Neues von Synology

Mit dem DiskStation Manager 3.2 beweist Synology einmal mehr eindrucksvoll, wie sich ein NAS idealerweise bedienen lassen sollte. Was diese einfache Benutzeroberfläche so einzigartig macht und welche neuen Synology-Modelle speziell für KMU und Power-User auf den Markt gekommen sind, erfahrt Ihr im folgenden Artikel.


DiskStation Manager 3.2 Beta

Im Zentrum der gratis herunterladbaren Serververwaltung stehen folgende Themen:

  • Effiziente Verwaltung
  • Mobilität/Zugriff über die Cloud
  • Personalisierung und Unterhaltung
  • Benutzerfreundlichkeit/Usability
  • Erweiterte Mac-Kompatibilität

DiskStation Manager, kurz DSM in der Beta-Version 3.2 basiert auf HTML 5 und CSS 3 und kommt nun sauberer, klarer daher. Auch die Bedienung hinterlässt nun einen geschmeidigeren, intuitiveren Eindruck als bei früheren Versionen.

Einige Beispiele: Drag&Drop funktioniert nun zwischen dem Desktop des Computers und der Download Station oder dem File-Browser. Dort, im File-Browser, lassen sich Fotos jetzt per Maus-Scrollrad zoomen. In der Blog-Funktion der Photo Station 5 könnt Ihr aus verschiedenen Themes wählen oder mittels CSS das Styling des Blogs ändern. Das Package Center zeigt übersichtlich an, welche Zusatzfunktionen Ihr bereits eingebaut habt und welche noch zur Verfügung stehen.

Man könnte sich fast zur Äusserung hinreissen lassen, dass die Arbeit in DSM jetzt mehr Spass macht. Im Folgenden beschreiben wir die wichtigsten Änderungen in der neuen Version.

Die Benutzeroberfläche

1. Desktop-Symbole: Diese Icons führen zu den wichtigsten Funktionen. Per Drag&Drop könnt Ihr diese Icons beliebig mit Euren am meisten gebrauchten Funktionen austauschen.

2. Taskleiste: Ähnlich wie bei einem Windows-Computer findet Ihr hier Schaltflächen aller momentan geöffneten Tasks, einen Start-Button für den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen, einen Button, um alle Fenster zu minimieren und den Desktop anzuzeigen, sowie ein Suchfenster.

3. Geöffnete Fenster und Dialoge: Die Funktionen öffnen sich in Windows-ähnlichen Fenstern, die Ihr verschieben, vergrössern und verkleinern sowie mini- und maximieren dürft. Wer einen Computer bedienen kann, findet sich hier schnell zurecht. 

95% schnellere Volume-Erstellung

Gemäss Hersteller brauchte ein 10-Terabyte-Volume früher 9,5 Stunden zur Erstellung. Neu könnt Ihr schon nach 30 Minuten damit arbeiten. Der Grund dafür liegt im verbesserten Synology Hybrid RAID.  

Unterstützung für LDAP-Verzeichnisdienst

LDAP-Einstellungen

Bisher hat Synology nur Windows Active Directory unterstützt. Neu könnt Ihr DiskStations auch im LDAP-Umfeld einfach einbinden. Für den Zugriff auf die Dateien, die auf der DiskStation abgelegt sind, müssen LDAP-Benutzer keine separaten Logindaten haben. Mit dem LDAP-Directory-Server-Package verwandelt Ihr die DiskStation in einen einfachen Directory Server. Das ist dann interessant, wenn Ihr mehrere DiskStations habt, für die Ihr nicht jedes Mal Benutzer erstellen wollt. Das funktioniert auch mit Mac- oder Linux-Computern – ein Benutzername, ein Passwort pro Benutzer für Eure IT-Umgebung.

