Osterhasen aus dem Silhouette – Eine Anleitung

SilhoutteOstern steht vor der Tür und noch keine Karte zum Verschenken vorhanden? In ein paar Schritten zeigt Jenny von BRACK.CH Euch, wie Ihr in letzter Sekunde noch eine Osterkarte mit einem Silhouette Gerät gestalten könnt. Happy Easter!

Häkeln, Stricken, Basteln sind wieder schwer im Kurs. Immer mehr Menschen setzen in ihrer Freizeit einen kreativen Schwerpunkt. Selbermachen fägt! Dazu passen auch die Produkte von Silhouette. Die verschiedenen Geräte und Materialien setzen Eurer Fantasie keine Grenzen. Sie sind frei miteinander kombinierbar und vereinbaren technische Gestaltung mit spielerischen und liebevollen Extras. Ein Must-Have für Bastlerinnen und Bastler.

Unsere Jenny hat den Silhouette Cameo auch für sich entdeckt und verbringt viel Zeit und tüftelt immer wieder an neuen Designs. Hier für Euch das erste Mal eine Anleitung zum Nachmachen oder Variieren. Jenny zeigt, wie’s geht!

Alle Jahre wieder: Ostern

Zu allererst solltet Ihr natürlich auch die passenden Material haben. Ich habe folgende Materialien verwendet:

SilhoutteEinkaufsliste

Einkaufsliste Ostergrüsse

Zum Vorgehen: Prinzipiell würde ich Euch empfehlen, alles in der Software fertig aufzubereiten, sodass Ihr nur noch plotten müsst. Die besten Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich vom Grossen ins Kleine arbeitete.

1) Beginnen wir mit der Karte. Dazu wählt Ihr auf der linken Seite das Symbol ‹Rechteck› aus und zeichnet dieses auf Eure Arbeitsmappe. Ihr entscheidet, wie gross die Karte werden soll. Ich habe mich für die Masse 9×18 (Höhe x Breite, in cm) entschieden. Um die Masse genauso auf das Papier zu bekommen, geht Ihr in der Bearbeitungsleiste auf ‹Skalieren›. Am rechten Bildschirmrand öffnet sich der Bearbeitungsbereich, wo Ihr die Abmessungen eingeben könnt. Nehmt zuerst (!) den Hacken bei ‹Sperre› heraus, damit Ihr die Seiten unabhängig voneinander bearbeiten könnt und tragt Eure gewünschten Masse ein.

2) Um die Karte einfacher zu falten, empfehle ich, eine Faltkante einzufügen. Damit die Linie gleich perforiert ist, wählt Ihr in den ‹Linienstiloptionen› die gewünschte perforierte Linie, danach das Linienwerkzeug und zeichnet eine senkrechte Linie.

– Tipp: Damit die Linie wirklich senkrecht wird, könnt Ihr während des Zeichnens noch die ‹Shift› drücken, so wird sie automatisch ausgerichtet.3Nun sollte die Linie mittig sein und sich nicht mit der Karte mitbewegen. Markiert dazu das Rechteck und die Linie. Unter ‹Ausrichten› könnt Ihr alles zentrieren. Damit nichts verrutscht und Ihr den Schritt wiederholen müsst, klickt mit der rechten Maustaste aufs Objekt und wählt ‹Gruppieren›.

3) Weiter geht’s mit der grünen Karte. Wiederholt die Schritte aus Punkt 1), nur dass es andere Masse sein können. Im Bsp.: 5.5×9 cm.

4) Damit die Karte später einfacher den Papierfarben zugeordnet werden kann, arbeite ich mit unterschiedlichen Linienfarben; findet Ihr im Menu.

5) Nun benötigen wir noch die Karte mit den Halbkreisen. Dazu machen wir zunächst von dem grünen Rechteck eine Kopie. Zuerst das Objekt anwählen, dann über ‹Ctrl + C› kopieren und mit ‹Ctrl + V› einfügen, oder über die rechte Maustaste ‹Kopieren› und wieder über die rechte Maustaste ‹Einfügen›.

