Ist das Samsung Galaxy Note 9 festivaltauglich?

Das neueste Smartphone aus dem Hause Samsung, Galaxy Note9, ist vor ein paar Wochen in New York vorgestellt worden. Es ist die logische Weiterführung der Note-Reihe, also des Office-Bruders der S-Reihe. Ist das Note9 aber auch festivaltauglich? Wir haben es für euch am Openair Gampel getestet.

Specs
Nach der Inbetriebnahme fallen optisch einige Sachen auf. Das AMOLED-Display beispielsweise ist im Vergleich zu seinem Vorgänger von 6,3 auf 6,4 Zoll gewachsen. Und auch der Bildschirm lässt nichts zu wünschen übrig. So zeigt er alles in QHD+ an – schärfer geht es fast nicht mehr! Der Fingersensor ist neu unter und nicht neben der Kamera, wie es beim Note8 der Fall gewesen ist. Aufgrund der Grösse ist diese Tatsache aber immer noch suboptimal. Zum Glück funktionieren der Iris-Scan und die Gesichtserkennung einwandfrei.

Im Gerät ist ein Octa-Core-CPU Exynos 9810 Prozessor verbaut, den man bereits vom S9/S9+ kennt. Die CPU taktet mit bis zu 2,7 GHz. Dazu gesellen sich 6 GB Arbeitsspeicher bei der Standard-Version des Note9 mit 128 GB Speicher.

S Pen = Fernauslöser
Der S Pen unterstützt neu auch Bluetooth und ist direkt mit dem Galaxy Note9 verbunden. Per Induktion wird der Stift im Smartphone geladen. Nach 40 Sekunden ist er geladen und kann für bis zu 30 Minuten verwendet werden. Den Stift kann man auch als Fernauslöser für die Kamera nutzen. Bei geöffneter Kamera-App drückt Ihr einmal, um ein Foto zu machen und zweimal, um zwischen Front- und Hauptkamera zu wechseln.

Leider sind die Oberflächen bei den heutigen Smartphones aller Hersteller meistens sehr glatt, so dass man gezwungen ist eine Hülle zu kaufen. Beim Note9 ist das auch der Fall. Umso besorgter bin ich gewesen, das Gerät mit an ein Festival zu nehmen. Wieso ich das Gerät an einem Festival teste? Ganz einfach: Auch Menschen, die im Office arbeiten und ein Smartphone aus der Note-Serie besitzen, gehen an Festivals. Ob es den Festival-Ansprüchen genügt, werden wir sehen.

Ab ans Openair Gampel 
Auf dem Festivalgelände angekommen habe ich ein paar Bilder gemacht. Auch die Kamera kennen Samsung-Fans bereits. Es handelt sich nämlich um dieselbe Dual-Kamera, die Samsung beim S9+ integriert hat. Sie ist hier aber vertikal und nicht horizontal verbaut. Die Software hat der Hersteller im Vergleich zum Galaxy S9+ erweitert. Vor allem Bilder mit Tageslicht gelingen ausserordentlich gut. Bei Nacht sind die Farben nicht so intensiv und auch die Schärfe leidet ein klein wenig. Dies ist ein physikalisches Problem, welches alle Kameras haben. Je grösser die Blendenöffnung, desto mehr Licht gelangt zum Sensor. Das Note9 mit Blende f/1.5 ist dabei Spitze. Zudem werden bei Dunkelheit mehrere Bilder zusammengerechnet, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen. Bei der sogannten «flaw detection» erkennt das Note9, wenn Ihr die Augen geschlossen habt oder das Bild unscharf ist.

Vor- und Nachteile
In der heutigen Zeit braucht man an Festivals das Smartphone besonders oft. An einigen Veranstaltungen gibt es keine physischen Programmhefte mehr. Schliesslich können die Besucher das online nachschauen. Oder man tauscht sich via Chats mit Kollegen aus. Oder man macht Fotos, um diese dann auf Social Media zu posten. All das habe ich auch gemacht. Und eines ist mir dabei aufgefallen. Der Akku des Galaxy Note9 hält sehr lange!

Da hat Samsung im Vergleich zu den Vorgängern deutlich nachgebessert. Das Note9 ist mit einem 4000-mAh-Akku ausgestattet. Nach knapp einem ganzen Tag intensiven Gebrauchs (nachts auch nicht ausgeschaltet) hat das Gerät immer noch einen Akkustand von knapp 50 Prozent gehabt. Genau das wünscht ich mir an einem Festival.

Aufgrund der Grösse und des Gewichts des Note9 habe ich das das Gefühl, dass es etwas zu «klobig» ist, um es am Festival dabei zu haben. Es liegt zwar gut in der Hand. Aber wenn ich nur schnell das Handy zücken will, um Bilder/Videos zu machen, ist es etwas unpraktisch. Aber dafür ist die Qualität der Bilder, die das Note9 macht, hervorragend. Hier ein kleiner Zusammenschnitt der Videos, die ich gemacht habe.

Den S Pen habe ich selten gebraucht, weil ich keinen Drang verspürt habe, mir Notizen zu machen. Ein paar Live-Messages habe ich aber schon verfassen müssen und diese dann meinen Freunden vor Ort geschickt, weil es einfach eine coole Funktion ist. Als Auslöser für Selfies hat der S Pen einwandfrei funktioniert. Da der typische Festivalbesucher dazu geneigt ist, konstant ein Getränk in der Hand zu halten, wird es schwierig, neben dem Smartphone auch noch den S Pen herzunehmen. Sonst läuft man Gefahr, sein Bier über das Smartphone zu leeren. Zum Glück ist es aber wasserdicht. Und staubdicht ist es auch, was für das Openair Gampel wichtig gewesen ist. Denn zeitweise hat Wind geweht, der den Staub ordentlich aufgewirbelt hat. Meine Wenigkeit hat aber trotzdem jederzeit das Galaxy Note9 zücken können.

Fazit
Das Note9 gehört in Sachen Leistung, Funktionalität und Akkulaufzeit zu den besten Smartphones, das es momentan gibt. Aber es ist für Office-Zwecke konzipiert. Am Festival will ich vor allem mit Freunden schreiben, Dinge via Browser nachschauen und Fotos und Videos machen. Die ersten zwei Punkte können auch günstigere Smartphones erfüllen. Und Letzteres, die Kamera, hat sich Hardware-technisch seit dem Galaxy S9+ nicht verändert. Doch mit dem Kauf des Galaxy Note9 macht Ihr dennoch alles richtig, weil es aus dem Note8 und dem S9+ die besten Features zusammengenommen hat und die logische Evolution der Galaxy-Reihe ist. Wer also die Funktionen aus der Note-Serie schätzt sowie oft braucht und zusätzlich tolle Bilder und Videos machen will, kommt am Note9 nicht vorbei.


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0       Kommentare Geposted von Ragulan Vivekananthan

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