Wiko möchte die Schweiz erobern

Ambitiöse Ziele für den Schweizer Markt: Wiko stellt sich vor

Am Mittwoch hat Wiko, 2011 gegründeter französischer Hersteller von Mobiltelefonen, in Zürich zur Medienkonferenz geladen (Bilder hier). Die Marke Wiko ist, obwohl schon seit Mitte letzten Jahres in der Schweiz bei uns und bei anderen Händlern erhältlich, noch nicht so bekannt. Das möchte der ehrgeizige Hersteller ändern: In der Schweiz strebt Wiko einen Marktanteil von fünf Prozent an.

Game Changer?

Wiko nennt sich nach eigenen Angaben einen «Game Changer». Was das bedeutet, erklärt Wiko Schweiz in folgendem Tweet:

Und in der Medienmitteilung heisst es:

Mit dem Claim „Game Changer“ drückt Wiko Unabhängigkeit und die Absicht aus, vorherrschende Meinungen oder Regeln zu brechen und geht damit bewusst einen eigenwilligen Weg. Der Marktauftritt ist denn auch frisch und frech. Bei der Vermarktung des Brands setzen die Wikonauten – wie sich die Fans von Wiko-Produkten nennen – voll auf die Möglichkeiten und Mechanismen der sozialen Medien.

Wie realistisch ist das in der Schweiz, wo die Kunden sehr markenbewusst sind und am liebsten Samsung-, Apple-, Sony- oder HTC-Telefone mit sich herumtragen? Nun: Punkten kann Wiko durch seine grosse Auswahl an Android-Telefonen für den kleinen Geldbeutel. Die haben ein sehr gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung und sehen (zumindest in meinen Augen) auch ziemlich schick aus. Die Verarbeitung insbesondere der Geräte, die ich schon in der Hand hatte, zum Beispiel der Flaggschiff-Modelle Highway und Getaway, ist auch tiptopp. Von der Leistungsfähigkeit und der Akkulaufzeit her kann ich als iOS-Nutzer schwerlich beurteilen, wieviel Power die Geräte unter der Haube haben – und wie lange. Hier gibt es sicherlich einige Benchmarking-Tests im WWW.

Fünf Typen von Handynutzern, denen ich ein Wiko-Gerät empfehlen würde:

  • Dem Reisefüdli.
    Jemandem, der nicht mit zwei Telefonen durch fremde Lande pilgern möchte.
    Viele Wiko-Phones verfügen über zwei SIM-Kartenslots. Für die SIM-Karte aus der Heimat und eine Prepaid-SIM aus dem Reiseland, zum Beispiel. Oder für die Ehefrau die eine Telefonnummer, für die Geliebte eine zweite ;-)
     
  • Dem Android-Puristen.
    Jemandem, der nichts mit herstellereigenen Benutzeroberflächen anfangen kann.
    Wiko liefert, anders als einige andere Hersteller, ein reines, nur unmerklich verändertes Android ohne zusätzliches UI aus. Manche stehen auf diese Oberflächen, andere mögen ein möglichst unverfälschtes Android haben. Für letztere bieten sich Wiko-Telefone an.
     
  • Dem Narzissten und Hedonisten.
    Jemandem, der das Leben geniesst und tolle Momente mit einem Schnappschuss festhalten will.
    Einige Wiko-Modelle haben hochauflösende Frontkameras, mit denen Selfies besonders gut gelingen. Die Geräte sind oft in mehreren Farben erhältlich, das Zubehör auch.
     
  • Dem Sparfuchs.
    Jemandem, der nicht mehr als 300 Franken für ein aktuelles Smartphone (ohne Abo) ausgeben möchte.
    Das teuerste Wiko-Gerät kostet 299.–, das günstigste 29.90 Franken. Auch das Zubehör ist erschwinglich.
     
  • Dem Entschleunigten.
    Jemandem, der nicht immer die neuste und beste Technik haben muss.
    Das heisst nicht, dass Wiko-Geräte technisch veraltet sind – im Gegenteil. Das Wiko Highway (die „Noch-nicht-4G-Version“) war das erste Mobiltelefon mit Achtkernprozessor und hielt verhältnismässig gut mit mindestens doppelt so teuren Top-Geräten mit. Nein, ich meine eher: Wiko sind nicht die ersten, die so etwas Ausgefallenes wie ein E-Ink-Zweitdisplay oder ein Display mit abgerundeter Kante auf den Markt bringen.

Im Shop

Teils lustige Übersetzungen in den Datenblättern. Bei uns im BRACK.CH-Shop findet Ihr umfassende Beschreibungen zu den Geräten.

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PS: Wiko wird im März am Mobile World Congress in Barcelona seine Neuheiten vorstellen. Wir bleiben dran und sind gespannt!


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0       Kommentare deaktiviert für Wiko möchte die Schweiz erobern Geposted von Daniel Rei

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