Roomba 960 – gründlich und pflegeleicht

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Der iRobot Roomba 960 ist das neuste Modell der im Februar erfolgreich lancierten 900er-Serie und bietet tolle Features. Dank der Kamera- und sensorgestützten Funktion «iAdapt 2.0» navigiert er effizient durch die Wohnung. Nach 75 Minuten fährt er automatisch zur Dockingstation, lädt sich auf und kehrt dann an den Ort des Geschehens zurück. Im Vergleich mit vorherigen Roomba-Generationen reinigt er mit dem «Aeroforce»-Reinigungssystem noch gründlicher auf Teppich-, Platten-, Parkett- sowie Laminatböden, und dank der kostenlosen App ist die Bedienung des Geräts ziemlich einfach. Wir durften mit dem Roomba 960 auf Probefahrt gehen.

Unboxing

In der Schachtel unseres Testmodells findet sich nebst dem Hauptgerät eine zusätzliche Box mit Kabel, Ersatzfilter sowie -bürste und virtueller Wand (bei unserem Testgerät sind es zwei, bei der Verkaufsversion wird nur eine davon enthalten sein). Toll: Die Batterien für die Lichtschranke sind ebenfalls bereits im Lieferumfang enthalten. Besonders gut geschützt ist die Ladestation. Die Anleitung (bei unserem Testgerät auf Englisch und Französisch) findet sich unter dem Gerät. Auf der Rückseite des Geräts ziehe ich die beiden gelben Schutzlaschen aus dem Gerät.

Inbetriebnahme

Auf der ersten Seite der Anleitung steht, ich solle mir die kostenlose App herunterladen (iOS/Android). Das ist enorm hilfreich, denn die App führt mich durch den gesamten Inbetriebnahmeprozess. Ich schliesse also die Ladestation an, stelle die Verbindung mit dem WLAN her und gebe ihm einen Namen. Das funktioniert alles auf Anhieb in meinem Versuch.

Betrieb

Einen Reinigungsgang zu starten ist ebenfalls einfach. Entweder ich drücke die «CLEAN»-Taste auf dem Saugroboter oder deren virtuelle Entsprechung in der App, und schon geht’s los. Über die Zeitplanung kann ich regelmässige Reinigungsgänge programmieren, zum Beispiel montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr – wenn ich eher nicht zuhause bin. Die App lässt einige weitere Feineinstellungen zu. Das bei diesem Modell mitgelieferte, batteriebetriebene Zusatzgerät namens «virtuelle Wand» errichtet eine kreisförmige oder schnurgerade Infrarotbarriere, durch deren Hilfe ich Bereiche, in denen der Roboter nicht saugen soll, ausschliessen kann.

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Wartung

Erstaunlicherweise ist der Staubauffangbehälter bereits nach einer Durchquerung unseres Büros voll. Das liegt weniger an den Abmessungen des Behälters als an unserem Büroteppich. Jedenfalls zeigen sowohl das Gerät als auch die App an, wenn es soweit ist. Zum Glück enthält die App ein kurzes Video zur Wartung des Geräts, bei dem mir gezeigt wird, wie ich mit wenigen Handgriffen den Auffangbehälter leere, den Filter wechsle oder die Seitenbürsten und Laufrollen reinige.

Der Dani-Test

Dani isst zwischendurch mal eins der Biscuits, die die Gspändli dem Redaktionsteam immer wieder vorbeibringen.
Die Folgen der Nascherei: Nebst den Auswirkungen auf das Wiegeergebnis haben einige Krümel den Boden gefunden. Kein Problem für den iRobot Roomba 960.

Fazit: eine saubere Sache!

Ich durfte bereits 2007 für die «Focus Week» von BRACK.CH (so etwas wie der Vorläufer dieses Blogs) eines der früheren Roomba-Modelle testen und fand es ganz nett. Daheim werkle ich trotzdem immer noch mit einem normalen Staubsauger, manuell, mit auswechselbaren Staubbeuteln – in der zur Zeit des Tests andauernden Schwülhitze nicht immer ein Spass. Das Reinigen des Redaktionsteppichs hat mit dem Roomba 960 nichtsdestotrotz Freude gemacht. Die Inbetriebnahme hat – was man nicht von jedem Testgerät sagen kann – auf Anhieb funktioniert; mit der App schicke ich den Roboter gerne auf «Saugtour». Dank seiner Sensoren und dem Bumper entdeckt und umfährt das Gerät Hindernisse.

