Tablet oder Notebook, was darf es sein?

TAICHI vs. XPS Duo 12

Dieser Beitrag stammt von
Marek Giesen, Informatiker im 3. Lehrjahr

Jeder kennt sie, die neuen Tablets, die mehr und mehr die Welt erobern und die bekannten Notebooks und PC langsam, doch immer mehr verdrängen. Wer sich nicht entscheiden kann, ob er nun mit einem Tablet oder doch lieber mit seinem Notebook in der Gegend herumlaufen will, für den kommen das Taichi von ASUS oder der Dell XPS Duo 12  gerade richtig.

Das Besondere an diesen beiden Ultrabooks? Sie sind Tablet und Ultrabook in einem! Asus hat sich für eine bequeme und sehr innovative Idee entschieden und  in den Deckel des Ultrabooks einen zweiten Touchscreen eingebaut. Bei  XPS Duo 12 hat der Hersteller Dell  eine Idee aufgegriffen, die sich vor einigen Jahren nicht durchgesetzt hat: Das Touchscreen-Display kann um 180° gedreht werden. So hat der Benutzer ein Ultrabook, welches auch über Berührungen gesteuert werden kann, oder, nach dem Drehen des Bildschirms um 180°, ein Tablet.

Doch welches dieser neuen Tablet-Ultrabooks fühlt sich wie an? – Wie ist die Verarbeitung und bringt es wirklich Tablet und Ultrabook sinnvoll zusammen? Lest weiter und erfahrt in unserem Test, wie die beiden Geräte abschneiden.

 Dell vs. Asus

Asus Taichi (11”-Variante im Test)

Das Taichi kommt in einer von Asus gewohnten, sehr guten Verarbeitung daher. Hochwertiges Material wird hier eingesetzt, kein günstig wirkender Plastik. Da macht es gleich mehr Freude über die Tastatur zu huschen und über das Tablet zu gleiten. Nun zur Hardware in unserem Asus Taichi (Taichi21-CW003H): Unter der Haube werkelt ein Intel Core i5 mit bis zu 2,6 GHz, 4 GB RAM Speicher und eine 128 GB grosse SSD sorgen für richtig viel Power in diesem 11,6 Zoll grossen Ultrabook. Der Bildschirm kommt mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln (Full HD). Das Taichi gibt es in der 11,6”- und in der 13,3”-Version. Windows 8 ist vorinstalliert.

 Taichi

Doch jetzt mal weg von blossen Zahlen und auf zum «Gspürsch mi»-Test. Wie schon erwähnt ist das Taichi ein sehr hochwertiges Produkt. Das hochwertige Material spiegelt sich auch im Gewicht wieder, mit 1,25 kg ist es ein sehr leichtes Ultrabook – aber ein zu schweres Tablet. Super schnell gestartet – testen wir doch gleich mal das Tablet. Das Display reagiert auf unsere Eingaben sehr genau, schnell und, nicht ganz überraschend, absolut flüssig. Probieren wir mal den Notebook-Modus. Das Taichi lässt sich mit nur einem Finger öffnen, was angenehm von der Hand geht. Wer die Zenbook-Serie von ASUS kennt, wird hier viele Gemeinsamkeiten erkennen. Das Material fühlt sich angenehm an und kommt nicht kalt rüber. Wir öffnen verschiedene Apps, schauen uns YouTube-Videos in Full-HD an und lassen mehrere Anwendungen offen. Das funktioniert alles tiptopp. Ein ständiger Wechsel von Tablet auf Ultrabook ist bis jetzt kein Problem. Der Wechsel dauert ca. 3–4 Sekunden. Der Clou jedoch, finde ich, ist z.B. der Mirror-Modus oder Dual-Screen-Modus. Im Mirror-Modus wird, wie der Name schon sagt, auf beiden Bildschirmen des Geräts immer dasselbe angezeigt. Bedienen lassen sich weiterhin beide. Im Dual-Screen-Modus  können beide Bildschirme unabhängig voneinander genutzt werden. Auf dem Tablet zeigt Ihr einem Kunden eine Präsentation und auf dem Schirm auf der anderen Seite habt Ihr alle Notizen, Mails etc. geöffnet. Eine sehr gute Kamera hinten und vorne runden das Ganze ab.

