360 Grad zum Aufstecken

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Die Insta 360 Nano ist eine aufsteckbare Kamera für die iPhone-Modelle 6(S)/6(S) plus/7/7 plus. Sie nimmt 360-Grad-Videos und –Fotos bis zu einer Auflösung von 3K auf – auf Wunsch sogar direkt ab Telefon mit Live-Übertragung ins Internet – und ist ab sofort demnächst wieder bei BRACK.CH ab Lager lieferbar. Wir haben sie für den Blog ausprobiert.

Anstecken, aufnehmen, teilen – oder live streamen

13494817_997735220280840_3801715136794533120_nAngesteckt an den Lightning-Anschluss des iPhones startet automatisch die zugehörige iPhone-App. Ausserdem lädt sich dadurch der Kamera-Akku auf. Beim Aufnehmen halte ich das iPhone deshalb tatsächlich verkehrt herum. Wer ohne Echtzeit-Vorschau auskommt, kann mit der Insta360 Nano über die Auslösertaste auch abgekoppelt vom iPhone Fotos und Videos aufnehmen. Das Gerät nimmt sphärische Panoramabilder und -Videos bis zu einer Auflösung von 3040 mal 1520 Pixeln bei einer Bildrate von 30 Frames pro Sekunde auf. Gespeichert werden die Aufnahmen auf einer microSD-Karte oder auf dem telefoninternen Speicher. In der App lassen sie sich betrachten und auf diversen Social Networks teilen. Spannend: Wer die entsprechenden YouTube-Einstellungen im Voraus tätigt (siehe Videotutorial unten), kann von der Insta 360 Nano sogar 360-Grad-Video live ins Internet streamen, ohne dass dabei – wie das bei ähnlichen 360-Grad-Kameras derselben Preisklasse der Fall ist – ein Computer angeschlossen sein muss.

Lieferumfang, Verfügbarkeit und Preis

Die Insta 360 Nano (im Shop ansehen) kostet 229.– Franken. Im Lieferumfang befinden sich nebst der Kamera ein Micro-USB-Kabel, eine Tasche zum Schutz der beiden Linsen sowie Anleitungen. Praktisch: Die Kartonschachtel dient gleichzeitig als Virtual Reality-Brille nach dem Vorbild Google Cardboard. Durch die Brille betrachtet kommen die 360-Grad-Aufnahmen am besten zur Geltung. Die zugehörigen Apps und Software zum Bearbeiten der Aufnahmen an einem Computer lassen sich gratis ab der Hersteller-Website herunterladen.

Beispielaufnahmen

Auf dem Desktop-Computer könnt Ihr mit der Maus in den Bildern und Videos navigieren; auf Mobilgeräten schaut Ihr Euch in den Bildern und Videos mittels Kippen und Drehen des Geräts um.

Grills in unserem Showroom

Rund um unseren Hauptsitz

Bahnhof Zürich-Tiefenbrunnen

Mühle Tiefenbrunnen

Lego Technic in unserem Showroom

Ein Spaziergang durch die Mühle Tiefenbrunnen

Mägenwil an einem schönen Sommertag

Mal etwas anderes und ohne 360-Grad-Kontrollen: die Kameraaufnahme am Zürcher Hauptbahnhof mit der Little-Planet-Funktion nach YouTube exportiert

Persönliches Fazit

Die Insta 360 Nano ist mittlerweile die vierte 360-Grad-Kamera, die ich testen darf. Punkto Bildqualität finde ich die Ricoh Theta S und die Samsung Gear 360 etwas besser (Video und Foto). Bezüglich Sound muss sie sich insbesondere der Gear 360 (Stereo) und der LG 360 Cam (5.1-Kanal-Audio) geschlagen geben. Sie ist aber – auch das gilt es in Betracht zu ziehen – ein bisschen günstiger als die genannten Konkurrentinnen.

