz.



Perfekt dazu passt auch ein Gemüse- und Früchtekorb, damit man auch ein leckeres Essen zubereiten kann.
Diese gibt es aus Plastik oder natürlich auch aus Holz.

Ab 10. Dezember wieder erhältlich bei BRACK.CH

Der Arztkoffer

Ebenfalls in die Rubrik „Spielsachen für Rollenspiele“ gehört der Arztkoffer. Fieber messen, einen Verband anlegen, die Herztöne überprüfen.
Spritzen geben könnte dann allerdings etwas Lärm machen…
Als Patienten eignen sich sehr gut: Die Eltern, die Grosseltern, Plüschtiere und manchmal sogar auch die Geschwister… ;-)
Auch hier gibt es Modelle mit Plastikzubehör:

Oder solche aus Holz.

Einen gekauften Koffer kann man selbstverständlich auch noch zusätzlichen Arztutensilien ergänzen. z.B Verbände, Pflaster, grosse Plastikspritzen, Wärmefolie.

Die Zaubertafel

Eigentlich schon ein Klassiker und vor allem für unterwegs sehr beliebt. Kritzeln, und mit einem Wisch, ist alles wieder weg.
Eignet sich auch gut für kleine Malspiele wie z.B „Zeichnen und erraten“.

Der Zaubersand

Wer den Kinetic Sand schon einmal in den Fingern hatte der kennt wahrscheinlich dessen «Suchtfaktor». Hat man ihn einmal ausgepackt, dann möchte man ständig an ihm herum drücken und ihn durch die Hände gleiten lassen.

Er ist unglaublich weich und er lässt sich wunderbar kneten, formen und auch prima wieder wegräumen. Liegt er auf dem Tisch, sieht er so ein bisschen aus wie ein Schwamm.

Der Kinetic Sand besteht aus 98% reinem Sand und einem speziellen Bindemittel, das dem Sand dieses «magische Fliessen» verleiht.

«Zaubersand» selber machen

Dazu braucht ihr nur gerade zwei Zutaten.
Nämlich Mehl und Sonnenblumen- oder Babyöl.

  1. Gebt das Mehl und das Öl im Verhältnis 1:8 in eine grosse Schüssel.
    (Also z.B 1 Tasse Öl, 8 Tassen Mehl)
  2. Alles gut mischen und kneten
  3. Flüssige Lebensmittelfarbe dazu geben und nochmals gut kneten.

FERTIG!

Kindergeschirr von OyOy

Manchmal darf es ruhig auch etwas ganz Praktisches sein. Vor allem wenn die Kinder noch sehr klein sind.
In der Fülle der Angebote kann man aber schon mal etwas die Übersicht verlieren und deshalb haben wir euch hier ein süsses Beispiel heraus gepickt.

Das 3-teilige Kindergeschirrset von OyOy besteht aus 5% Bambus , 30% Maispulver, 5% Holz, 30% Melamin.

Die Badebomben

Ob das Selber machen wirklich so einfach ist, wollte ich herausfinden und habe mich an die Badebomben-Herstellung gewagt…

Nein, das ist kein Drogenlabor…
Nur die Vorbereitung für die Badebomben-Herstellung.

Das Ganze ist wirklich ganz einfach. Je eine Tüte Backpulver mit einer Tüte Säure in einen Behälter geben und gut vermischen. Danach ein paar Tropfen Farbe dazu geben.

Ja, es gibt auch eine kleine Pinzette dazu.
Die Bloggerin hat das erst fast ganz am Schluss bemerkt…
Die Masse nachher in die Formen füllen.

Damit die Form nicht immer aufspringt, habe ich sie mit einem Gummiband fixiert.

Die Masse gleichmässig in beide Formen verteilen, sonst sieht es aus wie ein Muffin…

Leider ist die Beschreibung etwas dürftig. Es ist nicht ganz klar ersichtlich, ob man die Masse mit dem Plastiklöffel immer wieder etwas in die Form drücken, oder sie so lassen soll.

Nach 3-4 Stunden sollten die Badebomben eigentlich trocken sein und man sollte sie aus der Form lösen können.
Das allerdings gestaltete sich sehr schwierig und deshalb habe ich sie einfach über Nacht so stehen gelassen.

Das Resultat ist durchaus noch verbesserungswürdig. Leider sind sie etwas geschrumpft und ich hatte Mühe, sie aus der Form zu nehmen.
Zum Glück hat es nochmals 2 Tütchen in der Schachtel drin – für einen 2. Versuch. ;-)

«Badebomben» selber machen

Die Badebomben kann man auch gut mit den eigenen Zutaten selber herstellen.
Dazu braucht es

  • 250 g Natron 
  • 125 g Zitronensäure 
  • 60 g Speisestärke (Maizena)
  • 60 g Kokosöl der anderes Fett
  • Lebensmittelfarbe
  • Wer mag: Ätherisches Öl für Kosmetik
  • Evt. getrocknete Blüten, Orangenschalen, Rosenblätter usw.
  1. Natron, Zitronensäure und Speisestärke in einer Schüssel miteinander vermischen. Wer Lebensmittel in Pulverform nutzen möchte, der mischt die auch schon bereits dazu.
  2. Das Kokosöl schmelzen, falls es noch nicht flüssig ist. Das Ätherische Öl und die flüssige Lebensmittelfarbe dazu geben.
  3. Die flüssigen Zutaten mit einem Teelöffel, langsam (sonst fängt es an zu sprudeln) mit der festen Masse vermischen.
    Die Konsistenz ist recht pulverig, so ein bisschen wie nasser Sand.
    Falls es noch zu trocken ist: Etwas Öl dazu geben und dann zu Kugeln oder Pralinen formen.
    Ihr könnt auch Guetzli-Ausstecher oder spezielle Formen (gibt’s im Bastelgeschäft) verwenden.
  4. Die Badekugeln über Nacht (oder 4 Std. im Kühlschrank) trocknen lassen.

Wer die Badekugeln mit Kindern macht, der kann das Natron und die Zitronensäure weglassen.

  • 125 g Backpulver
  • 30 g Stärke (z.B. Maizena oder Reismehl)
  • 3 EL Kokosöl
  • 1 EL Honig

Die Badekugeln werden dann halt einfach etwas weniger prickelnd.

Alle vorgestellten Geschenktipps findet ihr auf BRACK.CH

Die Spielküchen

Die Arztkoffer

Die Zaubertafel

Der Zaubersand

Das Kindergeschirr von OyOy

Die Badebomben

Eine fröhliche Weihnachtszeit euch allen! Und falls trotz diesen fantastischen Tipps ein lärmendes Geschenk in eurem Wohnzimmer landen sollte:
Einfach nach einer Weile heimlich die Batterien rausnehmen, unschuldig gucken und sagen:
«Ui. Wahrscheinlich grad kaputt. Wir schauen dann morgen.» ;-)



0       Kommentare Geposted von Kathrin Buholzer

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