Philips OneBlade – einer für alles

Der Name sagt’s bereits: Philips OneBlade ist ein akkubetriebenes Gerät, das mit derselben Klinge Bärte trimmt, stylt und rasiert. Es lässt sich trocken wie nass verwenden und nach Gebrauch unter fliessendem Wasser reinigen. Wir haben das mal ausprobiert.

Das Wichtigste in Kürze

Philips OneBlade im Eigenversuch ;-)

Und wie funktioniert das in der Praxis? Ich hab‘ mich für Euch unters (sich 200× pro Sekunde bewegende) Messer gelegt …

Erste Eindrücke

Der erste Eindruck des Geräts ist sehr gut. Der Philips OneBlade liegt gut in der Hand, hat ein angenehmes Gewicht und rutscht dank der gummierten und geriffelten Grifffläche nicht aus den Fingern. Die Verarbeitungsqualität würde ich als hoch bezeichnen und das Design in den Farben Schwarz, Silber und leuchtend hellem Giftgrün spricht mich an.

Nach dem Auspacken lade ich zuerst den integrierten (austauschbaren) Akku. Nach vier Stunden Ladezeit ist er vollständig geladen. Das zeigt mir eine kleine Leuchtdiode am unteren Ende des Geräts. Damit erreiche ich eine Akkulaufzeit von 60 Minuten.

Benutzung

Die Verwendung ist ziemlich einfach. Das Gerät hat einen Knopf zum Einschalten, sonst nichts. Wenn ich den betätige, dann beginnt das Schermesser, sich 200 Mal pro Sekunde zu bewegen, und ich kann damit beginnen, den Bart zu trimmen oder zu rasieren.

Zum Rasieren wird das Scherblatt mit der ganzen Fläche an der Haut angesetzt. Der Klingenkopf folgt den Konturen des Gesichts. Das beste Ergebnis gibt es, wenn Ihr gegen die Richtung rasiert, in der Eure Barthaare wachsen. Bei mir wachsen die in alle Richtungen. Das heisst, ich muss mal nach oben, mal nach unten, mal nach rechts und mal nach links rasieren.

Das funktioniert übrigens trocken wie nass. Wie bei einem Nassrasierer könnt Ihr sogar Rasierschaum/-gel verwenden.

Zum Konturieren nehmt Ihr eine der beiden Kanten des Scherblatts und setzt sie so wie im Bild an der Stelle auf, die Ihr konturieren wollt (bei mir als Brillenträger ist das dort, wo der Brillenbügel sitzt und ich keine Koteletten möchte).

Um Euren Bart auf eine gewünschte Länge zu trimmen, benutzt Ihr einen der mitgelieferten Kammaufsätze. So bekommt Ihr Stoppeln von einem, zwei, drei oder fünf Millimetern Länge, genau da, wo Ihr das wollt, und Ihr kreiert Euren eigenen, unverwechselbaren Look.

Reinigung und Klingenwechsel

Nach getaner Rasur OneBlade ausschalten, ggf. Kammaufsatz abnehmen und das Gerät einfach unter fliessendem, lauwarmem Wasser abspülen, danach trocknen lassen. Das ganze Gerät ist wasserdicht, Ihr könnt Euch sogar unter der Dusche den Bart trimmen (was ich persönlich unpraktisch finde, da ich keinen Spiegel in der Duschkabine habe)! Was Ihr nicht tun solltet ist, den OneBlade – wie vom Nassrasierer gewohnt – wiederholt gegen das Brünneli zu klopfen, um Härchen abzuschütteln.

Der Hersteller empfiehlt, die Klinge, respektive den Kopf mit dem Scherblatt, bei normaler Nutzung (Philips errechnet das mit zwei Vollrasuren pro Woche) etwa alle vier Monate auszutauschen. Über den auffälligen Entriegelungsschieber lässt sich der Klingenkopf einfach abnehmen. Und der neue ist schnell aufgesetzt. Wenn es «klick» macht, hat’s geklappt – falschherum geht gar nicht.

Persönliches Fazit

Auf diesen Test habe ich mich gefreut. Ich habe seit Jahrzehnten keinen elektrischen Folien- oder Rotations-Rasierer mehr verwendet. Jetzt darf ich hier in Gestalt des Philips OneBlade eine Art Hybrid-Gerät mit einem etwas anderen System testen. Das Gerät liegt gut in der Hand, das Scherblatt fühlt sich auf der Haut angenehm an und gleitet hervorragend über die verschiedenen Gesichtspartien. Das Schutzsystem gibt mir das sichere Gefühl, dass ich mich damit kaum blutig schneiden kann.

Meine Ergebnisse. Ich habe das Rasieren mit dem OneBlade trocken und nass ausprobiert. Wie zu erwarten erzielt der OneBlade bei der Nassrasur das bessere Ergebnis. Mit aufgetragenem Rasierschaum erkenne ich aber weniger gut, wo ich bereits rasiert habe und wo ich nochmals darüberfahren muss. So glatt wie bei einer klassischen Rasierklinge für Nassrasur (Marke «Babypopo») wird’s allerdings trotzdem nicht – kann man auch nicht erwarten, ausserdem gehören genau diejenigen zur Zielgruppe des Geräts, bei denen das Gesicht ja gewünscht nicht komplett glattrasiert aussehen soll. Die Trockenrasur geht gut von der Hand und bietet ein fast so gutes Ergebnis. Und keine Hautreizung danach. Weil meine Haare in alle Richtungen wachsen, muss ich über einige Stellen mehrfach in verschiedenen Richtungen drübergleiten – einfach gegen den Strich, da werde ich aber mit jeder Rasur schneller. Zusätzlich kann ich, wenn ich den OneBlade-Scherkopf um 90 Grad rotiere und nur die Kante an die Haut setze, präzise Konturen schneiden. Auch die Reinigung und der Wechsel des Kopfes sind Bubi-einfach – also genau richtig für mich :-)

Wer sollte sich so ein Gerät anschaffen? Der Philips OneBlade ist eine gute Wahl für alle, die gerne Bart tragen und nicht viel Geld für einen Folien- oder Rotationsrasierer UND einen separaten Barttrimmer ausgeben möchten. Denn erstere sind schlecht geeignet dafür, wenn es um die Konturierung oder das Trimmen längerer Haare geht. Oder für die, die viel unterwegs sind und nicht zwei Geräte mitschleppen mögen. Sie bekommen mit dem Rasierer-/Trimmer-Hybrid «OneBlade» von Philips beides zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Für Träger rauschender Vollbärte (oder voller Rauschebärte?) eignet sich eher der Philips OneBlade Pro. Auch fürs Scheren von Haaren auf Brust (?), Rücken (??) oder anderen Körperteilen (???) ist der OneBlade weniger geeignet.

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0       Kommentare Geposted von Daniel Rei

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