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Dell XPS Duo 12

Der Dell XPS Duo 12 ist auf den ersten Blick ein gewöhnliches Ultrabook. Auf den zweiten Blick ein Ultrabook mit Touchscreen und auf den dritten Blick ein Ultrabook inklusive drehbarem Bildschirm mit Touchscreen.  Der XPS Duo 12 bringt eine solide Verarbeitung zu Tage, mit maschinengefrästem Aluminium und Karbonfasern ist es sehr robust gebaut. Das Display wird mit dem bekannten Gorilla Glas 1, welches in den meisten Smartphones verbaut ist, vor Kratzern geschützt. Wie schon beim Taichi ist hier der gleiche i5-Prozessor verbaut, 4 GB RAM Speicher und eine 128 GB grosse SSD sind die Sternchen in der Beschreibung. Als Betriebssystem ist auch hier Windows 8 am Werk. Der Bildschirm ist ein 12,5”-LCD mit 1920 × 1080 Pixeln Auflösung. Im direkten Vergleich erkennt man sofort, dass das Display vom XPS Duo 12 ein besseres Bild hervorbringt als das des Taichi. Hier sind jedoch nicht zwei Displays wie beim Asus-Gerät vorhanden, sondern das Display kann gedreht werden. Vorteil: der Frontbildschirm kann jetzt auch über Berührung bedient werden. Nachteil: nur ein Bildschirm.

Dell XPS Duo 12

Der Duo fühlt sich zuerst wie ein Ultrabook von Dell an, Grösse und Handhabung passen voll und ganz. Die Tastatur ist angenehm und von der Grösse und den gegebenen Umständen her ideal. Dass der Bildschirm nun vorne auch über Berührung bedient werden kann ist bei Windows 8 sehr praktisch. Der Wechsel von Ultrabook auf Tablet erfolgt sehr schnell und ohne Probleme. Der Rahmen, in welchem der Bildschirm gedreht wird, ist stabil. Der Bildschirm rastet gut ein, da gibt es kein Wackeln, so muss es sein! Die Bedienung des Tablets funktioniert dank der Oberfläche und den zahlreichen Sensoren genau und ohne Ruckler. Die Frontkamera mit 1,3 Megapixeln enttäuscht etwas, ist aber absolut ausreichend für Skype oder andere Chatdienste.

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Ultrabooks im Test

Nach dem ausführlichem Testen der beiden Ultrabook-Tablets kann man nur zu einem Schluss kommen: Eine alte Idee wird endlich gut. Tablets sind mittlerweile bei jedem angekommen und da mit Windows 8 ein Betriebssystem von Microsoft erschienen ist, das mittels Berührung  sinnvoll gesteuert werden kann, macht es auch Freude. Beide Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen betreffend CPU, RAM und SSD-Grösse.

Es gibt aber auch was zu meckern: Bei beiden Geräten kann der Akku nicht durch den Benutzer ausgetauscht werden und muss über der Reparaturcenter erledigt werden. Schade, falls dieser mal defekt ist oder man gerne einen 2. Ersatzakku bei sich hätten. Man muss hier aber auch sagen, dass es leider zu einer schlechten Gewohnheit beinahe aller Hersteller wird, den Akku fest zu verbauen. Im Gegenzug müssen wir berücksichtigen, dass austauschbare Akkus Platz brauchen, wodurch Geräte dicker würden. Beim Test ist uns auch aufgefallen, wie warm die Geräte nach anspruchsvoller Nutzung werden.

Beide Ultrabooks kommen gut an – ob der Entscheid  aufs Taichi fällt, das mit zwei separaten Displays arbeitet und somit auch flexibler in der Anwendung ist, oder man den Duo wählt mit nur einem Bildschirm, der aber vorne und hinten als Touchscreen genutzt werden kann, ist Geschmackssache. Fakt ist, beide Geräte haben den «Whoooouuuu» -Effekt.

Ein Vergleich unseren beiden Testgeräte findet Ihr hier:

Vergleichstabelle

Fazit

Ein Ultrabook mit «eingebautem» Tablet trifft genau meinen Geschmack! Will man nur surfen oder einen Film anschauen, kommt das Tablet absolut perfekt zum Einsatz. Möchte ich produktiv arbeiten, ist das Ultrabook zur Stelle. Das Modell «Tablet im Ultrabook» hat Zukunft und wird bestimmt öfters vorkommen! Hier will ich auch sagen: Beide Geräte haben Verbesserungsmöglichkeiten (mehr Akkulaufzeit, noch höher aufgelöste Displays, geringeres Gewicht). Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Modelle!

Marek Giesen

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