Hybridig fancy – die Nokia Steel HR

Schon wieder ein Fitness-Tracker? Ja, schon wieder, denn dieses Mal ist es etwas Besonderes: die Steel HR von Nokia besticht mit schlichter Eleganz – und wollte uuuunbedingt getestet werden.

Fitness-Tracker nehmen überhand – wortwörtlich findet sich an rund jedem dritten Handgelenk ein Aktivitätsmesser und alle versprechen sie, uns fitter, schlanker, aktiver, erholter zu machen. Wie sie das schaffen wollen? Mittels Statistiken, Aufzeichnungen, Erinnerungen, Belohnungen und ähnlichem. Das wirkt bei mir eher mittelmässig. Ich bewege mich da noch ganz oldschool und trage meine sportlichen Aktivitäten in den Wandkalender zu Hause ein. Mein Verhalten ist den – auf jeden Fall für meinen Geschmack und Gebrauch – zu grossen und zum Teil klobigen Fitnessuhren und -trackern geschuldet, vor allem, wenn ich die Uhr ständig am Handgelenk tragen sollte oder möchte. Deswegen fallen schon viele weg. Nicht so die Nokia Steel HR, die im Design schlicht und klar gehalten ist.

Normale Uhr

Weil das Aussehen dermassen einer «normalen» Uhr gleicht, wurde ich sehr oft gefragt, ob ich denn eine neue Uhr hätte und wenn ja, welche Marke. Nach der Klarstellung wollten es viele nicht glauben, dass ich da ein schlaues Teil an meinem Handgelenk trug. Und schon gar nicht eines, das gleich auch noch die Herzfrequenz messen konnte! Dafür war es doch viel zu dünn… Ich konnte es nämlich zunächst selbst nicht ganz glauben, wie zierlich der Tracker im Vergleich zu einer Sportuhr oder anderen Fitnesstrackern wirkte. Für mich ist das ein grosses Plus. So kann ich die Uhr nämlich sowohl an Fachmessen, Geschäftsterminen, Chorauftritten sowie beim Sport oder im Alltag tragen und muss für sportliche Aktivitäten nicht noch eine zusätzliche, separate Uhr zu Hause haben.

Test, Test, Test,…

Ihr mögt Euch vielleicht noch an meinen letzten Test mit einem Fitness-Tracker erinnern, der mich in den Schlamm geführt hat. Mit der Nokia Steel HR habe ich mich das gar nicht getraut – war schliesslich auch etwas kalt… geschwitzt habe ich dennoch richtig mit ihr. Das «Test bestanden» sollte sie sich ja schliesslich auch verdienen.

Zunächst muss man vielleicht wissen, dass die Steel aus der Übernahme Withings durch Nokia 2016 hervorging respektive es zuvor schon einen Tracker der französischen Firma gab, der ähnlich aussah und ähnliche Funktionen besass. Nach diesem Clou baute Nokia sein Produktsortiment an smarten Gesundheitsgeräten und Wearables weiter aus. Neben der Steel HR, welche über eine digitale Anzeige und einen optischen Herzfrequenzsensor verfügt, gibt es noch andere gesunde Gadgets wie Aktivitätssensoren, Analysewaagen sowie einen Fieberthermometer und ein Blutdruckmessgerät. Als Variante – quasi die kleine Schwester – zur Steel HR gibt es noch die Nokia Steel.

 

Genau wie die HR kann die leichtere Ausgabe optimal als «Aktivitätsbegleiterin» genutzt werden:

  • Schlafanalyse mit Alarm, Schrittzähler, Distanz, Kalorienverbrauch
  • Batterielaufzeit von bis zu 8 Monaten, bis 50 m wasserfest
  • Verbindungsmöglichkeiten: Bluetooth, «Nokia Health Mate»-App für iOS/Android
  • Analog-Zifferblatt mit Stunden- und Minutenzeigern, Fortschrittsanzeige des Tagesziels

Ebenfalls wie die HR gibt es die Steel in verschiedenen Farbausführungen: schwarz, weiss und roségold. Mit den dezenten Farben passt die Uhr/der Tracker definitiv in jeden Alltag – naja, fast jeden. Und wer es gerne etwas poppiger, flippiger mag: die Armbänder können ganz leicht gewechselt werden.

Eine Uhr und eine App

Die Funktionsweise der Steel HR ist ganz einfach: aufladen, anschnallen, auf geht’s. Während man die Uhr auflädt – der Akku hält etwa 25 Tage –, kann man gleich die zugehörige Anwendung auf dem Smartphone installieren. Die nötigen Eingaben sind schnell gemacht und ja, man kann natürlich auch ein Pseudonym erstellen, falls es einem dann wohler zumute ist.

