Laufen für alle, die nicht laufen können

Der verregnete Mai zeigte sich auch am siebten Tag von seiner besten Seite und deckte Olten mit einer gehörigen Portion Niederschlag ein. Das Aarestädtchen war nämlich zum vierten Mal Austragungsort des Wings for Life World Run, einer internationalen Wohltätigkeits- und Sportveranstaltung. Unter den rund 3500 Läuferinnen und Läufern für den guten Zweck befanden sich auch 22, die unter ihren grünen DayDeal-Ponchos und anderen Regenkleidern das grauschwarze BRACK.CH-Laufshirt trugen, welches auf dem Rücken mit dem Slogan «be part of a change – run for it» bedruckt war. Hier der Bericht von Florian und Roger in Text und Bild.

Der Regen zehrt an den Kräften

Wie bestellt zeigte sich kurz vor Wettkampfbeginn kurz die Sonne. Diese erste Regenpause währte jedoch nur kurz. Noch während sich die farbige Schlange aus Läufern durch die westlichen Aussenbezirke wand, gewann die kalte Himmelsdusche über Olten für kurze Zeit nochmals an Kraft. Unter den Teilnehmern waren auch Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer, die entweder von Läufern geschoben wurden oder aber ihr Gefährt mit der Kraft ihrer Arme antrieben. Der Nieselregen war vor allem für die gut 300 freiwilligen Helferinnen und Helfer unangenehm, die unter anderem das Check-in, den Verkehrsdienst und die immer wieder schon von weitem herbeigewünschten Verpflegungsstationen an der Strecke organisierten und betreuten.

Edelmais im Catcher Car

Die Läuferinnen und Läufer hatten mehr mit dem kalten Wind und etwas später dann auch gegen den Catcher Car zu kämpfen, der eine halbe Stunde nach dem offiziellen Start losfuhr und für alle Teilnehmenden, die er einholte, sowohl die Ziellinie als auch das Aus bedeutete. Grösstenteils erblickten die beiden Fahrer des Comedy-Duos Edelmais beim Überholen zufriedene Gesichter. Die Erleichterung, nicht mehr weiterrennen zu müssen, sowie der Stolz über die erbrachte Leistung überwogen, und so wurden bereits auf der Strecke erste Gratulationen ausgetauscht.

Ein unvergesslicher Anlass

Nach der Rückkehr zu Fuss oder per Shuttle-Bus zur Stadthalle Olten und nach einer warmen Dusche gab es schliesslich im vollen Festzelt noch etwas zu essen. Bei Wurst vom Grill, Pasta mit Hackfleisch, Schnitzelbrot oder Sandwich tauschten die Sportlerinnen und Sportler Erfahrungen aus oder verfolgten auf den Bildschirmen die noch laufenden Rennen an den weltweit 25 Austragungsorten. Richtige Partystimmung kam jedoch an dem kalten Sonntagnachmittag nicht mehr auf, und die meisten machten sich zeitig auf den Heimweg. Trotz Regen und Kälte war der World Run 2017 auf jeden Fall ein Grossanlass, der bewegt und zum Bewegen veranlasst hat, und der daher auch nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird. Es war – wie jedes Jahr – toll, dabei gewesen zu sein!

Text: Florian Lustenberger, Content Editor
Bilder: Roger Nebiker, Key Account Manager Vertrieb


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0       Kommentare Geposted von Daniel Rei

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