Ich seh dich – vom Strand aus

Hat sich von Euch noch niemand gefragt, was der Hund oder die Katze zuhause eigentlich so treiben, während wir am Arbeiten sind? Oder ob sich irgendwelche Einbrecher im Haus herumtreiben? Und dass jederzeit auf der ganzen Welt? Diese und wahrscheinlich noch viele weitere Fragen könnten für Euch schon bald beantwortet sein. Denn eine Synology DiskStation und eines der neuen Tablets wie iPad oder EEE Pad können verflixt viel. Als Team bilden sie eine einfache, ausbaubare Überwachungslösung!

Marek Giesen, Informatiker-Lernender Richtung Support im 2. Lehrjahr, hat die DiskStation in einen Videoüberwachungs-Server verwandelt. Hier sein Bericht samt Fazit.

Was brauchen wir?

  • eine DiskStation von Synology
  • eine netzwerkfähige IP-Kamera
  • eine dynDNS- oder fixe IP-Adresse von einem Anbieter Eurer Wahl
  • xDSL oder Cable-Internet und
  • ein Tablet, ein Smartphone, ein Notebook oder einen PC.

Unsere Versuchsanordnung

Falls Ihr Euer Heim überwachen wollt, könnt Ihr dies heutzutage schnell selber einrichten.
In unserem Testversuch haben wir folgende Komponenten verwendet:

Wir beginnen mit der Einrichtung dieser Komponenten. Es ist von Vorteil, diese während der gesamten Installation in der Nähe zu behalten und die Installation an einem Computer durchzuführen. Wichtig ist, dass die Kamera und die Synology DiskStation am gleichen Netzwerk angeschlossen sind. Ihr werdet feststellen, dass Eure Synology mehr drauf hat, als nur Daten zu speichern. 

Die Installation

Zuerst müsst Ihr ein dynamisches DNS-Alias einrichten. Dieses braucht Ihr, um auf die DiskStation aus dem Internet zuzugreifen, ohne dass Ihr Euch die WAN-IP-Adresse merken müsst. Denn bei Cable Internet oder DSL bekommt Ihr vom Internetanbieter ja immer wieder andere IP-Adressen. Der DDNS-Dienst sorgt dafür, dass Ihr trotz wechselnder IP-Adresse auf Eure DiskStation zugreifen könnt, und zwar mit einem einfach zu merkenden Namen, den Ihr selbst wählt. Dafür gibt es etliche Gratisanbieter im Internet, der bekannteste ist wohl dyndns.org . Für einen Privatanwender reicht ein Gratis-Konto bei DynDNS aus. Erstellt einen Account und meldet euch mit diesem an. Gebt euren Hostnamen ein. Dies ist der Name, mit welchem Ihr im Browser übers Internet auf eure DiskStation zugreifen wollt. Wählt die Dienstleistung,die Ihr benötigt, in diesem Fall „Host with IP-adress“. Bei Erstanmeldung will DynDns eine IP-Adresse von Euch. Findet Eure aktuelle WAN-IP-Adresse heraus. Die findet Ihr heraus, wenn Ihr in der Benutzeroberfläche Eures DSL-Modems schaut. Einfacher geht’s, wenn Ihr folgende URL aufruft: http://whatismyipaddress.com/. Gebt diese IP-Adresse ein, bestätigt alles und schon habt Ihr einen dynamischen DNS-Alias. Falls ihr über eine fixe IP-Adresse verfügt, wird DDNS nicht benötigt.

DDNS auf der DiskStation einrichten

Ist dieser erst mal eingerichtet, kann es mit dem Projekt «ich seh dich» losgehen. Meldet Euch mit Eurem PC auf Euren Router an. Verbindet die Synology DiskStation und die Kamera, welche ihr benutzen wollt, übers selbe Netzwerk. Achtet von Anfang an darauf, dass die Kamera, die Ihr verwenden wollt, auch unterstützt wird. Dies könnt Ihr einfach auf der Synology-Website überprüfen. Noch ein kleiner Hinweis: Arbeitet immer mit den neusten Firmware Versionen der Geräte, die Ihr benutzt. Greift vom PC auf eure Synology DiskStation zu. Öffnet das Netzwerkmenü auf Eurer DiskStation und richtet auf dieser Eure neu erstellte DDNS ein. Bitte beachten: Die Synology und die Kamera brauchen im Heimnetzwerk beide eine fixe interne IP-Adresse!

