Biep biep: Die Xiaomi Amazfit Bip im Test

Die Amazfit Bip von Xiaomi ist eine interessante Alternative zu den kostspieligeren Modellen von Garmin, Fitbit und Co. Ob aber dieses Fitnessgadgets seine Versprechen hält?

Fitnessuhren sind nach wie vor gefragt und werden von Profisportlern als auch von Amateuren oder Freizeiten­thu­si­asten verwendet. Dementsprechend unterscheiden sie sich auch in ihren Anwendungen, Funktionen und Designs. Es gibt Modelle, welche analogen Uhren verblüffend ähnlich sehen oder Fitnessbänder, die auf ein Minimum reduziert wurden. Einige von diesen Trackern und Uhren durfte ich schon testen und meinen Senf dazu abgeben. Nun könnt ihr hier mein Fazit zu einem weiteren Sportbegleiter lesen: der Xiaomi Amazfit Bip.

Er/Sie sucht…

  • …eine Fitnessuhr ohne viel Schnickschnack.
  • …einen Begleiter für sportliche Aktivitäten wie Outdoor- und Indoor-Running, Cycling und Walking/Wandern.
  • …einen Coach für die Auswertung von Luftdruck, GPS-Daten für die Bestimmung von Pace und zurückgelegter Distanz.
  • …einen Verbündeten für direkte Nachrichten.
  • …einen unermüdlichen Partner für langes Training.

Amazfit Bit bietet:

  • Ich besitze ein reflektives 1,28″-Farbdisplay mit 2,5D-Glasabdeckung und bin besonders robust.
  • Natürlich begleite ich dich leicht und angenehm durch vier verschiedene Trainings und zeige dir neben der geographischen Karte auch dein Herzrasen.
  • Ich leite dir gerne die Nachrichten deiner Freunde und Bekannten weiter.
  • Aus deinem Tiefschlaf wecke ich dich mit sanften Vibrationen und kann mit dir zusammen deinen Schlaf Revue passieren lassen.
  • Ich bin sehr ausdauernd und halte bei durchschnittlichem Gebrauch 45 Tage (etwa vier Monate) und mit GPS 22 Stunden durch.
  • Ich kann dich auch unter die Dusche begleiten, aber nicht schwimmen; bin wasser- und staubdicht nach IP 68.

 ! Die Uhr übersteht kurzweiliges Eintauchen in Wasser, sollte zum Schwimmen oder Baden jedoch ausgezogen werden !

Set up

Das Aufsetzen der Uhr ist eigentlich von kurzer Dauer und nicht besonders aufwändig. Gross eingestellt werden muss auch nichts. Die Einstellungen sind lediglich davon abhängig, für welche Ziele man die Aktivitätsuhr benützen möchte. Wenn man möglichst viel Bewegung in den Alltag bringen möchte, kann die tägliche Schrittzahl erhöht werden; wenn man abnehmen möchte, kann aber auch das aktuelle Gewicht sowie das Wunschgewicht erfasst werden. Das ist aber alles der Nutzerin und dem Nutzer überlassen.

Überblick zum Aufsetzen

So sieht’s in der App aus

Im direkten Vergleich respektive beim raschen Wechsel zwischen zwei Aktivitätstrackern unterschiedlicher Herstellern ist es nur logisch, dass ich mich zunächst mit der zugehörigen App von Xiaomi anfreunden musste – diese ist für iOS– und Android-Geräte kostenlos erhältlich. 
Sehr schnell gewöhnt man sich an die App und testet frisch fröhlich alle möglichen Zifferblätter aus, bis man jenes gefunden hat, das zu einem passt. 

Neben den verschiedenen «Watch faces» können noch weitere Einstellungen vorgenommen werden und zusätzlich kann die Uhr angelernt werden. Mit der Funktion «Verhaltenserkennung» kann man der Uhr weitere Trainingseinheiten und Bewegungsabläufe beibringen. Das heisst zu den vier Grundtrainingsarten (Outdoor und indoor Running, Cycling und Wandern/Walking) können noch weitere dazu kommen, falls das gewünscht wird. Natürlich braucht das etwas Zeit, aber wenn man viel Badminton spielt, Seil springt oder Rumpfbeugen praktiziert, könnte sich das durchaus lohnen. Ganz witzig finde ich es, dass man auch das Zähne putzen der Uhr beibringen könnte…

Eine Uhr, die lernfähig ist.

