Im Test: Dyson Pure Cool Tower

Nicht für alle ist die heisse Jahreszeit gleich schön: Jetzt im Frühsommer heizt die Sonne Wohnungen und Büros tagsüber ziemlich auf. Vereinzelt gab es auch schon Tropennächte. Zusätzlich ist die Pollenbelastung im Moment in grossen Teilen der Schweiz hoch. Vor allem, wer auf bestimmte Gräser allergisch reagiert, erlebt momentan eine tränenreiche Zeit. Und wer in der Nähe von jemandem wohnt, der mit Holzkohle grilliert, der atmet dann wohl öfters erhöhte Mengen Feinstaubs ein.

Dyson hat ein Gerät auf den Markt gebracht, das Luftreiniger und Ventilator in einem ist. Die neuste Generation des Dyson Pure Cool filtert die Raumluft von Kleinstpartikeln, Gasen oder Gerüchen und verteilt saubere, kühle Luft im ganzen Raum. So weit, so gut – doch was taugt das Premiumgerät? Der Hersteller hat uns für unseren Test leihweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt.

Das Gerät im Überblick

  • Luftreinigung: Das Gerät misst permanent über drei Sensoren die Luftqualität und filtert dank HEPA- und Aktivkohlefilter allerlei Schadstoffe aus der Umgebungsluft: Feinstaub (Pollen, Bakterien und Pilzsporen, Tierhaare, Industrieabgase/Russ, noch feinere Partikel, flüchtige organische Verbindungen, wie sie in Reinigungsmitteln und Duftkerzen vorkommen, Formaldehyd aus Teppichen und Fussböden, Treibhausgase und Stickstoffdioxid aus Kochdämpfen). So hilft es auch gegen schlechte Gerüche.
  • Luftzirkulation: Der Dyson Pure Cool verfügt über die Air-Multiplier-Technologie, die die gereinigte Luft in Form eines einstellbar starken Luftstroms im Raum verteilt. Das Gerät kann sich um maximal 350 Grad drehen; der Oszillationswinkel lässt sich mehrstufig einstellen.
  • Smarte Funktionen: Das Gerät lässt sich mittels einer Fernbedienung, einer Smartphone-App («Dyson Link») oder via Alexa-Sprachsteuerung kontrollieren und steuern.
  • Design: Wie jedes Gerät von Dyson überzeugt auch dieses Gerät durch sein einzigartiges, leicht futuristisches Design, das es von allen anderen Luftreinigern und Ventilatoren abhebt. Das ist keins dieser Elektrogeräte, die man am liebsten ausserhalb des Blickfelds haben möchte. Der Dyson Pure Cool ist als Tower- und Desk-Variante und in zwei Gehäusefarben erhältlich. Dadurch passt das Gerät in jede moderne Inneneinrichtung.

Quellen für Luftverschmutzung © Dyson

Unser Test

Inbetriebnahme

Das haben wir Euch vor einigen Wochen schon in unserer Instagram-Story gezeigt: Die Installation ist ziemlich einfach. Achtet beim Auspacken darauf, den über einen Meter hohen Dyson Pure Cool Tower nur an der Basis, nicht am Ring hochzuheben.

Der Tower steht relativ kippsicher, dennoch solltet Ihr vielleicht eher zum Tischgerät greifen, falls Kleinkinder oder grössere Haustiere in der Nähe des Geräts herumtollen. Nach dem Aufstellen – nicht zu nah an Wände oder Möbel, damit die Luft gut zirkulieren kann – setzt Ihr zuerst die zwei kleineren Aktivkohle-, dann rundherum die zwei Glasfaser-HEPA-Filter ein. Prima: Die sind so gestaltet, dass man sie praktisch nicht falschherum einsetzen kann. Das Netzteil ist etwas klobig; schaut einfach, damit keine anderen Anschlüsse auf der Steckdosenleiste zu verdecken. Dann nur noch einschalten, und schon läuft das Gerät.