Behälter leeren

Ist der Schmutzbehälter voll, signalisieren das sowohl das Gerät als auch die App. Um den Behälter zu leeren, brauche ich den Roomba 960 nicht einmal hochzuheben oder umzudrehen. Viel ekliger als bei einem Staubbeutelwechsel ist das Prozedere beim Roomba also auch nicht. Es ist eher eklig, wieviel Dreck der Roboter auf unseren eigentlich regelmässig gesaugten Böden gefunden hat ;-)

Navigation

Mit am Boden liegenden Kabeln kam das Gerät verhältnismässig gut zurecht. Was es nicht so mochte, waren unsere Schreibtisch-Fahnen. Da kann ich aber eine der virtuellen Wände (Lichtschranken) davor stellen. Nur ein einziges Mal musste ich den Roomba 960 befreien, als er sich unter dem Monitorwagen verfangen hat: Darunter hinein kam er noch, raus nicht mehr. Was ich zudem gerne gemacht hätte via App: den (an sich zuverlässigen) «Autopiloten» ausschalten und das Gerät wie ein RC-Auto zu den gröbsten Staubmäusen lotsen zu können. Das geht leider nicht. Er reinigt den ganzen Raum gründlich nach seinem Algorithmus, und wenn er am einen Ende des Raums beginnt und der grösste Schmutz am andern Ende des Raums liegt, dann bleibt dieser halt noch ein Weilchen liegen. Es gibt jedoch die (von uns nicht getestete) Spot-Funktion, bei der ich das Gerät direkt über einer besonders schmutzigen Stelle absetze. In diesem Modus bewegt sich der Roomba 960 spiralförmig vom Absetzpunkt weg, so dass er möglichst gründlich alle Partikel aufnehmen kann. Dafür war Roombas Verhalten beim Überfahren diverser Schwellen zwischen Teppich- und Plattenböden oder beim Erkennen des Abgrunds in unserem Treppenhaus ohne Tadel.

Überraschungen

Etwas, das mich positiv überrascht hat: Es mag mein subjektives Empfinden sein, aber das Gerät ist verhältnismässig leise im Betrieb! Ich hatte mir das einiges lauter vorgestellt – mein heimischer Staubsauger ist sehr laut. Witzig: Ich kann über die Funktion «Roomba suchen» ähnlich wie bei einem Schlüsselfinder via App auf dem Gerät einen Ton abspielen lassen, falls ich den Roomba in der 400-Zimmer-Villa (?) nicht auf Anhieb wiederfinden sollte. Das hat mein Normalo-Staubsauger ebenfalls nicht drauf.

Soll ich, soll ich nicht ..?

Letztlich hat diese Technik meiner Meinung nach in den letzten neun Jahren enorme Fortschritte gemacht, und ich würde dem Roomba 960 eine tägliche Tour durch die Wohnung anvertrauen. Wir kommen aber vermutlich trotzdem nicht umhin, die Wohnung (je nach persönlichem Schmutzempfinden) alle zwei, drei Wochen gründlich von Hand zu putzen. Aber täglich rasch den Roomba über die Böden zu jagen sorgt schon einmal dafür, dass wir beim regelmässigen Wohnungsputz gar nicht mehr so viel Staub entfernen müssen.

Im Shop

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Der iRobot Roomba 960 ist ab sofort in unserem Onlineshop ab Lager erhältlich. Dort findet Ihr auch sämtliche technischen Daten zu diesem Gerät. Im Lieferumfang finden sich nebst dem Roomba 960 die Home-Base-Ladestation, ein Netzkabel, ein Ersatzfilter, eine zusätzliche Seitenbürste sowie eine Dual-Mode-Virtual-Wall inklusive Batterien. Das Komplettpaket zum sofort Loslegen kostet 879.– Franken.

> iRobot Roomba 960 auf BRACK.CH ansehen/kaufen

Alle anderen Roomba-Modelle in unserem Onlineshop findet Ihr beim Klick auf diesen Link. Wer die verschiedenen Modelle vergleichen möchte, kann auch auf dieser Tabelle nachsehen (PDF). Ein Test zum grossen Bruder Roomba 980 findet Ihr etwa in Martins Blog. Oder sucht Ihr statt Roomba Goomba? ;-)

Boni

Eine zehnminütige Testfahrt auf dem Roomba 960 mit Rundumsicht unseres Redaktionsbüros, viel Spass ;-)

Und hier der berühmte Jingle, den Roomba abspielt, bevor er mit Reinigen loslegt (eigene Aufnahme):


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1       Kommentar Geposted von Daniel Rei

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  • Daniel Rei
    Daniel Rei says:
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