Unterstützung für virtuelle Laufwerke

Bis 16 ISO-Abbilder können gleichzeitig auf einer DiskStation gemountet werden, so dass alle angeschlossenen Arbeitsstationen darauf zugreifen können. Geschäftliche Nutzer profitieren davon, wenn sie beispielsweise auf zehn Computern dieselbe Software ab DVD installieren müssen. Mit der virtuellen DVD, zugegriffen über die DiskStation, geht das schneller, als von PC zu PC mit der DVD zu spazieren, und günstiger, als eine teure Virtualisierungslösung zur Softwaredistribution zu nutzen. Auch Privatnutzer können das effizient nutzen: Sie digitalisieren so z.B. ihre DVD-Filmsammlung.

Remote Folder/virtuelle Laufwerke mounten

Remote Folder

Die meisten von Euch kennen Netzlaufwerke: Ordner, die so aussehen, als wären sie lokal auf Eurem Computer, in Wirklichkeit greift Ihr aber auf eine Server-Ressource zu. Nun geht das auch auf einer DiskStation. Ihr könnt auf der DiskStation nun Verzeichnisse mounten, die auf weiteren Servern zur Verfügung gestellt werden. Diese Verzeichnisse könnt Ihr benutzen, als ob das Verzeichnis auf der DiskStation selbst liegen würde. Ein Anwendungsbeispiel: Eure zwei alten NAS, eigentlich noch tiptopp, unterstützen weder Active Directory noch LDAP, Ihr musstet bisher immer separate Benutzerkonten auf beiden Geräten erstellen, dass Eure Benutzer darauf zugreifen konnten. Nun ersetzt Ihr die beiden NAS durch eine Synology DiskStation mit DSM 3.2. Die Daten der alten NAS stellt Ihr auf der DiskStation als Remote Folders zur Verfügung. Alle Benutzer greifen nun mit den herkömmlichen Logindaten darauf zu.

Syslog-Server

Aufgrund vieler Kundenanfragen hat Synology ein Syslog-Package entwickelt. Die DiskStation kann jetzt als Syslog-Server das Monitoring der Netzwerkumgebung übernehmen, indem sie die Statusmeldungen aller Server, Router und weiterer Geräte im Netzwerk aggregiert in einer filtrier-, sortier- und durchsuchbaren Übersicht anzeigt. Der IT-Administrator hat dank verschiedener Dringlichkeitsstufen jederzeit den Überblick über die zu verrichtenden Wartungsarbeiten und Eskalationsprozedere. Fürs Wochenende kann er sich E-Mail-Benachrichtigungen einrichten.

Unterstützung für Google Cloud Print/Apple AirPrint

An die Synology angeschlossene, kompatible USB-Drucker könnt Ihr nun von überall auf der Welt ansteuern – mit einem einfachen E-Mail, von Eurem Smartphone aus oder über kompatible Programme auf jedem Computer.

Erweiterte Photo Station 5

Photo-Station-Galerie

Die Webapplikation zur Anzeige von Bildern und zur Erstellung eines persönlichen Blogs ist erweitert worden. Die Galerie kommt in einem frischen Look daher. Der neue Theme Designer lässt den Benutzer aus verschiedenen Themes wählen, ein Hintergrundbild hochladen und Farben ändern. Wer will, kann das CSS komplett an seine Wünsche anpassen. Der Bilder-Upload geht gemäss Synology jetzt viel schneller als früher vonstatten. Die Photo Station unterstützt jetzt auch Facebook-Synchronisation: Auf Wunsch erscheinen die hochgeladenen Fotos automatisch auch in Eurer Facebook-Galerie. Wer’s lieber privat mag, schützt einzelne Alben mit einem Passwort.

 

Umgestaltetes Package Center

Es ist jetzt noch einfacher, seine Synology DiskStation mit neuen Funktionen zu erweitern. Alle verfügbaren Softwarepakete werden übersichtlich angezeigt und sind mit wenigen Klicks installiert. Syslog-Server, Squeezebox-Server, Mailserver, phpMyAdmin oder WordPress sind einige Beispiele der verfügbaren Packages. Per E-Mail erhaltet Ihr auf Wunsch eine Nachricht, wann Updates zur Verfügung stehen.