Im folgenden zeige ich euch die aus den Trainings resultierenden Diagramme. Sie veranschaulichen schön (farbig), wie ich für den Test geschwitzt habe. Die Herzfrequenz, die Höhendifferenz und die Geschwindigkeit werden graphisch dargestellt und sollen mir helfen, meine wöchentlichen Trainingseinheiten und -fortschritte zu erkennen und zu vergleichen.

Velölen – Cycling:

Wandern aka Spazieren:

Von Oberdorf (SO) und den Dinosaurierspuren nach Biel (BE).

Joggen – über Stock und Stein oder Strassen

Pink Ribbon
Charity Walk in Zürich.

Indoor Running:

Superkondi an der Uni lässt grüssen…

Schlaf

Zusätzlich kann die Xiaomi Amazfit Bip den Schlaf aufzeichnen und verfügt über einen sanften Vibrationswecker, der gleich in der Uhr selber eingestellt werden kann. Für mich ein wichtiges kleines Detail. Denn am Abend im Bett möchte ich jeweils nicht noch umständlich den Wecker stellen müssen… Definitiv ein Plus für das smarte Grätli.


Ob ich wirklich richtig schlafe?

Ein idealer Trainingspartner?

Das getestete Exemplar ist recht preiswert, wenn man es mit anderen Aktivitäts- und Trainingsuhren vergleicht und dennoch kann es so einiges, vor allem verfügt es über ein eigenes GPS-Modul. Das heisst, dass für eine Aufzeichnung der gefahrenen oder gelaufenen Strecke das Handy nicht immer dabei und mit der Uhr verbunden sein muss. Zudem schont das natürlich den Akku des Smartphones, schliesslich kann auf eine immerwährende Bluetoothverbindung verzichtet werden.

In der Tat hat die Uhr die zurückgelegten Wege und Distanzen einwandfrei aufgezeichnet. Sogar beim Klettern hat es weiter aufgezeichnet. Zusätzlich erkennt die Amazfit Bip automatisch, ob sich der Tragende bewegt oder still steht. Beispielsweise hat die Uhr die Aufzeichnung gestoppt, als ich an einer roten Ampel halten musste. Danach hat sie das «Training» wieder aufgenommen und alles bis zum Schluss rapportiert.

Diese Funktion hat aber auch ihre Tücken: Beim Wandern – einer eher langsamen Tätigkeit – hatte die Uhr immer wieder das Gefühl, dass ich nach einem Halt oder beim Hinauflaufen eigentlich stehen (bleiben) würde. Natürlich kann man dann mit einer Berührung des Displays die Aktivität manuell wieder auf «Play» stellen. Nach einer Wanderung habe ich dann die Funktion in der App deaktiviert. Ob man diese Funktion aktiviert oder deaktiviert, hängt aber ganz klar vom eigenen Gusto und der individuellen Verwendung ab.

Das Display der Uhr ist sehr robust, reagierte stets auf meine Wisch- und Druckbewegungen und auch bei Sonneneinstrahlung können die Daten gut von ihm abgelesen werden.

Akkumässig gibt es nichts einzuwenden und dass man den Wecker direkt über das Gerät einstellen kann, begrüsse ich sehr. Und der Tragekomfort stimmt auch. Einzig und alleine zu bemängeln habe ich, dass es teilweise etwas lange dauerte, eine Trainingseinheit zu synchronisieren oder Updates zu installieren. Jedoch ist das vorwiegend bei sehr langen Wanderungen ( ≥ 20 km) passiert. Gibt man der Amazfit Bip etwas Zeit nach der Tagestour – und selbstverständlich sich selber auch – ist das aber weiter kein gravierendes Manko.

Meine Empfehlung…

  • …für alle, die keinen unnötigen Schnickschnack an einer Fitnessuhr mögen.
  • …für alle, die einen Begleiter für sportliche Aktivitäten (Outdoor- und Indoor-Running, Cycling und Walking/Wandern) suchen.
  • …für alle, die die GPS-Daten für die Bestimmung von Pace und zurückgelegter Distanz auswerten wollen.
  • …für alle, die ihren Alltag etwas aktiver gestalten möchten (mit Bewegungserinnerungen).
  • …für alle, die auch mal ihren Schlaf überprüfen und einstufen möchten.
  • …für alle, die gerne eine Uhr tragen und gleichzeitig auf ihre Fitness achten möchten.
  • …für alle, die unabhängig(er) vom Smartphone trainieren wollen.

Vor lauter Fitnessgadgets vergesst aber nicht: Das Training, Velo fahren und Wandern etc. soll Spass machen – auch im Winter.

Die Produkte im Shop


1       Kommentar Geposted von Alexandra Donat

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  • Christian says:
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