Appetit auf die Deutschschweiz

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iKentoo ist der führende Anbieter vernetzter iPad-Kassenlösungen für Gastronomiebetriebe in der französischen Schweiz. Nun will das 2011 gegründete Unternehmen auch den Deutschweizer Markt erobern. Schnelle Lieferungen sind dafür Pflicht. Bei der Beschaffungslogistik setzt iKentoo deshalb auf Just-in-time-Lieferung, unterstützt von unserer Geschäftskunden-Abteilung BRACK.CH Business.

Pop-up-Lokale liegen auch in der Schweiz seit einigen Jahren im Trend. Von der ursprünglichen Idee, der Zwischennutzung temporär leerstehender Räume an guten Lagen, haben sich Pop-up-Restaurants zum Marketinginstrument mit Event-Charakter weiterentwickelt. Wenn amerikanische Kult-Burgerbrater nach Zürich kommen, stehen Menschen Schlange. Aber auch einheimische Kochtalente beleben die örtliche Gastroszene mit neuartigen kulinarischen Konzepten, wenn sie sich für wenige Wochen in einem Provisorium einrichten.

Restaurantverwaltung aus der Cloud

Nicht nur für Pop-ups, sondern auch für herkömmliche Restaurants, Food Trucks, Hotels und Lebensmittelgeschäfte eignen sich cloudbasierte Kassensysteme. Anstatt eine hohe Anfangsinvestition zu tätigen, können Wirte und Ladenbesitzer sie für einen zwei- bis dreistelligen monatlichen Betrag im Abo beziehen – genau so lange, wie sie Kassen benötigen. Da sie über die Cloud verwaltet werden, sind sie innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit, und die Gastronomen behalten jederzeit den Überblick, auch wenn sie gerade nicht im Lokal weilen. Das Servicepersonal wird derweil mit Tablet-Computern ausgestattet.

iKentoo

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iKentoo ist eine Schweizer Softwarefirma, die 2011 in Genf gegründet worden ist. Das junge Unternehmen hat eine solche cloudbasierte Restaurantmanagementlösung entwickelt. Hauptprodukt ist eine App für iPad und iPod touch, die aus diesen Geräten vollwertige Kassensysteme macht. Zusätzlich hat iKentoo eine Restaurantverwaltungs-Plattform geschaffen, die in Echtzeit mit der Kassensystem-App kommuniziert und Wirten jederzeit volle Kontrolle etwa über Einnahmen, Wareneinkauf, Tische, Bestellungen und Menüzusammenstellung ihrer Lokale sowie die Arbeitszeiterfassung ihrer Mitarbeitenden ermöglicht. Ausserdem stattet iKentoo Restaurants mit sämtlicher Infrastruktur aus, um diese Point-of-Sale-Lösung zu betreiben. Dazu gehören Mobilgeräte, Netzwerkrouter oder -Kabel.

Beschaffung gehört nicht zum Kerngeschäft

Eine der grössten Herausforderungen für iKentoo in der Beschaffung liegt darin, dass ein Teil ihrer hybriden Lösung in der Cloud, der andere Teil physisch vorhanden sein muss. Das bedeutet konkret, dass das Unternehmen nicht nur sein Kerngeschäft – eine abonnementsbasierte Branchenlösung für Gastronomiebetriebe zu entwickeln – vorantreiben kann, sondern auch um die Beschaffung, Konfiguration und Bereitstellung von Hardware-Infrastruktur, die professionellen Anforderungen genügt, besorgt sein muss. iKentoo setzt dabei auf handelsübliche, beim Endkunden leicht zu installierende Komponenten.

So wenige Lieferanten wie möglich

iKentoo hat diverse Beschaffungsvarianten und Anbieter auf dem Schweizer Markt geprüft. Wichtig sind dem Unternehmen das Liefertempo, eine hohe Verfügbarkeit über ein breites Sortimentsspektrum und eine möglichst einfache Zusammenarbeit. Ideal ist ein Partner, bei dem das Team von iKentoo möglichst sämtliche Produkte erhält, die es für seine Kunden benötigt. Das vereinfacht interne Prozesse und reduziert die Anzahl der Lieferantenbeziehungen, die es zu unterhalten gilt.

Schnelle Lieferung auch ohne eigenes Lager

So einen Partner hat iKentoo in BRACK.CH Business gefunden, der Geschäftskundenpartner der Competec-Gruppe (Handelszeitung Top 500, Platz 262, respektive Platz 72 der 100 wachstumsstärksten Unternehmen). «Dank der Zusammenarbeit mit BRACK.CH Business und die professionelle Unterstützung des Kundenbetreuers, der für uns alles koordiniert und organisiert, kann iKentoo seine Beschaffung und Nachschublogistik optimieren», sagt Morgan Andersen, Marketingchef von iKentoo. Aufgrund kurzer Lieferzeiten und der hohen Stückzahlen, die BRACK.CH Business am eigenen Lager im luzernischen Willisau verfügbar halte, so Andersen, stelle iKentoo sicher, seine Kunden genau dann mit iPad-Kassensystemen ausstatten zu können, wenn diese sie benötigen – ohne dass der Grossteil des zur Verfügung stehenden Kapitals in eigener Lagerhaltung gebunden sei. In einem Start-up sei es besonders schwierig, die Liquidität unter Kontrolle zu halten, so der Marketingleiter. Vor Ort bei iKentoo liegen stets nur minimale Mengen von Hardware – in erster Linie das, was iKentoo bei seinem Hauptlieferanten nicht erhält. Die Softwarefirma muss sich auch nicht um Marktbeobachtung, Import oder bedarfsgerechte Bevorratung essenzieller IT-Komponenten kümmern – das übernimmt der Händler. Das bedeutet, dass sich das iKentoo-Team darauf konzentrieren kann, seine Software weiter zu entwickeln und Wirte zu befähigen, sich als Gastgeber auf um deren Gäste zu kümmern, anstatt sich mit der Administration herumzuschlagen.

Auf Expansionskurs

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Bereits mehr als 2500 Gastrobetriebe in 14 Ländern setzen auf das System von iKentoo. Im Juni hat sich das Jungunternehmen in einer Finanzierungsrunde fünf Millionen Franken Eigenkapital gesichert. Das nächste Vorhaben von iKentoo ist, seine Lösung auch Deutschschweizer Wirten schmackhaft zu machen. Deshalb eröffnet die Firma bis Jahresende ein Büro in Zürich. iKentoo möchte im Zuge dieser Expansion auch Gastronomiebetriebe in der Deutschschweiz rasch mit ihren Kassensystemen ausstatten.

Dieser Beitrag ist ursprünglich am 12. Oktober 2017 in gekürzter Fassung in der «Handelszeitung»-Sonderbeilage zu Beschaffung erschienen.


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0       Kommentare Geposted von Daniel Rei

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