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Okt 10
Focus Week Solid State Drives von OCZ
Einleitung

Keine beweglichen Teile, äusserst robust und rasend schnell: Solid State Drives, kurz SSDs, werden auf Dauer traditionelle Festplatten ersetzen. Technologisch die Nase vorn hat OCZ Technology: Der für High-End-Memory bekannte US-Hersteller hat nicht nur als Erster eine bootfähige PCI-Express-SSD auf den Markt gebracht, sondern auch zuerst leistungsmindernde SSD-Eigenheiten ausgemerzt. Zudem hat OCZ immer ein offenes Ohr für Kundenbedürfnisse: Ein breites SSD-Sortiment deckt alle wichtigen Anschlüsse und alle Leistungsklassen ab. In dieser Focus Week stellen wir die ganze SSD-Produktpalette von OCZ vor.
Einführungsvideo
(Länge 1:49 min, ohne Ton)
Kaufberatung
Kaufberatung: einige Fachbegriffe, einfach erklärt
Wer mit einer SSD liebäugelt, der könnte sich leicht im Dickicht der Fachausdrücke wie TRIM, MLC, Sandforce, HSDL und IOPS verfangen. Oder was sind die Unterschiede zwischen den Produktserien OCZ Vertex, Vertex 2, Vertex 2 EX und Vertex 2 Pro? Wir geben – ohne allzu sehr in technische Details zu gehen – konkrete Hinweise, welche SSD für Eure Interessen zugeschnitten sein könnte.
Was ist überhaupt eine SSD?
Eine SSD ist ein «Solid State Drive». Anders als gewöhnliche Festplatten gibt es keine Teile, die sich bewegen. Man könnte sich eine SSD technisch gesehen wie einen überdimensionierten USB-Stick vorstellen. Gegenüber der herkömmlichen Festplatte hat die SSD Vorteile: Sie ist robuster, übersteht auch schon mal Stürze. Gemäss OCZ sind SSDs bis zu zehn Mal so schnell wie Festplatten. Und sie brauchen 90 Prozent weniger Strom, produzieren dabei weniger Abwärme.
Anschlüsse und Formate
Da SSD primär als Festplattenersatz fungieren, müssen sie auch in herkömmliche Festplatten-Laufwerkschächte passen. OCZ bietet eine Fülle an SSDs an, die in 1,8-, 2,5- oder 3,5-Zoll-Schächten Platz finden. Jetzt muss man sie noch anschliessen können. Als Verbindung zum PC-System kommt die SATA-II-Schnittstelle zum Zug.
Wer es noch etwas schneller braucht, sollte SSDs mit einer PCI-Express-Schnittstelle wählen.
OCZ hat zudem die HSDL-Kabelverbindung entwickelt, die bei den «IBIS» genannten Hochleistungs-SSDs zum Einsatz kommt. Die Abkürzung steht für «High Speed Data Link»; das Anschlusskabel soll den Flaschenhals traditioneller Schnittstellen beseitigen. IBIS-Platten werden über ein HDSL-Kabel an eine PCI-Express-Karte angeschlossen und so ins System eingebunden. HSDL überträgt Daten mit 20 Gbps – mehr als drei Mal so schnell als die angekündigte SATA-Technik mit 6 Gpbs.
Schliesslich gibt’s SSDs zum Mitnehmen: Wer unterwegs eine schnelle Speichergelegenheit benötigt, wird mit OCZs «Enyo» glücklich. Diese Reihe tauscht Daten per USB 3.0 aus.
MLC und SLC
Multi-Level-Cell und Single-Level-Cell sind zwei Bauarten von SSD, oder allgemeiner von NAND-Flash-Speichern. Eine Speicherzelle nach Bauart SLC speichert genau ein Bit, eine MLC zwei Bits. SLCs sind teurer in der Herstellung, benötigen weniger Strom, übertragen Daten etwas schneller und sind insgesamt etwas langlebiger als MLCs. Dafür kosten sie auch einiges mehr. Bei Konsumenten haben sich MLC-SSDs durchgesetzt, die SLC-Variante ist ideal für Server oder Hochleistungsrechner.
Controller und Firmware
Der Controller ist ein Logiksystem – ein «Chip», der die Kommunikation zwischen den Speicherzellen der SSD und dem Computer kontrolliert. Die Firmware ist quasi das unzugängliche «Betriebssystem» der SSD, auf einem Teil der Speicherzellen abgelegt und «befiehlt» dem Controller, wie er sich zu verhalten hat. Controller und Firmware haben einen nicht unwesentlichen Anteil daran, wie schnell eine SSD Daten liest und schreibt.