Bild: Joseph Khakshouri © Dyson

Steuern könnt Ihr die meisten Funktionen über die mitgelieferte Fernbedienung. Um zum Beispiel auch Luftqualitätsveränderungen im zeitlichen Verlauf zu begutachten oder das Gerät in Euren bevorzugten Modi zeitgesteuert ein- und auszuschalten, installiert Ihr die kostenlose App auf Euer Smartphone oder Tablet. Diese koppelt Ihr innerhalb weniger Minuten mit Eurem Dyson Pure Cool und Eurem Wifi-Netzwerk. Das funktioniert in unserem Test auf Anhieb. Kleiner Tipp: Zum Verbinden benötigt Ihr Euer WLAN-Passwort. Falls Ihr das nicht auswendig kennt, sucht es Euch doch vor dem Kopplungsvorgang heraus und haltet es bereit.

Betrieb

Fernbedienung

Die Bedienung via Fernbedienung und besonders die App ist pure Freude. Das Gerät reagiert schnell auf die Steuerbefehle. Ich kann die Lüfterstufe einstellen, den Drehwinkel, den Modus (nur reinigen – besonders im Winter, wenn die Feinstaubbelastung höher ist und man sich keine kalte Luft anblasen möchte – oder reinigen und lüften), Timer-, Automatik- und Nachtmodi. Via App klappt das sogar übers Internet (während des Tests habe ich aus Willisau das Gerät im Büro in Mägenwil eingeschaltet). Auch wenn man nicht daran umhantiert, ist der Dyson Pure Cool die ganze Zeit beschäftigt: Das Gerät überwacht permanent die Luftqualität im Raum, in dem es steht. Dazu misst es Temperatur und Luftfeuchtigkeit und prüft die Konzentration von Feinstaub-Partikeln und Gasen in der Atemluft. Mit der Fernbedienung lassen sich die Messkurven im LC-Display auf dem Gerät durchschalten. Die Daten werden auch in der App angezeigt. Die App zeigt zusätzlich die Werte der Aussenluft an, die sie sich übers Internet beschafft (dass die App Mägenwil nicht kennt, nehmen wir ihr nicht übel. Das kennen wir schon von Facebook her – nehmen wir halt Mellingen).

Display am Pure Cool Desk © Dyson

Dyson Link App

Zum Betriebsgeräusch: Im Reinigungsmodus ist das Gerät beinah lautlos. Im Modus Reinigen und Lüften ist der Luftstrom schon zu hören, vor allem auf den höheren Stufen 8 bis 10. Auf der höchsten Stufe werden aber auch erfrischende 300 Liter gereinigter Luft pro Sekunde durch das «Air Multiplier»-System geblasen – das muss man sich mal vorstellen. In einem eher leisen Raum wie unserem Redaktionsbüro findet man am besten einen Kompromiss zwischen Leistung und Lautstärke. Stufe vier hat sich nicht schlecht bewährt: Wir können uns noch prima konzentieren oder ein Gespräch in normaler Lautstärke führen. Wer das Gerät im Schlafzimmer nutzt, kann einen besonders leisen Nachtmodus aktivieren. Praktisch: Dann wird auch die Helligkeit des Displays automatisch gedimmt.

Leistung: Zur Leistung der Luftreinigung können wir nicht viel sagen, weil wir keine andere Sensoren haben. Wenn wir den Sensoren des Pure Cool vertrauen, haben wir im Büro stets recht saubere Luft. Die Kühlleistung bei zugeschaltetem Air Multiplier erachten wir als sehr gut. Wie gut der Dyson Pure Cool Tower bei der Geruchsbekämpfung hilft, wollten wir mittels eines kleinen Tests herausfinden.

Belastungstest

Manchmal geht man ja echt weit, um etwas zu beweisen. Das war einerseits ein Belastungstest für den Pure Cool, andererseits für die Redaktionsnasen … Wir haben den Dyson Pure Cool Tower auf Automatik gestellt und dann ein richtig schön penetrantes Deo in der Nähe des Geräts versprüht. Was dann geschah, seht Ihr in diesem Video:

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Die Luft war gemäss den Anzeigen auf dem Dyson-Gerät in Kürze wieder von flüchtigen organischen Verbindungen und Feinstaub gesäubert; bis der Geruch verschwunden ist, ging es einige Minuten länger. Wie dem Diagramm unten in der Dyson Link App zu entnehmen ist, stellte das Gerät kurzfristig auf höchste Leistung.

