Unterwegs im Schlamm mit Polar A370

Wir verzichten auf herkömmliche Tests. Deswegen haben wir die neue Polar A370 unter die Lupe genommen – und zwar im Schlamm und Wasser. Ob der Aktivtätssensor hält, was er verspricht, lest Ihr hier.

Man kennt sie und braucht sie: Produkttests. Ich verlasse mich – ich geb’s offen zu – nicht immer auf die z.T. knappen Produktbeschreibungen, wenn ich online einkaufe. Damit stehe ich wohl nicht gaaaanz alleine da. Das beweisen die zahlreichen Influencer, die Produkte testen. Von Wimperntuschen über Haushaltshilfen zu Sportgadgets findet man alles.

BRACK.CH Test Force testet alles!

Seit dem Frühjahr 2017 ist BRACK.CH fleissig am Pröbeln für Euch. Um unseren Chef, Paul Inspect, formiert sich ein Team aus unseren Mitarbeitenden, die bei den Tests helfen. Diese sind nicht herkömmlicher Natur: einige Produkte gehen dabei durch Feuer und Wasser.

In dieser «Tradition» steht auch mein Bericht. Zwar geht der Aktivitätssensor A370 von nicht durchs Feuer, aber immerhin durch den Schlamm. Doch dazu weiter unten. Zunächst einmal die Details zum Produkt:

  • Herzfrequenztraining: Messung am Handgelenk, optional mit dem Polar H10 Herzfrequenz-Sensor
  • GPS via Smartphone: misst Geschwindigkeit und Distanz
  • Trainingsziele: Planung der Trainings mittels App «Polar Flow»
  • Sportprofile: aus einer Liste mit über 100 Sportarten können Lieblingsprofile ausgewählt werden
  • Smart Notifications
  • Polar Sleep Plus
  • Wasserdicht
Wozu ein weiterer Aktivitätssensor?

Ich Faulpelz: Aber was kann man im Flugzeug schon gross herumturnen?

Diese Frage stellte ich mir, bevor ich das Modell A370 testete. Hat sich denn die Technologie so rasant weiterentwickelt? Darauf kann ich nur antworten, dass es bei Polar ständig weitergeht. Zusätzlich sind Fitnessgadgets wohl endgültig in der (Büro-)Gesellschaft angekommen.

Der Polar Aktivitätssensor A370 soll als täglicher Begleiter und Fitness-Coach amten. Das wird durch die kontinuierliche Pulsmessung, das erweiterte Schlaftracking und den verschiedenen Trainingsfunktionen (Quelle: Polar.com) gewährleistet. Das Ziel ist es, dass der Träger oder die Trägerin motiviert. Nach 55 Minuten geht z.B. der Inaktivitätsalarm los. Nun möchte ich nicht länger fackeln und Euch zeigen, was der A370 alles in Bewegung kann.

Erste Schritte – physisch und elektronisch

Der Aktivitätssensor von Polar ist ziemlich einfach in Betrieb zu nehmen: aufladen, App (für iOS | für Android) installieren, Eingaben tätigen, den A370 via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln et voila. Neben diesen ersten Schritten ist die Bedienung der App, die Verwendung und das Einrichten des Sensors sehr intuitiv. Falls dennoch Hürden auftreten sollten, gibt’s immer noch das Benutzerhandbuch oder den Support von Polar. ;-) Hier ein paar Screenshots meiner ersten Schritte zusammen mit dem A370:

 

Im Härtetest aka Schlammtest

Ich könnte Euch sagen, dass ich mir für diesen Test ein spezielles Setting überlegt habe. Das wäre aber nicht korrekt. In Tat und Wahrheit hatten wir uns, meine Kollegin und ich, an einem Schlammhindernislauf angemeldet. Das matschige Vergnügen oder eher die Qual – das liegt wohl im Auge des Betrachters – stand uns schneller bevor als uns lieb war. Mit Startnummern versehen beäugte unser Team das rege Treiben auf dem Gelände und reihte sich schliesslich am Start ein. Wohlgemerkt trug ich den A370 immer gut festgezurrt an meinem linken Handgelenk im entsprechenden Sportmodus «Geländelauf».

…fertig, los! Wir kragselten über Autoreifenhaufen und Baubaracken, durchquerten trübe Schlammgewässer in Trögen, kletterten nachgiebige Netze hoch, robbten durch warmen und blubbernden Schlamm, zogen uns im Wasserbecken unter unnachgiebigen Gittern hindurch und einen seifigen Abhang hoch. Besonders stolz bin ich, dass ich eine Holzwand von etwa 1.55 Metern ohne Hilfe überwinden konnte. Ach, jaaa. Ihr wollt wahrscheinlich das alles gar nicht lesen, sondern mehr über den A370…

So funktioniert der Sensor A370

Beim Lauf selber wäre es suboptimal gewesen, ein Smartphone dabei zu haben mit all dem Dreck und Wasser. Dem Tracker hat das jedoch nichts ausgemacht und es gab keinerlei Probleme bezüglich des Sitzes am Handgelenk noch lödelte es irgendwo. Zudem zeichnete er den gesamten Hindernislauf auf und verschaffte mir einen Überblick über die Strapazen. Daraus resultierten die beiden Screenshots mit fünf Intensitätsstufen:

Während wir die 13 Hindernisse überwanden, befand ich mich für 13 Minuten im roten Bereich. Dieser entspricht der maximalen Herzfrequenz, d.h. der höchst möglichen körperlichen Belastung.

