Letzte Aufbauphase der Triathleten für Rio

PK_Wallisellen_20160526_DSC5595Der Sommer steht vor der Türe und damit auch die Olympischen Spiele. Für die Triathleten Nicola Spirig, Jolanda Annen, Sven Riederer und Andrea Salvisberg geht es nun langsam um die Wurst. Jeder der vier hat sein eigenes Tempo und seine eigenen Trainingsmethoden, wie sie anlässlich der Pressekonferenz vor der EM in Lissabon betonten. Ein Schwerpunkt verbindet sie alle: Olympia.

Für die Pressekonferenz des Swiss Triathlon Teams am Donnerstag, 26. Mai, hätte das Wetter nicht besser sein können. Als wir im Freibad Wallisellen am frühen Vormittag ankamen, war alles noch ruhig. Doch schon nach kurzem sahen wir vier rote T-Shirts herumwuseln – unsere zwei Triathletinnen und zwei Triathleten.

Zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit

Der Fototermin schien ein gewohntes «Übel» für Nicola – Olympiasiegerin 2012 – und Sven zu sein. Die Newcomer der diesjährigen Saison Jolanda (UR) und Andrea (BE) integrierten sich gut ins Bild und verströmten schon jetzt, in ihrer noch jungen Karriere, Selbstsicherheit und Gelassenheit aus. Die vier strahlten mit der Sonne um die Wette, das Wasser im Freibad plätscherte fröhlich vor sich hin.

Entspannt und idyllisch war die Kulisse und liess den Fototermin als das Natürlichste der ganzen Welt erscheinen. Kaum war dieser jedoch vorüber, stand bereits der nächste Termin in der Pipeline bevor es schliesslich für Andrea und Sven nach Lissabon an die Europameisterschaften ging. Beide starteten am Wochenende an der EM (Salvisberg wurde dritter, Riederer musste das Rennen aufgeben).

Premiere für Jolanda und Andrea

Während Nicola und Sven geübte Medienprofis sind und genau wissen, wie die Fragen der Journalisten beantwortet werden müssen, finden sich Jolanda und Andrea immer besser in ihrer neuen Rolle zurecht. Für beide war es die erste Pressekonferenz, ist es das erste Jahr als ProfisportlerIn und die ersten Olympischen Spiele, an denen sie teilnehmen werden. Man müsste meinen, dass sie nervös sind. Nichts da! Souverän gingen sie auf die Fragen ein und sind– wie Andrea sagt – «super happy, dass mir debi sind in Rio und für d Schwiiz üses besta geh chönnd.»

Pressekonferenz in Wallisellen (26. Mai 2016)

Vorbereitungen und Endspurt

Erst kurz vor der Pressekonferenz selber gab Swiss Olympic bekannt, wer neben Nicola Spirig an den Olympischen Spielen in der Disziplin Triathlon mitmachen darf. Nicola, Sven, Jolanda und Andrea sind ein gutes Team, sie ergänzen sich, die Chemie zwischen den vieren stimmt und man konnte diese richtig fühlen.

Die Pressekonferenz war für alle eine Art Standortbestimmung: Wer macht noch welche Rennen vor Rio? Weshalb verzichtet Nicola auf einen Start bei der EM? Was sind die letzten Vorbereitungen und was die Ziele?

Routiniers und Newcomer

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Nicola Spirig, Olympiasiegerin 2012

Nicola: Nach ihrer Handverletzung kämpfte sie sich entschlossen wieder nach vorne und lässt ihrem Körper trotzdem genügend Zeit, sich zu erholen. Deswegen wird sie spontan entscheiden, wie ihr Training aussehen wird und vom Höhentraining in St. Moritz im August direkt nach Rio reisen. «Die Temperaturen werden da auf keinen Fall zum Problem. In Rio ist es schliesslich Winter!» Als klare Favoritin sieht sie sich noch nicht, denn es ist für sie schwer zu sagen, was wirklich machbar sein wird.

 

 

Sven Riederer, Olympia-Dritter 2004

Sven Riederer, Olympia-Dritter 2004

Sven: Für ihn werden es die letzten Olympischen Spiele sein, nachdem er bisher schon an dreien teilgenommen hat. Deshalb wird er auch in seinem gewohnten Umfeld weitertrainieren und erst fünf Tage vor dem Wettkampf nach Rio fliegen. Dort stehen Akklimatisation und mentale Vorbereitungen mit Andrea im Zentrum. Diesen August möchte Sven noch einmal alles geben.

 

 

 

Andrea und Jolanda vertrauen auf ihr Umfeld und ihre individuellen Trainingsmethoden. Die junge Schattdorferin setzt auf eine Kombination von Einzel- und Teamtraining zu Hause und in Wallisellen. Und auch Andrea will möglichst ähnlich wie bisher in gewohnter Umgebung trainieren.

Nur nicht zu hastig

Bis zu den Olympischen Spielen in Rio dauert es nun nicht mehr allzu lange und die vier Sportler werden nicht mit neuen Sachen experimentieren. «Ich werde auf jeden Fall meine Pfannen und die Kochplatte einpacken für Rio!» Andrea grinst. Für ihn ist das Kochen an Wettkämpfen nicht nur ein spezielles Ritual, sondern eine Voraussetzung, um ein gutes Rennen zu absolvieren.

Nicola, Sven, Andrea und Jolanda sind ready für Rio (v.l.n.r.)

Nicola, Sven, Andrea und Jolanda sind ready für Rio (v.l.n.r.)

Das Swiss Triathlon Team hofft auf eine fünfte Olympia-Medaille im August und Nicola, Sven, Andrea und Jolanda haben ihre Ziele klar vor Augen. Aber so gross und herausragend der Anlass für eine Profikarriere auch sein mag, er bringt weder die beiden Routiniers noch die beiden Youngsters aus der Fassung. Da bleibt uns nur noch eins übrig: Viel Glück Nicola, Sven, Jolanda und Andrea für Olympia! :)

 

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0       Kommentare deaktiviert für Letzte Aufbauphase der Triathleten für Rio Geposted von Alexandra Donat

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