In der Bedienung ist der Tracker ebenfalls anspruchslos: Mittels Knopfdruck kann die Anzeige auf dem Display gewechselt oder ein Training begonnen/beendet werden. Die Steel HR tastet selbst etwa alle zehn Minuten die Herzfrequenz am Handgelenk ab. Gleichzeitig erkennt die Uhr die verschiedensten Sportarten, ohne diese zuvor einzugeben und falls sie einmal nicht genau erkennt, zu welcher Sportart meine lakonischen Bewegungen gehören, kann im Nachhinein die Sportart in der App gewählt werden.

Leises Erwachen

Während der Trainingseinheiten vibriert der Tracker am Handgelenk alle 30 Minuten spürbar sowie beim Trainingsbeginn und -ende. Diese Vibration verwendet die Weckfunktion ebenfalls. Der Alarm wird in der App eingestellt und nach der Synchronisation ist er auf der Uhr gespeichert. Anstatt das Krähen des Güggels weckt am nächsten Morgen die Vibration. Sogar Tiefschläfer wie ich werden dabei wach, vor allem dank der «Smart Wake-up»-Funktion. Die Steel HR funktioniert nämlich wie ein Schlafphasenwecker und weckt mich erst, wenn mein Schlafzyklus dem natürlichen Aufwachen am nächsten ist. Cool, oder?

Wie bekannte Smartwatches kann auch die Steel HR Benachrichtigungen über eingegangene Post auf dem Smartphone auf dem Display anzeigen. Ich selber nutze diese Einstellung nicht, weil ich während dem Laufen, Wandern, Yoga etc. nicht darüber informiert werden möchte und die Uhr für mich primär die Zeit und die Aktivität anzeigen soll. Gleichzeitig schalte ich bei meinem Handy Bluetooth nur ein, wenn ich meine Daten synchronisieren möchte und schone so dessen Akku. Aber da kann natürlich jeder nach seinem eigenen Gusto verfahren.

Bilanzen

Vielfach kann man gar nicht wirklich etwas mit Schrittzahlen, Kilometerangaben und der Anzahl geschlafener Stunden anfangen. Nokia unterstützt uns da mit eigenen Abzeichen, Infos und einem spezifischen Ziel (Smarter Schlafen, Bestenliste, Schwangerschaftstracker, besserer Body):

Die täglichen Diagramme/Analysen sehen dann folgendermassen aus:

Hinzu kommt noch eine Jahresübersicht, in der meine «Topleistungen» mit denen anderer gleichaltriger Frauen abgeglichen und abgebildet werden:

Ein klares «Ja»

Und meine Bilanz? Ich mag die Nokia Steel HR sehr und trage sie gerne am Handgelenk, denn sie stört mich bei keiner Tätigkeit im Alltag und fühlt sich gut an. Sie ist weder schwer noch irgendwie gstabig. Farblich muss man sich auch nicht mit schwarz zufrieden geben, sondern kann nach Belieben immer mal wieder das Armband (Leder, Silikon oder Textil) wechseln. Gleichzeitig fand ich die Kombination von digital und analog extrem ansprechend. Einige Dinge habe ich halt schon noch gern so, wie sie früher waren ;-)

Mit der «Health Mate»-App hat Nokia einen hilfreichen Berater geschaffen, der die Aufzeichnungen speichert und mittels verschiedener Programmen und Auszeichnungen gleich noch anschaulich erklärt. Bei einigen Programmen oder bei der Analyse des Gewichts lässt sich die App noch mit den Personenwaagen von Nokia verbinden, womit man das Training oder seine eigenen Fortschritte noch detaillierter im Blick behalten kann.

Ich empfehle die Nokia Steel HR

  • allen, die gerne «richtige» Uhren haben.
  • allen, die die Kombi digital analog spannend finden.
  • allen, die einen eleganten Fitness-Tracker möchten.
  • allen, die einen leichten Einstieg ins Thema Fitness-Tracker suchen.
  • allen, die Erklärungen zu ihren Ergebnissen und Diagrammen möchten.
  • allen, die sich leichter zum Sport motivieren können, wenn sie jemand – die Nokia Steel HR – antreibt.
  • allen, die gerne mehr über ihren Schlaf wissen möchten.
  • allen, die…

Viel Spass beim Aktivitäten Tracken!


Alles von Nokia bei BRACK.CH:

 


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0       Kommentare Geposted von Alexandra Donat

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