Mobile (Web + Smartphone-Apps)

Bislang gab es bloss die Möglichkeit, Videos, Musik, Fotos, Files und IP-Cam-Bilder mobil abzurufen. Für jede Funktion brauchte der mobile Arbeiter eine eigene App (vgl. Android-Apps hier). Ab DSM 3.2 Beta gibt es aber die Möglichkeit, Eure DiskStation über Euer Smartphone komplett zu steuern. Möglich macht das das webbasierte «DSM Mobile». Dabei handelt es sich um eine Benuteroberfläche, die speziell für die Bedienung per Fingerwisch auf entsprechend kleinen Touchscreens ausgelegt ist. Ihr habt von unterwegs Zugriff auf Benutzer- und Rechteverwaltung, Serverstatus, Aktivierung von Web-Diensten und auf vieles mehr.

Bessere Unterstützung für Mac OS X (inkl. Lion!)

Lion-Unterstützung

Viele Mac-User sichern ihre Daten über das Betriebssystem-eigene Datensicherungsprogramm Time Machine, beispielsweise auf ein NAS wie von Synology. Mit dem Upgrade auf die neueste Version «Lion» hat Apple aber ein Protokoll geändert, so dass viele NAS nicht mehr angesprochen werden können. Synology DSM 3.2 unterstützt das Netatalk-2.2-Protokoll, so dass auch Lion-Clients ihre Daten auf der DiskStation sichern können. Mehr über Time Machine auf OS X Lion und Synology DSM 3.2 lest Ihr etwa auf Technikblog.ch.
Weitere Mac-freundliche Features sind die LDAP-Unterstützung, mit der die DiskStation einfach in eine Mac-Netzwerkumgebung zu integrieren ist, und die webbasierte Überwachungslösung «Surveillance Station». Live-Bilder und Aufnahmen angeschlossener IP-Kameras können Mac-User ohne Installation von Zusatzsoftware bequem in Safari 5 ansehen. Selbstverständlich fungiert die DiskStation auch weiterhin als iTunes-Server.

Verbesserte Download Station

In die Download Station wurde ein YouTube-Downloader integriert, der Euch jedes YouTube-Video in Eurer gewünschten Auflösung herunterlädt. Alles, was Ihr tun müsst, ist, die URL einzugeben. Torrents könnt Ihr nun bequem vom Desktop des Computers in die Download-Station ziehen, und die Download Station beginnt je nach Einstellung sofort mit dem Herunterladen der Inhalte. Die Download Station bewahrt auch Eure Passwörter sicher auf für die Filehoster, die Ihr verwendet.

Neue Modelle

Seit Juli findet Ihr auf Brack.ch die DiskStation 2411+ sowie die xs-Serie, bestehend aus der DiskStation DS3611xs und den RackStations RS3411xs und RS3411RPxs, die mit Sandy-Bridge-Hauptprozessoren ausgestattet ist. Mit diesen Geräten wagt sich der Hersteller in den Servermarkt für mittlere und grosse Unternehmen. Bereits seit April erhältlich sind die RackStations 2211+ und 2211RP+ mit redundanter Stromversorgung sowie die DiskStation 411+II, die für den Betrieb in KMU ausgelegt sind.

Wir haben alle neuen Modelle in einer Vergleichstabelle zusammengefasst. Dort findet Ihr alle technischen Daten, ein Bild, Links zu unserem Shop etc.

> Zur Übersichtstabelle

 Alle Geräte werden mit dem DiskStation Manager 3.1 ausgeliefert. Die hier vorgestellte Version 3.2 wird bald verfügbar sein, die Beta läuft bereits äusserst stabil.

Bildergalerie

Einige Eindrücke von der Beta, die Ihr bei Synology live antesten oder für unterstützte Synology-NAS herunterladen und installieren könnt (aber Vorsicht: ein Downgrade auf die Vorversion ist dann nicht mehr möglich).


30       Kommentare Geposted von Daniel Rei

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