Roboter bauen für jedermann

Der Lego NXT 2.0 bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten einen Roboter zu bauen. Die meisten werden sich jetzt denken, dass sie schon seit längerer Zeit aus der Zielgruppe von Lego herausgewachsen sind. Dieses Set bietet allerdings genügend Herausforderungen, auch für die technisch Versierten. Mit der beiliegenden Software lassen sich Programme einfach nach Baukastenprinzip zusammenstellen. Für Profis existieren unzählige, weitere Programme und Schnittstellen. Zur Erweiterung der Funktionen kann der NXT mit diversen zusätzlichen Sensoren ergänzt werden.

Das Experiment

Wie wäre es, einen Roboter zu bauen, der Basketball spielt? Oder einer, der sogar meinen Job bei Brack übernimmt? Da beginne ich doch zuerst bei etwas grundlegenderem und arbeite mich weiter nach oben. Einen Roboter mit dem die Besucher im Showroom ein bisschen spielen können, das wäre doch was. Das Ziel scheint zwar etwas weit gefasst, aber genaue Definitionen schränken doch nur die Freiheiten beim Lego-Bauen ein.

Zuerst darf ich endlich wieder einmal eine Kiste mit neuen Legos aufmachen. Was es da alles drin hat. Da kommen gerade wieder Kindheitserinnerungen hoch. Eigentlich stellt man sich doch als Ausgangspunkt die Frage nach dem Vorgehen. Will ich arbeiten wie ein Ingenieur und zuerst alles planen bevor mit dem Bau begonnen wird? Nein das will ich nicht, denn es handelt sich doch immer noch um Lego und der Spass soll im Vordergrund stehen. Darum am besten einfach mal darauf los bauen und abwarten was herauskommt.

Die Bauphase

Damit der Roboter auch sicher steht, ist eine solide Basis wichtig. Natürlich gehört dazu auch der Antrieb. Das Set beinhaltet drei Motoren, so scheinen mir Raupen das einfachste Bewegungsmittel um sämtliche Richtungen auf der Ebene abzudecken. Nach einigem Ausprobieren steht dann auch die erste Variante des Bewegungsapparates.

 

 

 

Der NXT soll auch irgendwie darauf befestigt werden. Dies stellt sich allerdings als gar nicht so einfach heraus, da die meisten Befestigungsmöglichkeiten bereits zur Stabilisierung der Basis verwendet wurden. Na gut, dann halt wieder einige Verbindungen auftrennen und die nächsten Teile befestigen. Jetzt fehlen noch die Sensoren und die erste Version ist fertiggestellt.

 

 

 

Es wäre doch aber keine richtige Lego-Konstruktion, wenn nach der vermeintlichen Fertigstellung und den ersten Tests nicht bereits wieder diverse Änderungen vorgenommen werden müssten. Natürlich bleiben auch mir diese Anpassungen nicht erspart. Der ganze Roboter hat eine zu steile Neigung nach vorne und die Basis wackelt zu stark. Also die Verbindung zwischen NXT und Motoren nochmals lösen, die Basis ein bisschen begradigen sowie zusätzlich stabilisieren und schon sieht die Sache viel besser aus. Man gebe noch einen Roboterarm dazu, der eine Winkbewegung ausführen kann und fertig ist die Konstruktion.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

360-Grad-Ansicht des NXT

 

Das Programm

Damit die Besucher nun auch mit dem Roboter spielen können, muss natürlich noch ein Programm her, welches die Sensorwerte in Bewegungen oder Ausgaben ausdrückt.

Dazu schaue ich zuerst die Möglichkeiten des Programms an und sammle Ideen für Funktionen:

  • Fahren bzw. Drehung
  • Sprechen
  • Anzeige auf dem Display
  • Blinken mit LEDs
  • Winken

Da der Roboter zwei Drucksensoren und einen Ultraschallsensor besitzt, werden die möglichen Funktionen aufgeteilt und kombiniert. So kann der Benutzer die Drucksensoren betätigen oder sich in einem bestimmten Abstand zum Ultraschallsensor begeben und damit eine Aktion auslösen.

Nach einigem Überlegen sind folgende Kombinationen entstanden:

  • Ultraschallsensor –> Sagt „Hello“, Display: „Willkommen im Brack Showroom“ und winkt
  • Drucksensor vorne –> Sagt: „Thank you“, blinkt mit LEDs, fährt vor-, und dann rückwärts
  • Drucksensor hinten –> Sagt: „Hooray“, winkt, fahrt rück- und vorwärts

Fazit

Das Set bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um einen Roboter zu konstruieren. Die vielen vorhandenen Lego-Teile ermöglichen besonders kreative Konstruktionen und können beliebig mit dem Lego Technics Sortiment ergänzt werden. Bei der Konstruktion vergeht die Zeit wie im Fluge und so manche Stunden können damit ausgefüllt werden. Am Schluss ist nach der langen Arbeit die Freude umso grösser, wenn der Roboter erwacht und seiner Aufgabe nachkommt. Lego NXT ist ein idealer Einstieg in die Welt der Roboter und kann doch so manchen fortgeschrittenen Bastler herausfordern.

Wie weiter?

Nun brauchte unser kleiner Freund noch einen Namen, damit man auch nach ihm rufen kann, sollte er wieder mal eine Dummheit im Kopf haben. Wir haben fleissig Ideen gesammelt und anschliessend eine interne Umfrage gestartet. Unser neues Team-Mitglied hört zukünftig auf den Namen Nummer 5.

In Kürze ist der quirlige Roboter im Brack-Showroom zu bestaunen.

Viel Spass beim Werkeln mit dem NXT. Fragen werden jederzeit gerne beantwortet.

 

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2       Kommentare Geposted von Fabian.Byland

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