Der vierte Musketier: Fitbit Versa

Endlich hatte das Warten ein Ende: die Fitbit Versa war da! Auf Anhieb gefielen mir das dezente Design und die frische Farbe. Deswegen musste ich sie einfach testen – aber natürlich auch deshalb, weil sie viele nützliche Funktionen besitzt und den (Trainings-)Alltag leichter machen soll. Ob sie hält, was sie verspricht, habe ich im Test herausgefunden.

«Lebe dein bestes Leben mit einer unkomplizierten, freundlichen und motivierenden Gesundheits- und Fitness-Smartwatch.» (Quelle: Fitbit)

Das möchte ich natürlich! Mein bestes Leben leben und dabei keine komplizierten, mechanischen, riesengrossen Maschinen am Handgelenk oder am Fuss tragen. Es soll am besten einfach, unkompliziert, schön und angenehm sein. Denn das Training alleine fordert regelmässig meinen inneren Schweinehund zu Tage – was einige von Euch schon aus anderen Testberichten von mir wissen dürften. Alle meine Wünsche schien die Fitbit Versa zu erfüllen:

  • sie ermöglicht mir Gesundheits- und Fitness-Tracking (is‘ jaaaa klar)
  • fürs Training und meine persönliche Verbesserung misst sie meine Herzfrequenz
  • die Anzeige auf der Uhr kann ich mittels unterschiedlichen Zifferblättern nach meinem Gusto gestalten
  • ihre Akkulaufzeit beträgt vier und mehr Tage, je nach Gebrauch
  • sie kann meine Songs speichern
  • mit ihr kann ich sogar schwimmen gehen
  • weiter zeigt sie mir über Apps und Benachrichtigungen, was ich wissen muss/soll und was auf meinem Handy so läuft (halt von Bluetooth abhängig)
  • uuuuuuund: den Wecker kann ich direkt auf ihr einstellen.

Weiter trumpft die Versa nicht nur mit einer übersichtlichen Darstellung in der App auf, sondern auch mit der automatischen Aufzeichnung der Schlafphasen und dem Gesundheitstracking für Frauen. Ladys: jetzt wisst ihr genau, wann es wieder Mal so weit ist.

Zudem ist der Tracker von Fitbit bereits der vierte (neben Garmin, Polar und Nokia, drum auch der Titel), den ich in den letzten zwei Jahren testen konnte. Zusätzlich gibt es auch gleich noch die Fitness-Kopfhörer mit Bluetooth für kabelloses Musik-Streaming, farblich abgestimmt auf die Uhr.

 

Leichte Sommererscheinung

Die Uhr und die Kopfhörer kommen ganz schlicht daher. Kein unnötiges Schischizeugs wird bei der Verpackung und bei den Produkten selber verwendet. Ganz dem schlichten Konzept der Uhr entsprechend. Einmal ausgepackt und am Handgelenk befestigt, möchte ich die Uhr/den Aktivitätstracker nicht mehr hergeben. Denn ganz leicht (ein Fliegengewicht) hat Versa sich in meinen Alltag eingeschlichen und integriert – und fürs Einstellen des Weckers brauche ich nicht einmal das Handy, weil auch das ganz leicht in der Wecker-App des Trackers eingestellt werden kann.

Hingegen dauert das Aufsetzen der Fitbit Versa etwas länger. Jedoch nicht wegen einer komplizierten App, sondern sie braucht einfach etwas länger und «es rädelt» vor sich hin, bis die Uhr ready ist. Ähnlich ist es dann auch, wenn ich den Tracker über eine längere Zeit nicht mit der App synchronisiert habe. Falls Ihr es nicht pressant habt, ist das aber eigentlich ein vernachlässigbarer Makel.

Dafür liebe ich es, dass ich der Uhr meinen persönlichen Anstrich verpassen kann. Über die App kann nämlich das äussere Erscheinungsbild der Uhr verändert werden, indem ich mich für dieses oder jenes Ziffernblatt entscheide. Es kann ein verspieltes, blumiges, eines mit geometrischen Formen oder gar eines mit süssen Kätzchen sein.Gleich aufgesetzt und los zum ersten Training.

 

Drei Monate – drei Tests

Ihr erinnert Euch an die vergangenen Härtetests mit den Aktivitätstrackern von Garmin, Polar und Nokia? Während ich mit dem einen durch Schlamm und Wasser robbte, schwitzte ich mit dem anderen richtig, und mit dem dritten ging es auf Wanderschaft. Für den vierten im Bunde habe ich mir etwas anderes überlegt – okay, es war nicht von Anfang an so geplant –: Ich werde einen Triathlon machen! Selbstverständlich in abgewandelter Form und nicht so richtig wie Jolanda Annen.

Das ging dann etwa so: im Mai lief ich an der SOLA in Zürich mit, im Juni radelte ich mit einem Geschäftsteam bei Bike to Work mit, und zum Schluss plantschte ich durch den Zürichsee an der Seeüberquerung im Juli. Und Versa hat sich bewährt. Beim Velölen solltet Ihr Versa stets mit dem Handy via Bluetooth verbunden lassen, weil sonst Null gefahrene Kilometer angezeigt werden. Denn Versa hat ein Manko: Sie verfügt nämlich nicht über ein eigenes GPS-Modul und zieht die Daten – bei einer bestehenden Bluetooth-Verbindung – direkt vom Smartphone. Da die Uhr eher als hybride Smartwatch konzipiert worden ist, muss dieser Faktor beim Kauf der Fitbit Versa mitbedacht werden.

