Darwin’s Choice

«Darwin’s Choice» ist das erfolgreichste Kickstarter-Spiel der Schweiz. Es wurde von drei Zugern entwickelt. Das Start-up Treecer GmbH hat es geschafft, 190’000 Franken in nur 28 Tagen mittels Crowdfunding zu sammeln. Wir haben «Darwin’s Choice» gespielt.

Worum geht es?

Bei dem Spiel dreht sich alles um das Thema Evolution. Die Spieler kreieren mit verschiedenen Karten eigene Tiere. Diese können gehen, schwimmen, fliegen und klettern. Zudem sind sie hitze- oder kälteresistent. Auf den Karten ist auch ersichtlich, ob sie Fleisch-, Pflanzen- oder Allesfresser sind.

Hat der Spieler ein Tier kreiert, kommt es in eine von drei bis fünf Vegetationszonen, welche sich im Spielverlauf verändern. Das hat zur Folge, dass gewisse Tiere aussterben, weil sie sich nicht genug angepasst haben, zu wenig Nahrung haben oder von einem anderen Tier gefressen werden.

Je länger ein Tier überlebt, desto mehr Darwin-Punkte erhält der Spieler für seine Kreation. Stirbt ein Tier, bleibt dem Spieler nur ein einziger dieser Punkte übrig.

Sieger ist, wer bis zum Ende des Spiels am meisten Darwin-Punkte gewinnen konnte.

Wie das Spiel funktioniert

Das Spiel besteht aus sechs verschiedenen Kartentypen:

Vegetationszonen
Diese bestimmen die Nahrung und Voraussetzungen für Tiere. Vegetationszonen können ausgetauscht werden. Kann sich das kreierte Tier dann nicht anpassen, muss das Tier die Vegetationszone verlassen oder es stirbt.

Grosse Tierkarten
Karten mit Körper und Doppelbeinpaaren.

Kleine Tierkarten
Karten mit Köpfen, Schwänzen, Flügeln und Einzelbeinpaaren.

Ereigniskarten
Bringen in jeder Runde zusätzliche Elemente ins Spiel.

Übersichtskarten
Diese sorgen für einen besseren Überblick während des Spiels.

Zahlenkarten
Während 4 Runden soll ein möglichst starkes Tier kreiert werden.

Jeder Spieler zieht 10 Tierkarten

Zuerst werden der Spielerzahl entsprechend Vegetationszonen ausgelegt. Jeder Spieler zieht 10 Tierkarten. Danach werden vier Mal drei Phasen durchgespielt:

Aktionsphase
Jedem Spieler steht pro Runde eine Aktion und je Tierart eine Aktionsmöglichkeit zur Verfügung:

  • Der Spieler kreiert Tiere, indem er Handkarten ablegt. Das Tier muss mindestens einen Kopf und einen Körper haben. Die erschaffenen Tiere werden dann einer Vegetationszone hinzugefügt.
  • Ab der zweiten Runde kann der Spieler Tiere mutieren, indem er Karten wegnimmt, austauscht oder hinzufügt.
  • Nach der Mutation muss die Ernährung stimmen und die Voraussetzungen der Vegetationszone müssen erfüllt sein.
  • Die Tiere werden in eine andere Vegetationszone geschoben.

Die Aktionsphase endet, sobald kein Spieler mehr in der Lage ist, etwas auszuführen.

Danach folgt die Wertungsphase:
In dieser Phase wird kontrolliert, welche Tiere die Voraussetzungen der Vegetationszonen erfüllen. Tiere, die die Voraussetzungen nicht erfüllen, scheiden/sterben aus.

In der abschliessenden Wandelphase wird dann eine Ereigniskarte gezogen und neue Vegetationszonen werden ausgelegt. Danach darf jeder Spieler seine Handkarten wieder auf 10 auffüllen.

Nach vier Runden ist das Spiel fertig. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Darwin-Punkten.

Fazit

Das Spiel ist wirklich schön gestaltet und es macht Spass neue, lustige Tiere zu kreieren. «Darwin’s Choice» ist jedoch ein anspruchsvolles Spiel und richtet sich mehr an Kenner- als an Familienspieler. Die Anforderungen und Möglichkeiten sind eher komplex. Hinzu kommt noch die Spieldauer. Denn mit sechs Spielern dauert das Spiel vermutlich locker zwei Stunden.

Der angedachte Handel von Handkarten hat in unserer Gruppe nicht funktioniert. Da jeder das Spiel gewinnen wollte, gab es keinen Grund, sich auf einen Handel mit den Mitspielern einzulassen, damit sie bessere Karten erhalten.

Die Tiere benötigen ihren Platz. Ein grosser Spieltisch ist daher unerlässlich. Die Spielempfehlung, die Tiere pro Vegetationszone nach Angepasstheit zu sortieren, wurde zur Herausforderung.

Und zum Schluss benötigt man bei diesem Spiel auch ein Quäntchen Glück. Die Ereigniskarten und die wechselnden Vegetationszonen können den ganzen Plan zunichtemachen. Für Spieler, die Strategiespiele mögen und dabei ein bisschen Planungssicherheit benötigen, kann das Spiel zur richtigen Herausforderung werden.

Zur Spielanleitung

Wer keine Lust hat die Spielanleitung zu lesen, dem hilft das Regelerklärungsvideo weiter.

Im Shop

Das Spiel «Darwin’s Choice» gibt es bei uns im Shop ab Lager für 45 .– Franken.

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0       Kommentare Geposted von Stephanie Boksberger

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