6) Das grüne Rechteck wird nicht weiter bearbeitet oder gebraucht, daher könnt Ihr es auf Eure bereits kreierte Karte schieben. Wählt das ‹Kreiswerkzeug› und macht einen Kreis auf die Arbeitsfläche.

– Tipp: Damit dieser perfekt rund ist, könnt Ihr hier wieder ‹Shift› drücken.

Wir replizieren ihn jetzt. Dazu geht Ihr auf ‹Replizieren› am oberen Bildschirmrand, wählt Euren Kreis und klickt auf ‹Viererspalte›. Dies macht Ihr so oft, bis Ihr zehn Kreise nebeneinander habt. Nun den linken oder rechten Kreis anwählen. Wir fügen sie so zusammen, dass sie an den Seiten überlappen. Dazu 5x auf die entgegengesetzte Pfeiltaste auf Eurer Tastatur drücken. Die Kreise überlappen sich jetzt. Wählt nun die beiden Kreise, welche Ihr eben ineinander verschoben habt und drückt auch da wieder 5x auf die Pfeiltaste. Dies macht Ihr bis sich alle überlappen.

7) Damit sie eine Fläche darstellen, müssen wir sie zusammenschweissen. Markiert alle Kreise und geht dazu auf ‹Modifizieren›. Wählt ‹Verschweissen›; alle Eure Kreise sollten nun zu einer Fläche verschmolzen sein. Je nachdem wie gross die Kreise waren, sollten sie noch an die Kartengrösse (9 cm) angepasst werden.

8) Jetzt bringen wir das Rechteck und die verschmelzenden Kreise zusammen. Schneidet mit dem Messerwerkzeug die Kreise waagerecht durch. Nachdem Ihr diese getrennt habt, könnt Ihr die untere Hälfte löschen. Markiert das Rechteck und Eure halbierten Kreise und zentriert sie. Wiederum bringe ich sie zum Überlappen und klicke auf ‹Verschweissen›.

Ein geometrischer Hoppelhase

9) Die Hasenohren wollte ich nicht frei zeichnen, deshalb habe ich eine Vorlage aus dem Internet kopiert. Die Ohren mit dem ‹Nachzeichnen›-Tool nachmalen, da das Häschen nicht so verwendet werden kann. Zieht den Bereich über Euer Objekt, sodass dieses blau umrandet ist. Nun schiebt Ihr die Regler für die Schwellwerte so, dass alles gelb ausgefüllt ist und wählt ‹Aussenrand› nachzeichnen. Der blaue Rand verschwindet und Ihr könnt das Bild vom Häschen löschen. Übrig bleiben jeweils die Ohren.

10) Mit dem Messer die Ohren vom Kopf abschneiden: Bei den Einstellung wählt dazu am besten ‹Freihand› schneiden, so könnt Ihr beide Ohren oval herauslösen.

11) Dann zeichnet Ihr nochmals einen Kreis. Schiebt den Kreis an die Ohren heran, dass diese sich wieder überlappen. Markiert die Ohren und den Kreis und verschweisst sie.

12) Zeichnet einen Kreis. Wenn Ihr nun einen Doppelklick auf die gezeichnete Linie macht, seht Ihr vier kleine Punkte. Wählt nun den unteren Punkt mit der linken Maustaste an und zieht diesen nach unten. Den oberen dann dementsprechend nach. Damit habt Ihr den Körper für den Hasen.

13) Zu den Füssen: Wir kopieren den Körper, fügen ihn wieder ein und verkleinern ihn. Mit dem Tool ‹Drehen› könnt Ihr den Fuss schräg stellen. Mit ‹Replizieren› auf rechts spiegeln und schon habt Ihr zwei Füsse.

14) Schiebt den Hasen zusammen. Ihr könnt ins Feintuning gehen, sollte etwas noch nicht ganz stimmen.

Ei, ei, ei!