Beim Schwimmen sieht es folgendermassen aus: Nachdem ich bemerkt hatte, dass man die Bahnlängen einstellen konnte, hat die Uhr meine geschwommenen Meter richtig berechnet. Somit bin ich respektive die Uhr für unterschiedliche Schwimm- und Freibäder gewappnet. Nicht funktioniert hat das ganze leider bei der Zürcher Seeüberquerung. Da bin ich anscheinend nur 350 Meter geschwommen, wobei ich ja weiss, dass ich nach 1,5 km auf der anderen Seite wieder ganz an Land gekommen bin… Ansonsten funktioniert’s beim Schwimmen ganz gut.

 

Wandern mit Fitbit Versa

Neben diesem «Spezialtriathlon» waren wir an den Wochenenden oft zu Fuss in der Schweiz unterwegs und absolvierten einige Strecken auf unserem Weg von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. Während diesen – zum Teil sehr schweisstreibenden – Wanderungen trug ich die Fitbit Versa regelmässig am Handgelenk und konnte so schon unterwegs nachvollziehen, wie weit wir ungefähr gelaufen sind. Denn nach jedem Kilometer (kann auch anders eingestellt werden) und beim erreichten Schritt-Tagesziel vibriert Versa leicht. Wir dokumentieren unsere Touren auf den Karten, schreiben uns die zurückgelegten Kilo- und Höhenmeter heraus und knipsen immer wieder mal mit der Kamera, um die schönsten Eindrücke festzuhalten.

Ob die Versa wirklich richtig zählt, habe ich im direkten Vergleich mit den Wanderrouten auf Schweiz Mobil versucht herauszufinden. Hier ein Wandertagebuch:

  1. Oensingen – Roggenflue – Roggenschnarz – Langenbrugg (12. Mai)
    • angezeigte Kilometer: 17,17 km
    • tatsächlich absolvierte Kilometer: 17,37 km
  2. Beggingen – Schwazer Staa – Tannenbüel – Bargen (21. Mai)
    • angezeigte Kilometer: 15,66 km
    • tatsächlich absolvierte Kilometer: 15 km
  3. Gibswil – Schnebelhorn – Tweralpspitz – Ricken (23. Juni)
    • angezeigte Kilometer: 21,73 km
    • tatsächlich absolvierte Kilometer: 19,76 km
  4. Muotathal – Spirstock – Brunni (30. Juni)
    • angezeigte Kilometer: 22,04 km
    • tatsächlich absolvierte Kilometer: 19,51 km

 

Mein Fazit

Wie gesagt: ganz genau wird es mit der GPS-Verbindung (Quelle: https://www.fitbit.com/de-ch/versa)

Fazit ist, dass die gelaufenen Meter leicht von den gemessenen abweichen sowie etwas grössere Abweichungen bei den längeren Touren aufgetreten sind. Ich denke, dass man dem abhelfen kann, wenn man die Uhr direkt mit dem Smartphone verbunden hält und so das GPS-Signal des Handys verwendet. Damit werden die Wege dann gleich nach der Synchronisation auf einer Karte angezeigt (wie beim Velobeispiel oben).

Die Funktionen der hybriden Smartwatch nochmals in der Übersicht:

  • Schlafanalyse
  • Wecker und Bewegungsreminder
  • Anrufanzeige und Benachrichtigungen
  • Musiksteuerung; nach der Übertragung via Dashboard (Computer) oder mit Deezer (iOS | Android) auch ohne Smartphone abspielbar
  • Kalendererinnerungen
  • Protokollierung des weiblichen Zyklus
  • zahlreiche unterschiedliche Zifferblätter zur individuellen Gestaltung
  • Fitbit Pay zum kontaktlosen Bezahlen
  • verschiedene Apps für Fitness, Sport, Meditation etc.
  • Akkulaufzeit 4+ Tage (eigenes Ladegerät)

Als zukünftige Fitbit Versa Nutzer müsst Ihr Euch im Klaren sein, dass ihr die Uhr mit dem Smartphone verbinden müsst, um Distanzen und zurückgelegte Wege nach Eurem Training direkt in der App einsehen zu können. Zusätzlich wird die angegebene Strecke so genauer als ohne Verbindung angezeigt.

Ein weiteres Plus: die Uhr ist sehr leicht. Deshalb kann ich sie Euch nur aufs Wärmste für Eure diversen sportlichen Aktivitäten oder für einen aktiveren Alltag empfehlen. Viel Spass damit!

 

Zum Schluss noch ein paar Schnappschüsse aus der schönen Schweiz:

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2       Kommentare Geposted von Alexandra Donat

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2 bezieht sich auf "Der vierte Musketier: Fitbit Versa"

  • Amazfit_Lover says:
    • Alexandra Donat
      Alexandra Donat says:
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