Kyosho Mini-Z im Profi-Test

Sie passen in eine Handfläche, sind trotzdem schön detailliert und bieten viel Fahrspass: die ferngesteuerten «Mini-Z»Flitzer von Kyosho. Um herauszufinden, warum diese RC-Fahrzeuge so eine grosse Fangemeinde rund um den Erdball haben, haben wir den mehrfachen RC-Champion Simon Kurzbuch gebeten, ein Exemplar zu testen. Eins vorneweg: sie sind viel mehr als nur «jö»!

Wer die Mini-Z-Serie von Kyosho noch nicht kennt

Faszinierende Mini-Boliden: hier der Sauber C9 Le Mans

Das erste Fahrzeug der Mini-Z-Serie wurde im Jahr 1999 auf den Markt gebracht. Seither hat der Hersteller Kyosho die Modelle weiterentwickelt und stets dem technischen Fortschritt angepasst. Heute verfügen die wunderschönen Fahrzeuge über eine moderne 2,4-GHz-Fernsteuerung, über die sich alle wesentlichen Parameter des Modells an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen. Über Drehpotentiometer können sowohl Lenkung wie Gas bei Bedarf getrimmt werden. Zudem lässt sich für die Lenkung eine beliebige Lenkausschlagbegrenzung («Dual Rate») einstellen. Der fix verbaute, linear steuerbare Lenkservo arbeitet sehr schnell und äusserst präzise. Die Fahrzeuge verfügen über ein ausgeklügeltes Fahrwerk, je nach Typ mit Heck, Front oder Allradantrieb. Damit schafft Kyosho alle Voraussetzungen, um den Mini-Z präzise und schnell zu fahren. Durch den kleinen Massstab reduziert sich der notwendige Platzbedarf für eine Rennstrecke massiv, und man kann bei Bedarf jeden Raum zu einer kleinen Rennstrecke umgestalten. Das Training kann beginnen!

Simon Kurzbuch testet ein Mini-Z RTR-Modell im Massstab 1:27 von Kyosho

Wir haben den mehrfachen RC-Champion Simon Kurzbuch gebeten, ein Mini-Z-Modell für uns zu testen. Da uns für seinen Test noch kein aktuelles Modell zur Verfügung gestanden hat, testete Simon einen Lexus ZENT Tourenwagen aus dem Jahr 2014. Hier seine Eindrücke:

Der Mini-Z ist zwar klein, aber dennoch ein vollwertiges RC-Modell

Wie hat dir der Mini-Z optisch gefallen?

Die verschiedenen Karosserien sind alle sehr schön, für ihre kompakten Masse extrem detailliert und sehen den Originalen zum Verwechseln ähnlich. Optisch sind die Modelle eigentlich perfekt als Sammlerstücke für die Vitrine geeignet. Der verwendete Kunststoff ist sehr stabil und scheint einiges auszuhalten. Für mich als Rennfahrer ist die Scale-Optik jedoch nicht wirklich entscheidend. Mich interessiert mehr, wie sich ein Modell fährt und was es auf der Strecke leisten kann.

Wie hat sich das Fahrzeug denn auf der Strecke gemacht?

Der Mini-Z hat mich offen gestanden sehr überrascht. Ich hielt das Fahrzeug ganz klar für ein Spielzeug, nichts weiter. Aber das Modell lässt sich wirklich überraschend präzise steuern. Nicht nur über die Lenkung, sondern auch über das Gas. Es reagiert auf die Steuerbefehle äusserst schnell und exakt. Das Fahrgefühl unterscheidet sich kaum von demjenigen eines viel grösseren Modells im Massstab 1:10.

Du hast das Modell bei dir zuhause und bei uns auf einer Polyurethan-Rennstrecke getestet. Wie ist das gelaufen?

Zuhause findet man rasch ein paar Bücher oder andere Gegenstände, um sich einen Track zu bauen. Durch die kleinen Räder eignet sich ein glatter Teppich oder ein PVC-Belag perfekt, um darauf zu fahren. Nicht wirklich geeignet sind Hochflorteppiche. Um ein wenig zu üben ist das Fahren im Wohnzimmer recht cool. Richtig Spass gemacht hat mir das Modell aber auf der Rennstrecke. Der begrenzte Platz auf der Strecke verlangt einem enorm viel ab und es macht Spass, in jeder weiteren Runde etwas mehr ans Limit zu gehen. Berührungen der Banden stecken die Modelle problemlos weg.

Gibt es etwas, was du optimieren würdest?

Der Mini-Z macht, so wie er ist, grossen Spass. Ich persönlich bin aber kein Fan von Ready-to-run-Fernsteuerungen. Obschon man beim gelieferten Sender die wesentlichen Parameter gut einstellen kann, fehlen mir andere beliebte Parameter, wie zum Beispiel perfekte Endpunkteinstellungen rechts/links. Ich habe gesehen, dass es optionale/kompatible Fernsteuerungen gibt. Bald wird es sogar Chassis-Varianten geben, bei denen man Empfängerplatinen verbauen kann. Diese werden mit verschiedenen Fernsteuerungen kompatibel sein. Als Wettbewerbsfahrer nutze ich wenn immer möglich meine gewohnte Fernsteuerung zum Fahren.

Simons Fazit: Test bestanden!

Der Mini-Z ist ein echt cooles RC-Gefährt, und man kann damit überall wo es einen glatten Bodenbelag gibt trainieren. Wenn ich nicht mehr oder weniger vor der Haustüre eine grosse RC-Rennstrecke zum Trainieren hätte, wäre ein Mini-Z für mich ein echt spannendes Trainingsgerät. Von den verfügbaren Modellen gefällt mir der Sauber C9 Le Mans sehr gut. Preis und Leistung sind stimmig für die Qualität von Fernsteuerung und Modell. Der Mini-Z ist ein grossartiger Renner für kleine Strecken.

Mini-Z im Onlineshop von BRACK.CH

Insgesamt sind bei BRACK.CH acht verschiedene Ready-to-run-Sets für den Einsatz auf befestigtem Untergrund verfügbar. Sie kosten zwischen 199 und 259 Franken und enthalten nebst dem Modell eine Fernsteuerung, einen Akku und das zugehörige Ladegerät.

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1       Kommentar Geposted von Maurice Lüscher

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  • LeRoY says:
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