Spectre und Meltdown: Was Du tun kannst

Letzte Woche haben die zwei Begriffe «Meltdown» und «Spectre» die Techbranche in Atem gehalten. Doch das Sicherheitsproblem der Prozessoren ist längst kein Techie-Thema mehr. Es betrifft jeden. Wir sagen dir, was das für dich bedeutet und was du nun dagegen machen kannst.

Am vergangenen Mittwoch hat eine Nachricht hohe Wellen in der Tech- und Computerwelt geschlagen, die aber praktisch alle Menschen auf dieser Welt tangiert. Ein Bug in Intel-Prozessoren ermöglicht es, dass fremde Programme Zugriff auf im Kernel des Computers gespeicherte Daten erhalten können. Der Kernel ist der Kern des Betriebssystems und kontrolliert und verknüpft die auf dem Betriebsystem laufenden Programme mit der Hardware. Über diese Lücke könnte Malware tiefer in den Computer eindringen und die Daten weiterer Programme entwenden. Man spricht vor allem von zwei Arten der Attacke, vom sogennanten «Meldtown» und «Spectre». Einschlägige Medien berichten seit einigen Tagen über dieses Problem.

Von dieser Problematik sind sowohl Windows, als auch Apple- und Linuxgeräte betroffen – auch Smartphones sind nicht verschont geblieben. Intel hat bereits eine Medienmitteilung veröffentlicht. Darin wird versichert, dass in Zusammenarbeit mit anderen Tech-Firmen nach sinnvollen Lösungen gesucht wird. Demnächst sollen erste Updates (System-Patches) zur Verfügung gestellt werden, die dieses Problem in den Griff bekommen sollen oder zumindest die Gefahr einschränken sollen.

Was kannst du in dieser missligen Lage tun, um dein Gerät und deine Daten schützen zu können? Hier kommen unsere Tipps:
Um diese Sicherheitslücke umgehen zu können, müsstest man auf die nächste Prozessoren-Generation warten. Eine andere Alternative gibt es nicht. Denn die aktuellen Prozessoren können nicht gänzlich repariert werden. Auch Antivirenprogramme nützen nichts. Doch gibt es für alle Geräte Teillösungen und Updates, die die Gefahr des Datenklaus auf ein Minumum reduzieren lassen.

Für dich heisst das, dass du entsprechende Updates von Microsoft und Apple herunterladen und installieren solltest, falls das nicht bereits automatisch geschieht. Um herauszufinden, ob dein Windowsgerät auf dem neusten Stand ist, gehe folgende Schritte durch:

Windows:

  1. Drücke «Windowstaste+i», um in die Einstellungen zu gelangen.
  2. Suche nach Update und wähle «Updateverlauf» anzeigen.
  3. Überprüfe, ob das entsprechende Update heruntergeladen wurde. Wie das Update für Ihre Windows-Version und dein Build heisst, erfährst du bei Microsoft direkt (Windows 10) / (Windows 7 und 8.1).

Apple:
Bei macOS-Geräten aktualisiere einfach auf die OS-Version 10.13.2.
Bei iOS-Geräten wie dem iPhone oder iPad aktualisiere auf iOS 11.2.1.

Update 10.01.18

Auf der Branchenmesse CES in Las Vegas hat Intel-CEO Brian Krzanich bestätigt, dass mit Hochtouren an einer Behebung der Sicherheitslücke gearbeitet wird. Alle Intel-CPUs der letzten fünf Jahre, sollen innerhalb der nächsten paar Tage mit Patches vor Meltdown und Spectre geschützt werden. Ältere Chips werden bis Ende Januar mit einem Sicherheitsupdate versorgt. Wie sich die Updates auf die Leistung der CPUs auswirken, kann Krzanich nicht sagen. Alles Details zu den Aussagen von Krzanich findest du im Artikel von Golem. Für dich als Benutzer heisst das Ganze: Abwarten und Tee trinken. Wir halten euch auf dem Laufenden.


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0       Kommentare Geposted von Ragulan Vivekananthan

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