Der Controller ist ein wichtiges und auch teures Bauteil einer SSD. Es gibt verschiedene Hersteller für Controller, OCZ verwendet verschiedene Controller von unterschiedlichen Herstellern. Der Hersteller Indilinx verantwortet z.B. die Controller «Barefoot» und «Amigos». Der zweite wichtige Hersteller in OCZ-SSDs heisst Sandforce, deren aktuelle Controller SF-1200 und SF-1500. Sandforce hat OCZ auch das Recht eingeräumt, ihre Controller mit der exklusiven «Max. IOPS»-Firmware zu betreiben – mit dem Resultat, dass die Leistung höher ist als bei den SSDs anderer Hersteller mit Sandforce-Controllern.
Trim und Garbage Collection
Was sich beim ersten Lesen wie Coiffeur und Müllabfuhr anhört, bezeichnet in der Fachsprache Gegenmassnahmen zum Performance-Verlust bei SSDs. Zwar gibt es bei SSDs keinerlei mechanischen Verschleiss wie etwa Festplatten darunter leiden. Doch mit zunehmenden Lösch- und Wiederbeschreib-Vorgängen benötigt eine einfache SSD immer länger, um Daten zu speichern. Der Grund: Was die Festplatten in einem Rutsch erledigen, macht eine SSD in zwei Schritten. Wenn Ihr eine Datei auf einer SSD über Euer Betriebssystem löscht, dann wird auf dem SSD-Laufwerk nur der Eintrag dieser Datei im «Inhaltsverzeichnis» gelöscht – die eigentlichen Daten befinden sich nach wie vor auf einigen Speicherzellen der SSD. Eine SSD muss diese Zellen erst leeren, bevor sie sie neu beschreiben kann. Mit der Zeit sind immer weitere Bereiche auf der SSD mit eigentlich gelöschten Daten gefüllt. Beim erneuten Schreiben muss also immer mehr auch erst gelöscht werden, was die Schreibgeschwindigkeit verlangsamt.
Garbage Collection ist ein in der Firmware enthaltenes Feature, das diese nicht mehr benötigten Daten bereits vor der neuerlichen Verwendung aus den Speicherzellen löscht – diese Bereinigung entspricht also bildlich tatsächlich einer Müllabfuhr. TRIM heisst ein Befehl, den das Betriebssystem an die SSD sendet, um freigestellte Speicherzellen zur späteren Wiederbeschreibung zu markieren. Linux ab 2.6.33 und Windows 7 unterstützen TRIM. SSD mit Garbage Collection und TRIM verlieren nicht an Leistung und leben länger.
IOPS
Input/Output Operations per Second ist ein Leistungswert für elektronische Speichermedien. Die Masseinheit gibt an, wie viele Ein- und Ausgabebefehle pro Sekunde eine SSD bzw. deren Controller durchführen kann. Je höher dieser Wert, desto besser.
MTBF
Mean time between/before failure: Die Lebensdauer eines Produkts, bevor es ausfällt. Dies ist ein Schätzwert oder ein empirischer Wert.
Supercap
Der SuperCapacitor agiert als eine temporäre Stromreserve. Im Falle eines plötzlichen Spannungsverlusts kann das Laufwerk seine Aufgaben beenden, ohne Daten zu verlieren.
Zur folgenden Übersicht
In der folgenden Übersicht stellen wir die einzelnen SSD-Typen von OCZ vor. Wir folgen dabei der Einteilung des Herstellers in drei Leistungsklassen:
- Mainstream: SSD mit optimalem Preis-Leistungsverhältnis für Anwender-PCs, Notebooks und Netbooks
- Hochleistung: SSD für Workstations, Profi-Gamer und andere anspruchsvolle Anwender
- Unternehmenslösungen: SSD für höchste Ansprüche: Server, Medizin, Verwaltung, Medien, Industrie, Data Centers, Super Computing
Die einzelnen Serien sind jeweils mit Bild und Kurzbeschreibung versehen.
