Sommer und Sonne ohne Sonnenbrand?

Sobald es wärmer wird, greifen viele Menschen zur Sonnencreme. Diese hat bereits eine lange Geschichte und sollte unbedingt verwendet werden, damit der Sommer schmerzfrei bleibt.Achtung Wolke SONNENBRAND

Obwohl die Schweiz ein Land der Präventionen ist, finden immer noch viele, dass Sonnencreme total überflüssig ist. Lieber verbrennen sie sich Scheitel, Ohren und Fussrücken. Der Sonnenbrand gehört für viele zu einem gelungenen Sommer dazu. Wir finden das uncool, haben recherchiert und herausgefunden, dass die Geschichte der Sonnencreme noch nicht mal hundert Jahre alt ist.

Wie bereits die deutsche Band «Possenspiel» in den 1980er Jahren festgestellt hat, gehören Sommer, Sonne und Sonnenbrand untrennbar zusammen. Es ist quasi das magische Tripel. Kein Teil davon kann ohne die anderen existieren. Auch wenn es uns lieber wäre, wäre der Brand kein Bestandteil.1AdobeStock_24336306

Eine kurze Geschichte des Sonnenbadens
Wie es sich für uns Redaktionsvampire gehört, die selten in die Sonne kommen – ja diese sogar meiden –, informieren wir uns gründlich über das verbreitete Phänomen Sonnenbrand aka irgendwann Hautkrebs. Bei der Recherche stellte sich heraus, dass die Menschen bis in den frühen 1900er Jahren nichts von der Sonne respektive von gebräunter Haut hielten. Fleissig pflegten sie ihre zarten Porzellanteints und hüteten sich mit weissen Seidenschirmchen davor, nur eine leichte Röte auf die Wangen zu bekommen.

sonnenbrand

Die Haut reagiert schnell auf die Einstrahlungen

Rund zwanzig Jahre später machte Coco Chanel das Rauchen, das kleine Schwarze und gebräunte Haut salonfähig und obwohl 1933 das erste Sonnenschutzmittel auf dem Markt lanciert wurde, bekamen die Menschen vor allem nach dem zweiten Weltkrieg nicht genug Sonne(nbrand). Damals wusste man schon um die natürliche Gefahr, die das Sonnenlicht – genauer die UV-Strahlung – barg.

Sonnenschutzmittel mit Faktor 1.9-4.9
Kaum zu glauben, aber vor vierzig Jahren wurden die Schutzmittel mit lustig klingenden Namen wie tiroler Nußöl (mit Insektenschutz), Ellen Betrix Ultra Braun Multi Sun Quick Bronce, Marbert Carotene-Sun-Fluid Pigmentan Gipfelbräune etc. mit einem Schutzfaktor von nur 1.9 bis 4.9 unter die Leute gebracht. Die Devise war: Bräune ohne Sonnenbrand. Schon damals plädierten die Experten für die edle Blässe der Belle Epoche – diesem Typ gehören wir Redaktionsvampire an. Wir haben keinen Grund zur Sorge!

Bewusste Schönheit kommt von Innen
Schädlich für die Haut ist vor allem die UV-Strahlung. Einzig das Vitamin D – das bei uns für Glücksgefühle sorgt – wird von der kurzwelligen UV-B-Strahlung produziert. Davon braucht der Mensch sage und schreibe nur zehn bis fünfzehn Minuten pro Tag in vollständiger Bekleidung.

Sunburned peeling on back body a man

Jeder weiss wohl, wie schmerzhaft der Brand auf der Haut ist…

Braun muss also nicht sein. Kehren wir zurück zu gesunden, unversehrten weissen Gesichtern. Exzessives Sonnenbaden sollte mittlerweile sowieso passé sein! Nicht nur weil wir alle wissen, wie schmerzhaft es für die Haut ist, sondern über die schädliche Wirkung aufgeklärt sind, auch wenn nicht unbedingt Hautkrebs daraus resultieren muss. Die Haut vergisst nie, wie es so schön heisst.

Tierische Leidensgenossen
Auch die armen Hausschweine leiden unter starker Einstrahlung. Sie haben zu wenig Haarfell, das sie schützen könnte und deswegen werden sie tatsächlich rot – vom Jucken und Schmerzen reden wir noch gar nicht. Neben diesen nackten Nutztieren müssen auch Kühe, Geissen und Schafe, wenn sie auf der Alp sind, geschützt werden. Besonders sensibel sind ihre Euter, weswegen sie häufig mit Sonnencreme eingeschmiert werden. Und weiter haben’s auch weisse Katzen, Nagetiere, Dalmatiner, Beagels u.a. nicht leicht. Und am aussergewöhnlichsten mutet wohl der Sonnenbrand bei Walen an.

Tiere sind ebenfalls so gefährdet, Hautkrebs zu bekommen, wie die Menschen. Deshalb: Schützen Sie nicht nur sich selbst mit Sonnencremes, Hüten, Strandzelten, sondern auch Ihre Liebsten und Gefährten.

Ein beschattetes Fazit
Alles in allem bestätigt sich das vampirische Vorurteil gegen die Sonne und wir werden sie nach diesen – zwar historisch interessanten – Nachforschungen meiden und uns weiter im Schatten suhlen. Auf dass unser Teint ewig weiss bleibe und wir den Sommer ohne Schmerzen, rote Ohren und schlechtes Gewissen geniessen können! Und alle, die dem Reiz des Feuerballs nicht entgehen können: Tut es mit Sonnencreme, Charme und Melone!

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Sommerwanderungen in der Schweiz sind immer gut für unerwartete Erlebnisse

Mehr Tipps für einen erlebnisreichen, schmerzfreien Sommer findest Du unter: outdoor.brack.ch. Da sind auch einige schöne Exemplare für die Augen dabei.


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0       Kommentare Geposted von Alexandra Donat

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