Portfreigabe auf dem Router

Jetzt kommt ein sehr wichtiger Schritt: die Einstellung der Ports. Die Portfreigabe ist darum wichtig, um die Zugriffssicherheit zu gewährleisten. Denn nur diejenigen, die die URL (in unserem Fall den DynDNS-Alias) und dahinter die Portnummer eingeben, kommen weiter und erhalten Zugriff auf die Synology DiskStation. Alle anderen werden abgeblockt. Desweiteren dient die Portnummer als Wegweiser, damit der Router weiss, zu welchem Gerät er euch weiterleiten soll.

Die Einstellung der Ports funktioniert bei jedem Router-Modell etwas anders. In unserem Beispiel geht das folgendermassen: Greift auf die Benutzeroberfläche der Fritz!Box zu und begebt euch zum Menüpunkt „Freigabe“. Hier könnt Ihr einen neuen Port freigeben. Wählt die DiskStation aus und gebt ihr die standardmässige Portnummer 5000. Die Portnummer könnt Ihr grundsätzlich frei wählen Aber Achtung: Jede Portnummer darf nur einmal vergeben sein und diese muss danach auch auf der Synology verändert werden. Die URL, um auf die DiskStation zuzugreifen, würde danach wie folgt aussehen: http://beispielbrack.dyndns.org:5000

Überwachungsmodus  und -zeitplan einstellen

Nun seid Ihr soweit, dass Ihr die Kamera konfigurieren könnt. Im Systemmenü der DiskStation gibt es das Programm „Surveillance Station“. Dieses Programm werdet Ihr immer gebrauchen, wenn Ihr auf die Kamera zugreifen wollt. Startet Surveillance Station und beginnt mit dem Hinzufügen Eurer Kamera. Falls Surveillance Station Eure Kamera nicht auf Anhieb selber findet, gebt in der Suche die IP-Adresse der Kamera ein (nicht vergessen, dieser eine fixe interne IP-Adresse zu vergeben). Ist die Kamera hinzugefügt, könnt Ihr alles Mögliche einstellen: von der Zahl der Bilder pro Sekunde bis hin zur bewegungsaktivierten Aufnahme, falls sich jemand in einem bestimmten Bereich und eine bestimmte Zeitlang bewegt.

 

Mehrere Kameras anschliessen

Habt Ihr euch mit der ersten Kamera ausgetobt und alles nach Euren Wünschen eingestellt, möchtet Ihr bestimmt auch noch eine zweite oder dritte Kamera hinzufügen. Denn Ihr könnt bis zu 36 Kanäle besetzen. Eine Kamera könnt Ihr immer aktivieren und verwenden. Wollt Ihr mehr als eine Kamera mit Surveillance Station verwenden, müsst Ihr eine Kameralizenz erwerben. Diese könnt ihr natürlich bei uns im Online-Shop bestellen. Überprüft aber zuerst, wieviele Kameras eure DiskStation maximal unterstützt.

Fazit

Mich überrascht, wie schnell und einfach man mit einer DiskStation und einer Kamera sein Heim unter Überwachung stellen kann. Und das noch zu einem günstigen Preis. Richtig cool wird es ja erst, wenn man mit seinem neuen Smartphone oder Tablet von egal wo auf der Welt auf diese Kameras zugreifen kann. Für Android oder iOS stellt Synology passende Apps dafür bereit. Habt Ihr noch kein solches Gerät? Worauf wartet Ihr noch. Also Hunde, Katzen und EheEinbrecher :-) aufgepasst: Ihr werdet beobachtet.

 Mehr über die Surveillance Station findet Ihr beim Hersteller.

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