«Alles einsteigen bitte!»

Mit dem LEGO Spezialbus auf Geisterjagd

Lust auf eine kleine Geisterjagd? Wenn der LEGO Spezialbus aufgebaut ist, dann können mit der App Rätsel gelöst, Hindernisse überwunden, Gegenstände und Geister gesammelt werden. Ein toller Spass, auch für kühle Herbst- und Wintertage.

Mit dem LEGO Spezialbus auf Geisterjagd

Draussen wird es kühler und die Kids verbringen wieder mehr Zeit drinnen, also müssen Beschäftigungsideen her. Am besten solche, bei denen sie sich etwas länger als nur 5 Minuten am Stück beschäftigen können.
Warum nicht einmal auf Geisterjagd gehen? Denn Geister sind nicht nur ziemlich schwer zu finden, sie lassen sich nämlich auch nicht so leicht einfangen.

Bevor das Abenteuer aber beginnen kann, muss der Bus zuerst zusammengebaut werden.
Ich gestehe:

Ich habe noch nie ein ganzes Lego-Set alleine zusammen gesetzt.
Warum? Ich habe die Kinder immer unauffällig zum Papa weiter geschickt…

Ich bin nämlich recht ungeduldig, zappelig und kleine Dinge zusammen zu stecken, macht mich leicht nervös. Ideale Voraussetzungen also, um einen Geisterbus mit 689 Teilen in Angriff zu nehmen.
Kinder kriegen das meistens ziemlich locker und recht schnell hin.
Ich, als Anfängerin, hatte lang, sehr lang…
Aber alles von Anfang:

689 Teile warten darauf, ausgepackt und zusammengesetzt zu werden…

Start: 08.15 Uhr
Guten Mutes, mit viel positiven Gedanken und mit dem Wissen, dass ich eine 134 Seiten dicke Bedienungsanleitung neben mir liegen habe, bin ich am morgen früh zu der Mission „Ich setze das erste Mal einen LEGO- Geisterbus mit fast 700 Teilen zusammen“ gestartet.
Damit Anfänger nicht schon zu Beginn total überfordert aufgeben, sind die Teile schön säuberlich in fünf einzelne Tüten abgepackt.
Damit ist sichergestellt, dass die Reihenfolge stimmt und dass es kein Durcheinander gibt.

5 Tüten – Damit es kein Durcheinander gibt: Super für Anfänger wie mich


08:45 Uhr
Die ersten Figuren, das WC Häuschen und der kleine Innenteil für den Bus sind fertig.
Das ging ja fix.
Ich muss ein Naturtalent sein…

ZACK! Das Geister-WC: Im Nu zusammengesetzt.


09:00 Uhr
Da ich alle Fortschritte für diesen Blogbeitrag dokumentieren will, muss ich am Boden sitzen, das gibt bessere und authentische Fotos, aber auch Rückenschmerzen.
Das heisst: Ich muss bereits nach 45 Minuten die ersten Dehnungsübungen machen…
Zum Glück ist die Bedienungsanleitung top. Alles super gut und anschaulich erklärt. Ich freue mich jetzt schon, dass ich allerspätestens vor der Mittagspause fertig sein werde.

YEAH! Das macht richtig Spass und geht zügig voran…


09:30 Uhr
Mein Bein schläft ein, ich bräuchte einen Kaffee, aber mein Ehrgeiz ist geweckt. Das macht richtig Spass hier und ich bin schon fast traurig, dass die Box nicht noch mehr Teile hat.
«Wenn ich mit der zweiten Tüte fertig bin, will ich mir eine Päuschen gönnen», denke ich euphorisch.

Aber «Was ist das?» DA fehlt ein Teilchen! Ein gelber Dreierblock.
Ich krieche auf allen Vieren durch die Wohnung, das MUSS irgendwo sein. Die Zeit läuft, das gibt’s noch nicht. Wooo ist dieses Teil?
Ich habe weder gehustet, noch den Staubsauger benutzt.
„Wahrscheinlich hast du weiter vorne einen Fehler gemacht, ein falsches Teil eingebaut“ schiesst es mir durch den Kopf. Gut, dann muss ich halt den oberen Teil nochmals auseinander nehmen, denn es soll beim ersten Mal schliesslich alles perfekt sein.

«Wo steckt dieser gelbe Dreierblock?…»

Ja, Fehler hatte es, sogar einige. Die hab ich nun ausgemerzt, aber das kleine Teilchen bleibt verschwunden…


Ich werde kreativ, verbaue einfach ein anderes, bis ich eine halbe Stunde später merke, dass ich genau dieses Ding, an einem anderen Ort, ganz dringend gebraucht hätte…

Sieht schon mal nicht so schlecht aus, oder? Und den Fehler sieht niemand…


10:24 Uhr
Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Also nochmals ein bisschen etwas auseinander bauen und umstellen:
Voilà! Im Inneren des Busses hat es halt jetzt ein kleines Mini-Fensterchen…

Drei Plastiksäckchen liegen noch vor mir, also weiter geht’s.
Zum Glück gibt es keine Zeitangabe auf der Packung, das würde mich jetzt wirklich stressen, denn der Blick auf die Uhr zeigt:
2 Stunden 9 Minuten…

11:13 Uhr
Ich bin definitiv im LEGO-Fieber. Auch wenn ich an der Geschwindigkeit noch ein bisschen arbeiten muss…
Kinder schaffen das sicherlich in der Hälfte meiner Zeit. Deshalb schalte ich die Stoppuhr jetzt einfach mal aus.

