farfalla: Eine Schweizer Hippie-Firma?

Fleissige Bloglesende können es vermutlich schon erraten: Eine neue Folge «Schweizer Lieferanten von BRACK.CH» ist da! farfalla gibt’s doch schon länger, als ich mir bewusst war. Geführt wird das Schweizer Naturkosmetikunternehmen mittlerweile in der zweiten Generation. Entdecke auch Du den Schmetterling in Dir!

So leicht und so individuell wie ein Schmetterling (für Interessierte ist die Beschreibung Brehms sicherlich lesenswert) sollen sie sein, die Produkte und Pflegelinien von farfalla. Das ist die Intention und das Ziel seit jeher. Denn die Haut ist zart, sensibel und vielen (Umwelt-)Einflüssen ausgesetzt. Mittels gezielter Pflege soll aber die wichtige Schutzschicht des menschlichen Körpers unterstützt und gepflegt werden.

Nun gibt es zahlreiche Linien und Marken, die eben das mit chemischen Inhaltsstoffen versuchen. Aber seit geraumer Zeit hat sich die Kosmetikbranche verändert und immer mehr Menschen setzen auf die Heilkräfte der Natur. Die Naturkosmetik erlebt einen regelrechten Boom und man erhält die Produkte schon fast überall – zum Beispiel bei uns im Shop.

Der Schmetterling – die DNA von farfalla

Schon als farfalla 1982 von vier Freunden – Gian Furrer, Paul Gisler, Jean-Claude und Marianne Richard – gegründet wurde, war es das Ziel, Biokosmetikprodukte aus ökologischem und nachhaltigem Anbau zu produzieren. Gleichzeitig waren den Gründern die Wertschätzung und eine enge, loyale Beziehung zu den Pflanzenbauern und Pflanzenölproduzenten wichtig.

Heute wird farfalla von Malvin Richard, dem Sohn von Marianne und Jean-Claude, geführt. Dieser Generationenwechsel wurde lange vorbereitet, wobei Malvin in allen Bereichen eigene Erfahrungen gesammelt hat – u.a. hat er nach seinem Studium mit zwei Kollegen «Richard Lüscher Britos» (RLB), eine Naturparfüm-Firma gegründet. Was die beiden Generationen voneinander denken, sagen sie Euch gleich selber:

Heute erinnert wenig an die ganz frühen Anfangszeiten von farfalla. Während Jean-Claude erste Tinkturen und Cremes im heimischen Mixer produzierte, entstehen die neusten Produkte an zwei Standorten: In Uster tüftelt man an Parfümen und der Aroma Care, im Jura – genauer in Bassecourt – werden die übrigen Naturkosmetikprodukte hergestellt. Das Verhältnis beträgt ungefähr 60 zu 40 Prozent.

Aus dem «idealistischen Hippie-Kleinunternehmen» (Quelle: Brigitte 20/2015, S. 6) wurde eine Vertrauensmarke mit 137 Kosmetik-, 342 Aroma-Care- und 16 Naturparfümprodukten. Das hätten sich die vier Gründer damals wahrlich nicht vorstellen können als sie noch in der 12er WG in Zürich die Mixturen austüftelten.

Was zeichnet farfalla aus?

Nach einer längeren Übergabezeit hat Malvin Richard die Firmentätigkeit 2019 definitiv übernommen und führt das Unternehmen weiter. Kaum am Ruder, gewinnt farfalla schon Gold beim German Brand Award für das Rebranding: «Mit unserem Redesign und dem neuen Slogan: ‹Follow the butterfly›, zeigen wir, dass wir uns auf unser Erbe besinnen, es aber modern gestalten.» (Quelle: farfalla, Medienmitteilung)

Dieses Erbe beinhaltet nicht nur das Wissen rund um die Wirkung von ätherischen Ölen und deren Anwendung, sondern auch die Philosophie hinter dem Unternehmen: Im Vordergrund stehen stets die Menschen und die Pflanzen. Deshalb war es schon den Gründern wichtig, die Menschen zu kennen, von denen sie die Essenzen und Öle bezogen und immer noch beziehen. Das zeigt sich unter anderem im eigens eingeführten farfalla Zertifikat «Grand Cru», bei welchem der Produzent neben den Bestimmungen für die Rohöle auch soziales Engagement einbindet.

Ein solches Projekt ist zum Beispiel auch die Plante Infuse in den Cevennen. Die Kooperation aus acht Pflückerinnen/Produzentinnen betreibt sogenanntes Wildsammeln, d.h. sie sammeln die Blüten und Pflanzen in der Wildnis und verarbeiten sie nachher in der eigenen Destillerie zu Ölen und Hydrolaten (= Pflanzenwässer). Über die Jahre kamen immer mehr Projekte dazu und 2019 unterstützt das Unternehmen 45 unterschiedliche Projekte auf allen Kontinenten.

Wie farfalla funktioniert: Ethnobotanik

Das Grundprinzip von farfalla ist ein ganzheitliches, wobei die – seelischen und physischen – Bedürfnisse der Menschen im Zentrum stehen. Heilungsprozesse, Entspannung, Wellness, Wohlbefinden werden von den Düften und Cremetexturen unterstützt. Denn die Kraft der (Aroma-)Pflanzen ist seit Urzeiten bekannt:

Was extrem clever gelöst ist – das denke ich jedenfalls –, ist der neue Aufbau des farfalla-Pflegesystems. Es erlaubt es einem, jedem Produkt zusätzliche Pflanzenwirkstoffe hinzuzufügen und damit auf die individuelle Tagesform der Haut oder seines Gemüts zu reagieren und entsprechend zu unterstützen. Somit sind Euch beim Kauf der Produkte keine Grenzen mehr gesetzt und Ihr könnt sogar selber etwas experimentieren und Eure ganz individuellen Cremes und Düfte mischen. Einfach eine geeignete Basis wie beispielsweise das «Do it yourself» auf Cocos-Schaumbasis oder die Bio-Sheabutter wählen und mit den entsprechenden Düften oder ätherischen Ölen mischen – et voilà. Wer noch nicht so versiert ist, kann sich da auch von den farfalla-eigenen Rezepten inspirieren lassen.

Mit farfalla entspannt in den Feierabend: After Work Gesichtsmassage

Mit diesem Prinzip kann man auch ideal auf die Erneuerungsgeschwindigkeit der Haut reagieren: Babyhaut regeneriert sich etwa alle 15 Tage, während reifere Haut mindestens 60 Tage braucht. Beeinflusst wird der Prozess natürlich noch von Umwelteinflüssen, Stress, Sonneneinstrahlung oder hormonellen Schwankungen.

Düfte für die Sinne und die Haut

Wir wissen wohl alle, dass wir auf Düfte – egal welcher Ausprägung – reagieren. Aber wie wir reagieren oder wie Düfte auf unseren Gemütszustand wirken können, wissen vielleicht eher weniger. Also ich kenne mich da eigentlich nicht so aus… Aber folgende Wirkungen sind mittlerweile belegt:

Wirkung auf die Psyche Wirkung auf die Haut/den Körper
– entspannend– pflegend
– schenken Gelassenheit– anregend/belebend/erfrischend
– führen zur inneren Mitte– harmonisierend
– sorgen für Lebensfreude, Mut und Fröhlichkeit– wärmend
– mildern Ängste und Anspannungen– entspannend
– können anregen/die Konzentration steigern– reinigend/klärend
– können Konzentration/Durhaltevermögen steigern– stärkend
– können Kreativität und Inspiration beflügeln– schützend
– regenerierend
– aphrodisierend

Bei vielen Anliegen kann farfalla Menschen unterstützen: «Die Balance im Leben ist etwas Zentrales, das wir auch mit unseren Produkten vermitteln können. Stress zum Beispiel ist ein Thema, das den Körper ebenso betrifft wie die Psyche. Hier können wir im Kleinen Hilfe anbieten, denn die Wirkung von ätherischen Ölen ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen.» (Malvin Richard zu Brigitte, 09/2015, S. 6)

Zum Glück bin ich aber bei der Wahl der für mich geeigneten ätherischen Öle nicht auf mich alleine gestellt, denn dafür hat farfalla eine ganze Liste mit den wichtigsten ätherischen Ölen zusammengestellt:

Bevor Ihr aber jetzt denkt «einfach Teebaumöl für geklärte Haut aufs Gesicht auftragen und schon ist alles super!», davor muss ich Euch quasi warnen. Denn die ätherischen Öle solltet Ihr nie unverdünnt auf die Haut auftragen, wählt dafür immer Pflanzenöle für Mischungen oder Pflanzenwasser, welche die sanften Varianten der Öle sind.

farfalla für werdende Mütter: die Hebammenhilfe

Nachhaltigkeit bedeutet dem Schweizer Unternehmen viel und zwar nicht nur auf der Produkt- sowie Rohstoffebene, sondern auch auf der menschlichen Stufe. Und das versprechen sie mit den diversen Auszeichnungen und Zertifizierungen.

Aber genau so wichtig ist farfalla das soziale Engagement, weshalb das Team um Malvin seit mehreren Jahren werdende Mütter mit der Hebammenhilfe unterstützt. Ziel dieser Stiftung ist es, die Sterblichkeit der gebährenden Frauen zu minimieren. Denn in der Sahelzone – einem Anbaugebiet wichtiger Pflanzen und Wohnraum vieler Partner von farfalla – sterben noch immer 100-mal mehr Frauen als in Europa, wo die Sterblichkeitsrate bei 1:10’000 liegt (Quelle: farfalla-Magazin 01/2018, S. 24). Dieser Tatsache möchte man entgegenwirken und für Malvin Richard ist das Projekt von grosser, persönlicher Bedeutung:

«Mein absolutes Herzensprojekt – neben dem Sponsoring der Hebammenausbildung ist es mir ein grosses Anliegen, überhaupt maximal viele Menschen auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Mich persönlich hat es ungemein berührt, dass dieses für uns wunderschöne Erlebnis, die Geburt eines gesunden Babys, ein Privileg unserer Wohlstandsgesellschaft ist.»

(farfallaMagazin 01/2018, S. 25)

Das Projekt geht die Müttersterblichkeit unmittelbar an, indem mit jedem verkauften farfalla-Produkt ein Beitrag an die Ausbildung einer Hebamme geleistet wird. Zum Beispiel am Hamlin College of Midwives in Äthiopien lernen die künftigen Hebammen alles über die Geburtshilfe und Anatomie sowie vieles zur Sozialkompetenz, da die jungen Frauen als College-Absolventinnen vielerorts eine Vorbildrolle einnehmen.

Erste, zuversichtlich stimmende Resultate konnte das College schon erreichen und zwar sind seit 2010 keine Frauen bei der Geburt ihres Kindes gestorben, welche von einer Hamlin Hebamme betreut wurden (Quelle: farfalla-Magazin 03/2019, S. 17).

Fazit: Die farfalla-Produkte sind also nicht nur gut für Euer Gemüt und Eure Haut, sondern das Unternehmen nimmt seine soziale Verantwortung wahr und unterstützt seine Rohstoffproduzenten*innen sowie junge Frauen bei ihrer Ausbildung zur Hebamme. Was gibt es also besseres?

Mehr Infos

Malvin Richard stellt farfalla und sich selbst vor.

Infos von farfalla:
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Alles aus dem Shop:
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Männerpflege (Feuchtigkeitsfluid | Augenfrische Roll-on | Deo | Dusch-Shampoo | Körperlotion)
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Quellen

farfalla
farfalla-Magazine
– Bilder/Fotos: farfalla
Brigitte 20/2015, Seite 6.
Medienmitteilung: Rebranding für farfalla gewinnt GOLD beim German Brand Award, 20.06.2019.


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