15) Für das Osterei macht Ihr wieder einen Kreis. Klickt erneut die Linie zwei Mal an. Schiebt den oberen Punkt nach oben, sodass sich eine Eiform bildet. Damit das Ei nicht leer ist, könnt Ihr diverse Objekte einfügen. Doppelklick und es ist auf der Arbeitsmappe (Bsp. florish). Beide Designs ineinander legen, Grössen anpassen, zentrieren. Weil ich das Bild im Ei nicht schneiden möchte, sondern zeichnen lassen will, muss es nur noch mit einer anderen Linienfarbe hinterlegt werden. Mit der rechten Maustaste anwählen und gruppieren. Fügt es in Eure Karte ein.

Nomen est omen?

16) Der Schriftzug: Dazu am linken Rand auf das ‹A› für Textbearbeitung klicken und dann irgendwo in Eure Arbeitsmappe klicken. Sobald der Cursor blinkt, könnt Ihr losschreiben. Um die Schriftart zu ändern, wählt dann den Text. Rechts könnt Ihr die Schriftarten durchsehen. Da es auch gezeichnet (geschrieben) werden soll, sollt Ihr die Linie wieder so einfärben wie das Objekt im Ei. Auf die Karte legen, das schwarze Rechteck und den Text anwählen und wieder zentrieren. So ist es perfekt mittig.

Nun haben wir die Karte bereits fertig designt! Jetzt geht es noch ans Schneiden, aber das ist weniger wild. Hier würde ich Euch ebenfalls empfehlen, schrittweise zu arbeiten, so geht zwischendurch nichts verloren.

17) Beginnen wir mit der Karte inklusive Schriftzug: Nehmt das Ei, den Hasen und die beiden kleineren Rechtecke beiseite, sodass Ihr nur noch die Karte mit dem Text auf Eurer Arbeitsmappe habt. Über das ‹Messer› öffnen sich die Schneideeinstellungen. Wählt zuerst ‹Erweitert› aus und tippt auf die Linienfarbe. Wenn Ihre die Linien eingefärbt habt, dann seht Ihr dort nun zwei Linien. Wählt Euch zuerst die aus, welche gezeichnet (geschrieben) werden soll – bei mir blau – und nehmt bei dem zweiten Punkt den Hacken raus, sodass nur die Schrift ein Häkchen hat. Klickt auf den ‹Materialtyp› rechts. Es öffnen sich weitere Materialien. Sucht nach dem ‹Skizzenstift›, klickt diesen an. Steckt Eure gewünschte Farbe in die Messerhalterung des Geräts und spannt sie fest. Dann legt das Papier, im Bsp. hellgelb, auf die Schneidematte; genauso, wie in der Software. Legt sie ins Gerät und klickt auf ‹An Silhouette senden›. Und fertig – der Text ist geschrieben.

18) Danach klickt Ihr auf Schneideeinstellung bearbeiten und wählt statt dem Text (blaue Linie) das Rechteck (rote Linie) aus. Achtet auf die Hacken! Ändert den Materialtyp auf ‹Coverstock›, wobei Ihr das Messer nur auf 6 zu stellen braucht, lasst sonst alle Einstellungen wie sie sind. Stellt das Messer ein und geht dann wieder auf ‹An Silhouette senden›.

19) Arbeitet Euch nun durch die verschiedenen Objekte. Ihr könnt für alles die Coverstock-Einstellungen mit Stufe 6 nehmen. Nur bei der Wellpappe von Silhouette, dort wählt den Materialtyp aus den Vorschlägen aus und passt es dementsprechend an.

– Tipp: Den Hasen wieder so auseinander ziehen, dass sich keines der einzelnen Objekte überlagert. Diese werden dann einzeln wieder zusammengeklebt.

Jetzt noch kleben und dann ist es vollbracht.Silhoutte Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt Eure (erste) Silhouette Osterkarte kreiert. War doch gar nicht so schwer oder? :)

Dann viel Spass beim Verschenken wünscht Jenny von BRACK.CH

Lightning storm


0       Kommentare deaktiviert für Osterhasen aus dem Silhouette – Eine Anleitung Geposted von Alexandra Donat

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