Wie aber helfen diese Zahlen und Daten das Training und den individuellen Fitnessgrad zu verbessern? Dazu müsst Ihr Euren Ruhepuls noch kennen (= Herzschlag in entspanntem Zustand/Minute). Denn je tiefer dieser ist, desto besser Eure Form. Danach könnt Ihr damit beginnen, Eure Trainings regelmässig aufzuzeichnen und zu vergleichen und erhaltet dadurch auswertbares Feedback vom kleinen Coach. Gleichzeitig könnt Ihr so die Trainingseinheiten und -intensitäten anpassen oder steigern. Tönt simpel – ist es auch! Vor allem mit den wählbaren Trainingsprogrammen, die Ihr in der App anwählen könnt und die nach der Synchronisierung mit dem Trackerdirekt über sie gestartet werden können.

Wichtige Trainingseinheit: der Schlaf

Eine Wochenübersicht über den gewonnenen Schlaf

Zu jeder Trainings- gehört eine Entspannungseinheit, damit das Training produktiv bleibt. Für alle Siebenschläfer natürlich ein Plus, weil der Aktivitätssensor den Schlaf ebenfalls aufzeichnen kann, was dann zu solchen orangen und blauen Farbdiagrammen zusammengefasst wird (s. Abb. rechts).

Noch genauer angezeigt wird der Schlafrhythmus, wenn man den jeweiligen Tag betrachtet und dort kann der Darstellungsmodus jeweils verändert werden (s. Abb. unten).

Im Tracker ist eine Alarmfunktion integriert, die man über die App ein- und am A370 an- und ausschaltet. Damit erwacht man jeden morgen mit sanftem Vibrieren am Handgelenk – und wird tatsächlich munter.

Bei der Bewertung des Schlafes ist die eigene Einschätzung gefragt. Sie ist hier ebenso wichtig wie bei den Trainingseinheiten und hilft, den Körper und seine Grenzen besser kennenzulernen und besser auf ihn zu hören. Das mag leicht esoterisch klingen, aber sportliche Betätigung und Selbstreflexion unterstützen im Alltag und sorgen für Entspannung gerade in einer hektischen Leistungsgesellschaft.

Test: Bestanden ✓

Nach dem zweiten Waschgang daheim…

Nach dem Hindernislauf war ich wohl kaputter als mein treuer Begleiter am Handgelenk, aber ungefähr gleich dreckig… Nur war er dann definitiv schneller wieder vom Schlamm befreit. Das heisst: HÄRTETEST bestanden!

Alles in allem ist der Aktivitätssensor Polar A370 angenehm zu tragen und lässt sich gut dem Handgelenkumfang anpassen (als Grössen S/M oder M/L und Ersatzbänder erhältlich). Daneben stellt die Verwendung zusammen mit der App eine gute Ergänzung fürs individuelle Training dar. Zwar bin ich nicht derart sportlich ambitioniert, dennoch ist es spannend zu sehen, wie der Körper auf Anstrengungen reagiert. Im Alltag ist der A370 die nötige Motivationsspritze, die es ab und zu benötigt, um sich nach der Arbeit noch zu bewegen und mal einen Spaziergang nach Hause zu machen.

Wenn nun jemand das Argument vorbringen sollte, dass der Sensor nur mit App gebraucht werden kann, werde ich ausnahmsweise einmal widersprechen. Obwohl ich ihn die gesamten Ferien im Flugmodus laufen liess und erst zu Hause synchronisierte, hat er alles aufgezeichnet.

Weiter kann die A370 bei Bedarf mit einem Pulsgurt ergänzt werden. Dadurch eignet sie sich gut als Einstiegsmodel für ein smartes Training und bei intensiver Nutzung muss nicht gleiche wieder eine neue Sportuhr gekauft werden.

Zum Schluss

Die Polar A370 findet Ihr natürlich nicht im Schlamm, sondern bei uns im Shop – blitzblank und in tadellosem Zustand. Und falls Ihr noch Infos zu anderen Polar Produkten möchtet, könnt Ihr hier etwas finden. Ansonsten wünsche ich noch fröhliches Abtrainieren des Glace-Bauchs… :-)

P.S.: Eine Liste der von der BRACK.CH Test Force geprüften Produkte findet Ihr hier.


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0       Kommentare Geposted von Alexandra Donat

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