Wartung

Zu pflegen gibt es am Dyson Pure Cool eigentlich nichts. Abstauben mit einem trockenen Tuch reicht eigentlich. In der App gibt es eine Anleitung, wie man Blockierungen im Luftweg entfernt.

Allerdings nutzen sich die Filter mit der Zeit ab: Immer mehr Schwebeteilchen sammeln sich an, die Filter verstopfen, dadurch sinkt die Reinigungskraft. Der Dyson Pure Cool erinnert über die Flüssigkristallanzeige am Gerät oder die App daran, wenn ein Filter ersetzt werden muss. Gemäss Datenblatt des Herstellers ist das nach 4382 Stunden der Fall. Das entspricht ungefähr einem Jahr, wenn das Gerät zwölf Stunden pro Tag in Betrieb ist. Verbrauchte Filter lassen sich im normalen Hauskehricht entsorgen. Neue Filter gibt’s zum Beispiel beim Hersteller für um die 60, 70 Franken. Nach Einsetzen der neuen Filter muss der entsprechende Zähler zurückgesetzt werden.

beide Filtertypen

2× 2 Filter

Von Zeit zu Zeit veröffentlicht Dyson Updates zur Smartphone-App und zur in Gerät integrierten Firmware. Das kann man aber beides auf Automatik stellen. Während eines mehrminütigen Firmware-Updates stehen bestimmte Funktionen am Gerät und in der App nicht zur Verfügung.

Firmware beim Updaten

Fazit

Der von uns getestete Dyson Pure Cool Tower ist in meinen Augen ein optisch ansprechendes, durchdachtes, funktionales Gerät, das den Aufenthalt in Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen angenehmer machen kann. Es lässt sich einfach bedienen – über die App sogar aus der Ferne – und benötigt kaum Wartung. Der Geräuschpegel fällt nicht negativ auf, und die Ventilationsleistung ist mehr als ordentlich. Dank der einstellbaren Drehfunktion wird die gereinigte Luft schön im ganzen Raum verteilt. Die Verarbeitung des Geräts macht einen sehr guten Eindruck. Mir persönlich gefällt auch das moderne Gehäusedesign sehr gut – für einen Luftreiniger, den man aus Effizienzgründen eben gerade nicht in die Ecken oder hinter Möbel stellen soll, sicherlich von Vorteil! Details, wie etwa, dass die Fernbedienung bei Nichtgebrauch magnetisch am Gerät angebracht werden kann, gefallen mir natürlich besonders. Mit den Programmierungen ist die App nicht nur fancy Internet-of-Things-Beigemüse, sondern nützliche Ergänzung. Wer mit dem Kauf eines Dyson Pure Cool liebäugelt, wird es sich aufgrund des gehobenen Preises sicher zweimal überlegen. Sucht man «nur» einen starken Ventilator, kommt man sicherlich günstiger weg. Wer Jahr für Jahr unter Heuschnupfen und ähnlichen Pollenallergien leidet und eine Kombination aus Luftreiniger und Ventilator sucht, der investiert sein gutes Geld in dieses ausgereifte und attraktive Produkt – und wird begeistert sein.

Fernbedienung haftet magnetisch

Im Shop

Den Dyson Pure Cool gibt es als «Tower»- und als «Desk»-Version in den Farben Weiss und Schwarz. Die Tischversion kostet 649.–, die Turmversion 699.– Franken. Alle Modelle sind bei BRACK.CH ab Lager lieferbar. Ein Klick aufs jeweilige Bild bringt Euch direkt zum Produkt in unserem Onlineshop:

Pure Cool Tower, weiss Pure Cool Tower, schwarz
Pure Cool Desk, schwarz Pure Cool Desk, weiss

 

Apps und Sprachsteuerung

Die «Dyson Link»-App gibt es für iOS und Android. Zur Sprachsteuerung über Alexa gibt es einen entsprechenden Skill in englischer und deutscher Sprache.

Videoanleitungen

Auf der Website von Dyson gibt es Videoanleitungen zu den wichtigsten Vorgängen. Eventuell ist eine Produktregistrierung notwendig.

zu Dyson.ch

 

Das Gerät wurde uns für die Dauer des Tests zur Verfügung gestellt. Wir danken Dyson herzlich dafür.


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0       Kommentare Geposted von Daniel Rei

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