Irgend einmal am Nachmittag…

Tataaaaah! Es ist vollbracht.

«Es ist vollbracht! Hallelujah!»

Alles ist dran. Die Fenster, die Scheinwerfer, Seitenspiegel, die Räder, Scanner und sogar die Geisterabwehr-Kanonen.

Einmal Applaus, bitte!

Die Geister können also getrost kommen, ich und meine LEGO-Buddies sind bereit für die Geisterjagd.

Der Geisterschreck 3000 und seine Insassen sind bereit!


TIPP:
Damit Kinder noch etwas länger im Spiel bleiben, es noch mehr Abwechslung gibt, kann man als Eltern immer wieder einen kleinen Spiel-Input geben oder zusätzliche Alltagsgegenstände wie Kartonschachteln, Tücher usw. bereit legen. Damit können die Kinder zum Beispiel Häuser für die Geisterjäger bauen.
Wer bereits LEGO zu Hause hat der weiss, dass sie für Rollenspiele super gut geeignet sind. Sie regen die Fantasie an und Kinder können sich oft stundenlang damit beschäftigen.

Mit der LEGO App die Geister zum Leben erwecken

Was als «Neue Art des Spielens» angepriesen wird, lässt aber viele Lego Fans und sicherlich auch einige Eltern die Stirn runzeln.
Braucht es jetzt wirklich auch fürs «Legölen» noch eine App und ein Smartphone?
Ist das wirklich nötig?
Die Geister kann man nämlich nicht nur auf dem Spielzimmerteppich jagen, sondern eben jetzt auch virtuell auf dem Handy.

Mit der Hidden Side App, kann man den Bus mit dem Smartphone scannen und ihn so zum Leben erwecken. Dafür braucht man ein iPhone (mindestens ein 6s mit iOS 11 und 1 GB freiem Speicher). Oder ein Android-Smartphone mit Android 7. Zu den Apps geht’s hier lang: iPhone-Version und Android-Version.


Das Ganze spielt in der fiktiven Stadt Newbury, in der Menschen und Häuser von Geistern besessen sind.
Das Spielen mit dem Geisterbus in der Realität lässt verschiedene Dinge in der App geschehen: Rätsel müssen gelöst, Hindernisse überwunden und der Gloom muss beseitigt werden.

Ist eine App wirklich nötig?

Man muss diese neue Art des Spielens nicht unbedingt mögen, aber ich denke man sollte sie als das anschauen, was sie eigentlich ist:
Eine Erweiterung, ein Zusatz, den man nutzen kann wenn man möchte. Man lässt ihn einfach weg, wenn man nicht so viel damit anfangen kann.

Wer seinen Kindern die virtuelle Geisterjagd erlauben will, der bespricht am Besten vorher mit ihnen ein paar Regeln, damit es dann nicht ständig Diskussionen und Streit gibt.
Die Kinder können den Bus aber auch ganz gut ohne das Smartphone nutzen und damit spielen.

Ich habe die App ausprobiert und sie ist tatsächlich eine witzige Erweiterung und es sieht ziemlich cool aus, wenn der reale Bus im Wohn- oder Kinderzimmer, plötzlich in der App zum Leben erweckt wird.

Und natürlich müssen auch Gegenstände gesammelt und Geister aufgespürt werden…

Hat man sie dann gefunden, muss man sie angreifen und einsammeln.

Es gibt keine In-App Käufe. Die Kinder werden also nicht verleitet, Geld für irgendwelche Münzen oder einen Zaubertrank auszugeben. Im Shop kann man nur virtuelle Legoklötzchen eintauschen, die man während dem Spiel gewonnen hat.

Die Altersempfehlung liegt bei 7 Jahren. Das Tutorial am Anfang, verfügt allerdings über recht viel Text. Ein gutes Leseverständnis ist also Voraussetzung, oder die Hilfe der Eltern wird benötigt.

Mein Fazit

Die App ist witzig gemacht, bietet für mich aber zu wenig Spielspass. Der Spieler kann nur genau das tun, was vorgegeben wird und das wird auf die Dauer etwas langweilig.
Das Projekt «Erster Lego-Bus-Aufbau» war für mich aber ein voller Erfolg und es hat riesig Spass gemacht den Geisterschreck 3000 zusammenzubauen.
Es hat halt ein bisschen länger gedauert hat als gedacht und das Teenie-Mädchen hat zu Recht am Mittag etwas die Augen verdreht und gefragt:

«Waaas, du bist immer noch nicht fertig?»

Lego® HIDDEN SIDE –
Spezialbus Geisterschreck 3000

Den Spezialbus Geisterschreck 3000 aus der HIDDEN-SIDE-Serie von LEGO® findet ihr hier bei BRACK.CH.

Hier geht’s zu den weiteren Boxen aus der HIDDEN SIDE Serie.


1       Kommentar Geposted von Kathrin Buholzer

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