In mehreren Punkten hebt sie sich ab gegenüber Samsung Gear 360, LG 360 Cam und Ricoh Theta S: Zum einen ist sie die einzige der vier, die direkt auf ein iPhone (und nur bestimmte iPhones, eine Version für Android ist in Planung) aufgesteckt wird. Das bringt diverse Eigenarten mit sich: Die erste davon ist ziemlich cool. Stecke ich die Cam zum ersten Mal an den Lightning-Anschluss, fordert das iPhone auf, die zugehörige App aus dem Store zu laden. So einfach funktioniert die Inbetriebnahme bei keiner der anderen getesteten 360-Grad-Cams!

Das iPhone halte ich meist in der Hand. Das heisst, ich bin immer auf den Aufnahmen mit drauf. Das heisst auch, dass ich nicht ohne Weiteres ein Stativ verwenden kann, was sich spätestens als Übelkeit beim Betrachten von leicht verwackelten 360-Grad-Videos über die mitgelieferte VR-Brille bemerkbar macht. Zumindest muss ich so lange meinem Narzissmus frönen, bis ich mir auf dem 3D-Drucker einen passenden Standfuss produziere – oder die Halterung mit Stativgewinde auf den Markt kommt (bei BRACK.CH vorbestellen). Weitere Zubehörteile sind vom Hersteller angekündigt, wie etwa diverse Mounting Kits zum Montieren der Kamera auf einem Helm, einem Autodach oder einem Skateboard, sowie ein Schutzgehäuse für Unterwasseraufnahmen. Das wird den Nutzwert der Kamera noch einmal beträchtlich erhöhen.

Was auch besonders ist: Die Kamera passt ausschliesslich zu den iPhones 6, 6 plus, 6S und 6S plus. Alle anderen verfügen nicht über die Gehäuseabrundung, für die die Insta 360 Nano passgenau hergestellt worden ist – ich als 5S-Besitzer privat kann das Modell deshalb nicht mit vollem Potenzial nutzen. Ausserdem soll Apple am 7. September ja ein neues iPhone-Modell vorstellen. Ob die Nano dort draufpasst ist noch unklar.

Dass sich die Produktverpackung als Cardboard-VR-Brille nutzen lässt, finde ich ziemlich pfiffig.Was sie wirklich einzigartig macht ist, dass sie 360-Grad-Video (maximal 1440p bei 30 Frames pro Sekunde) live ins Internet streamen kann. Lediglich das YouTube-Videostreaming-Event muss man am Desktop vorher einstellen (dabei unbedingt das 360-Grad-Flag anwählen). Ich musste mehrere Male herumprobieren und im Internet suchen (die Doku des Herstellers ist sosolala), aber es funktionierte am Schluss wirklich prächtig. Die damit zu erreichende Bildqualität ist allerdings mässig. Die Kollegen von DayDeal haben das anlässlich einer Party bereits ausprobiert: Hier könnt Ihr den Mitschnitt anschauen:

Was auch noch zu erwähnen ist: Der Hersteller ist recht fleissig mit Updates der iOS-App und der Kamera-Firmware. In der aktuellen Firmware 1.43_0176 ist zum Beispiel ein Timer zum verzögerten Auslösen dazugekommen. Dafür dünkt mich die die allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit etwas langsamer als vor dem Update. Etwas, das wir dem Hersteller bereits gemeldet haben und vermutlich mit einem der nächsten Updates wieder korrigiert wird. 

Abgesehen davon hat es jede Menge Spass gemacht, mit der Insta 360 Nano unterwegs einige Fotos und Filme zu schiessen, diese auf dem Smartphone oder mit der in die Verpackung integrierten VR-Brille anzuschauen und über Facebook und YouTube zu teilen. Ich bin überzeugt, dass die momentan günstigste 360-Grad-Kamera in unserem Sortiment seine Liebhaber finden wird. Sie ist aber auch praktisch – besonders für lustige Gruppen-Selfies mit Rundumsicht oder an Events, zum Beispiel. 

Unser Produktmanager stellt das Gerät vor

Herstellervideos

Tutorial Bedienung

Tutorial Livestreaming


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1       Kommentar Geposted von Daniel Rei

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1 bezieht sich auf "360 Grad zum Aufstecken"

  • Daniel says: