«Affen, Thai-Cowboys – und mein Song»

Skip, der Gitarrist und Leadsänger der Musikgruppe Aliotta Haynes Jeremiah, spricht darüber, was es braucht, einen zeitlosen Song zu machen, was ihm der Lake Shore Drive bedeutet und warum er sich dazu entschieden hat, mit BRACK.CH zusammenzuarbeiten.

Im Fotostudio: Aliotta, Haynes und Jeremiah während der wilden SiebzigerIm Fotostudio: Aliotta, Haynes und Jeremiah während der wilden Siebziger

BRACK.CH: «Lake Shore Drive», der Song aus unserer aktuellen TV-Werbung, stammt aus 1971 – er könnte auch von heute sein. Was macht einen Song zeitlos?

Skip Haynes: Wir nennen es «kleinstes gemeinsames Vielfaches». Das bedeutet, dass der Song sehr viele Leute berührt, weil das Material, die Arrangements und all die anderen Kleinigkeiten, die zu einem Hit gehören, vorhanden sind. Der Song ist das Resultat einer «magischen» Aufnahme-Session – auch wenn die Band und alle anderen, die an dieser Session dabei waren, dies damals nicht so wahrgenommen haben.

Was bedeutet der Lake Shore Drive, die echte Strasse dieses Namens, Dir und den Einwohnern von Chicago ?

Alle in Chicago lieben den Lake Shore Drive. Er verläuft am Ufer des Michigansees entlang und ist wunderschön. Ich würde sogar sagen, er sei einer der grossen Stadtstrassen auf der Welt. Ausserdem war es wirklich cool, wenn Du da wohntest – so konntest Du auf Briefen immer «1345 LSD» als Adresse angeben.

«Der Song ist Resultat einer magischen Aufnahme-Session»

Was war Deine beste Erfahrung auf Konzerttour?

Die Aufenthalte im Hotel Tropicana in Santa Monica, 1970 und 71. Das war der «place to be», wenn man damals im Musikgeschäft war. Fast jede Gruppe seit Elvis Presley, die in Los Angeles spielte, übernachtete dort mindestens einmal.

Originales Plattencover von 1971Originales Plattencover von 1971. Skip Haynes ist der Macho in der Mitte.

Von welchem Künstler würdest Du am liebsten ein Cover Deines Songs hören?

Diese grossartige Frage hat mir noch nie jemand gestellt. Ich glaube, das müssten entweder Lord Huron oder Billy Joel machen. Denn um den Song am besten rüberzubringen brauchst Du einen, der so richtig in die (Keyboard-)Tasten hauen kann.

«Eure Kampagne macht den Song darin grossartig!»

Wie sieht Dein Alltagsleben heute aus ?

Ich lebe im Laurel Canyon, in den Hollywood Hills, zusammen mit meiner Freundin, mit der ich über 25 Jahre zusammen bin. Wir haben zwei Hunde und zwei Katzen. Mir gehört ein Plattenlabel namens «Laurel Canyon Animal Company». Wir machen Musik über, für und mit Tieren. Ich schreibe jeden Tag Musik und kümmere mich um die Tiere. Wegen der Geschichte mit BRACK.CH werde ich auf die Live-Bühne zurückkehren.

Was hat Dich dazu motiviert, BRACK.CH die Erlaubnis zu geben, «Lake Shore Drive» für ihre «Pack den Brack»-Kampagne zu nutzen?

Erstens die Möglichkeit, dass mein Song in der Schweiz gespielt wird und zweitens die Art, wie das ganze Projekt bearbeitet worden ist. Es war ein Vergnügen, Musik, Werbung und Geschäftliches dabei zu verbinden. Zudem wirken der Werbespot und die Kampagne unaufdringlich und ausgefeilt.

«In meinen wildesten Träumen hätte ich mir nicht ausdenken können, meinen Song in Verbindung mit Affen und Thai-Cowboys zu sehen.»

Was denkst Du über das Resultat ?

Ich mag die Kampagne. Ich weiss nicht wie Ihr das gemacht habt, aber sie vermittelt ihr eigenes Reisefeeling und macht den Song darin grossartig. In meinen wildesten Träumen hätte ich mir nicht ausdenken können, meinen Song in Verbindung mit Affen, Wasserbüffeln und Thai-Cowboys zu sehen. Ich wusste nicht mal, dass es in Thailand Cowboys gibt. Wie cool ist das denn!

In der BRACK.CH-Kampagne geht es ja ums Reisen. Wohin würdest Du gern als Nächstes reisen ?

In die Schweiz, wegen der BRACK.CH-Kampagne und möglicherweise auch, um künftig dort aufzutreten, wer weiss. Die Art, wie der Song eingesetzt wird, verknüpft Hollywood, Chicago und die Schweiz musikalisch miteinander. Und darum geht es ja in der Musik: Leute zusammenzubringen.

«darum geht es ja in der Musik: Leute zusammenzubringen»

Was packst Du in Deinen Koffer?

Kissenbezüge. Levi’s. Schuhe. T-Shirts, Rasierzeug. CDs.

Bist Du selbst ein Online-Shopper ?

Ja, ich kaufe sogar ziemlich oft online ein.

Skip, vielen Dank für dieses Interview!

(Dieses Interview wurde aus dem Englischen übersetzt.)


… und der Rest der Band?
Skip Haynes ist das einzige Mitglied der US-Band «Aliotta Haynes Jeremiah», das noch am Leben ist. Bassist Mitch Aliotta ist erst kürzlich, am 21. Juli 2015 in Las Vegas verstorben (vgl. Artikel der Chicago Sun-Times). Der Keyboarder John Jeremiah schloss am 5. Dezember 2011 in der Kleinstadt Chester, Illinois, das letzte Mal seine Augen.

Der Ohrwurm, um den es geht

Der Song aus dem aktuellen BRACK.CH-Spot, der ab heute wieder im Fernsehen zu sehen ist, ist der perfekte Soundtrack für unterwegs. Er wurde 1971 das erste Mal eingespielt und ist 2015 neu in einer digital abgemischten BRACK.CH-Edition erschienen. Knapp vier Minuten Siebziger-Nostalgie! Falls Euch Skips Song genauso gut gefällt wie uns, dann holt ihn Euch auf exlibris.chiTunes oder hier.

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Mehr zur Entstehungsgeschichte erzählt Skip in diesem Online-Interview.


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0       Kommentare deaktiviert für «Affen, Thai-Cowboys – und mein Song» Geposted von Daniel Rei

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