2,5” SATA
Mainstream
Vertex – der Dauerbrenner
- Maximal 250 MBps lesen, maximal 180 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Indilinx Barefoot
- Lebensdauer (MTBF): 1,5 Mio. Stunden
- Im Shop
Onyx 2 – hervorragend in Preis und Leistung
- Maximal 275 MBps lesen, maximal 265 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 10’000
- Lebensdauer (MTBF): 1,5 Mio. Stunden
Onyx – preisgünstig und schnell
- Maximal 125 MBps lesen, maximal 70 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Indilinx Amigos
- Lebensdauer (MTBF): 1,5 Mio. Stunden
- Im Shop
Hochleistung
Vertex 2 – setzt die Messlatte wieder höher
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 50’000
- Lebensdauer (MTBF): 2 Mio. Stunden
- Inkl. 2,5”-auf-3,5”-Bracket
- Im Shop
Agility 2 EX – äusserst zuverlässig
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: SLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 10’000
- Lebensdauer (MTBF): 2 Mio. Stunden
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 10’000
- Lebensdauer (MTBF): 2 Mio. Stunden
- Im Shop
Unternehmenslösungen
Vertex 2 EX – Leistung und Ausdauer sind top
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: SLC
- Controller: Sandforce SF-1500 + Supercap
- IOPS: 50’000
- Lebensdauer (MTBF): 10 Mio. Stunden
Vertex 2 Pro – verlässlich und schnell
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1500 + Supercap
- IOPS: 50’000
- Lebensdauer (MTBF): 10 Mio. Stunden
- Im Shop
3,5” SATA
Mainstream
Colossus LT – erhältlich bis zu 1 TB
- Maximal 260 MBps lesen, maximal 260 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Indilinx Barefoot
- IOPS: 15’000
- Lebensdauer (MTBF): 1 Mio. Stunden
Hochleistung
Vertex 2 – sehr schnell im 3,5-Zoll-Bereich
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 50’000
- Im Shop
Agility 2 – Preis und Leistung stimmen
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 10’000
Unternehmenslösungen
- Maximal 740 MBps lesen, maximal 720 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: 4× Sandforce SF-1200
- IOPS: 120’000
- Internes RAID 0
- Link in unseren Shop
1,8” SATA
Mainstream
Onyx – nur 1 Watt Stromverbrauch
- Maximal 145 MBps lesen, maximal 120 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Indilinx Amigos
Hochleistung
Vertex 2 – Leistung fürs Notebook
- Maximal 285 MBps lesen, maximal 275 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Sandforce SF-1200
- IOPS: 50’000
PCI-Express ×4/×8
Mainstream/Hochleistung
RevoDrive X2 – noch schneller als RevoDrive
- Maximal 740 MBps lesen, maximal 720 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: 4× Sandforce SF-1200
- IOPS: 100’000–120’000
- MTBF: 2 Mio. Stunden
- Bootfähig
- Internes RAID 0
RevoDrive – Spitzenleistung, fairer Preis
- Maximal 540 MBps lesen, maximal 480 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: 2× Sandforce SF-1200
- IOPS: 75’000
- Bootfähig
Unternehmenslösungen
Z-Drive R2 e88 – Spitzenlösung
- Kapazität: 512 GB
- Maximal 1400 MBps lesen, maximal 1400 MBps schreiben
- Bauart: SLC
- Controller: Indilinx/LSI
- IOPS: 29’400
- Bootfähig
- Internes RAID o
Z-Drive R2 e84 – Enterprise Solution
- Kapazität: 256 GB
- Maximal 900 MBps lesen, maximal 900 MBps schreiben
- Bauart: SLC
- Controller: Indilinx/LSI
- IOPS: 16’900
- Bootfähig
- Internes RAID 0
Z-Drive R2 p88 – für hohe Ansprüche
- Kapazitäten: 512 GB–2 TB
- Maximal 1400 MBps lesen, maximal 1400 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Indilinx/LSI
- IOPS: 14’500
- Bootfähig
- Internes RAID o
Z-Drive R2 p84 – die zweite Generation (R2) für mehr Leistung
- Kapazitäten: 256 GB–2 TB
- Maximal 850 MBps lesen, maximal 800 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: Indilinx/LSI
- IOPS: 7000
- Bootfähig
- Internes RAID o
Z-Drive und Z-Drive R2 in unserem Shop
HDSL
Hochleistung/Unternehmenslösungen
- Maximal 740 MBps lesen, maximal 720 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Controller: 4× Sandforce SF-1200
- IOPS: 120’000
- Internes RAID 0
- Link in unseren Shop
USB 3.0
Hochleistung
Enyo – Design trifft Geschwindigkeit
- Externes Laufwerk im Aluminiumgehäuse
- Maximal 260 MBps lesen, maximal 200 MBps schreiben
- Bauart: MLC
- Link in unseren Shop
Links
- Herstellerseite
- HSDL erklärt
- Wikipedia-Eintrag über SSD (inklusive Garbage Collection und TRIM)
- Unterschiede zwischen Firmwares für SF-1200
- Test: Enyo
- Test: Vertex 2 Pro
- Test: OCZ IBIS
- Test: OCZ RevoDrive
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