Drei Telefone im CEO-Check

Was geht im Innern eines CEO eigentlich so vor sich? Wir haben unseren CEO Markus Mahler durchleuchtet. Wärmebild mit dem CAT S60
Derzeit beschäftige ich mich gerade damit, welches Handy ich als nächstes nutzen werde. Drei Geräte schaue ich mir gleichzeitig an: den Business-Profi HP Elite x3, das Multimedia-Genie Sony Xperia XZ und das Outdoor-Handy CAT S60. Drei Handys, bei welchen der direkte Vergleich geradezu sinnlos ist, aber jedes für sich sehr spannende Innovationen zeigt.

Was bei allen drei Handys auffällt: die vielgescholtene Akkuleistung ist nicht so ein grosses Problem wie z.B. beim iPhone oder dem LG G5. Bei letzterem fasziniert mich immer noch, wie innovativ das Gerät mit Display, Kamera (Weitwinkel) und Zubehör zu Beginn dieses Jahres an den Markt kam. Fast unverständlich, dass es den Durchbruch nicht geschafft hat. Aber zurück zur Akkuleistung. Ein Tag Intensivnutzung muss heute einfach drin sein und viel mehr ist auch nicht realistisch. Alle drei Geräte erfüllen diese Anforderung. Leider hat es das Samsung Galaxy Note 7 nie bis zu mir geschafft, auch wenn ich das Theater um die Akkus übertrieben finde – es ist weg vom Markt.

HP Elite x3

Ganz schön grosse Verpackung beim HP-Gerät

Eine grosse Ankündigung, mit einem Gerät Handy, Notebook und Desktop abdecken zu wollen (das «Notebook» fehlte mir allerdings zum Test). Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass Microsoft aus dem Handymarkt verschwinden wird. Gerade wenn man bedenkt, wieviel wir heute auf dem Handy tun, was vor Kurzem noch Computern und Tablets vorbehalten war. Nach den grossen Versprechen im Zusammenhang mit der Ankündigung von Windows 10 und der Übernahme von Nokia Lumia war ich voller Hoffnung für Windows Mobile. Was man jetzt aber feststellt: Auch Anbieter, die bisher drei Plattformen pflegten und essenziell für die Schweiz sind, wie z.B. die SBB, verabschieden sich von Windows Mobile.

Das HP-Phablet Elite x3 hat mich nun veranlasst, wieder mal in diese Welt einzutauchen. Ich muss gestehen: Das Versprechen der drei Nutzerebenen ist grösser, als die Nutzung dann im realen Leben funktioniert. Das vollwertige PC-Erlebnis, wie an diversen Stellen versprochen, habe ich so nicht erlebt. Aber da fragt sich halt auch, was man denn erwartet. Wenn man nicht den Anspruch an vom Notebook oder Desktop gewohnte Arbeit stellt, sondern einfach mobiles Arbeiten, dann geht da schon recht viel. Das Arbeiten mit Internet und Office ist fast uneingeschränkt möglich, und wenn der Ansatz weiter entwickelt wird, sind wir wohl bald bei der vollen Konvergenz angelangt. Spannend ist das alleweil – und die Hoffnung, dass sich Microsoft doch noch um ihre mobile Plattform kümmert, ist bei mir noch nicht ganz gestorben. Zwischenzeitlich kann man sich damit behelfen, dass bald alle wichtigen Sites responsive sind und mit dem Speichern auf dem Desktop dann schon vieles geht. Auf jeden Fall ist das ist das HP Phablet ein wirklich sehr gut verarbeitetes, gutes Gerät. Die Partnerschaft mit B&O, der 6-Zoll-Bildschirm, der Hochleistungsrechner, die hochwertige Kamera und die schöne Optik machen es zu einem tollen Business-Handy.

Sony Xperia XZ

xperiaxz

So! Nun zu einem vielleicht im Vergleich zu Googles Pixel und Apples iPhone zu wenig beachteten, hochwertigen und wirklich wertvollen Stück Handykultur. Das Sony Xperia XZ ist ein sehr schön verarbeitetes Handy, das in der Android- und auch in der ganzen Handy-Welt jedem Vergleich standhält. Design ist ja bekanntlich Geschmacksache, aber da die allermeisten Handy-Hersteller zur sicheren Seite tendieren, kann man die Geräte ja auch kaum unterscheiden. So oder so, das Xperia XZ finde ich schön und handlich zugleich. Es gibt aber auch sonst keinen offensichtlichen Grund, wieso das Teil nicht zum Kassenschlager werden sollte. Eine der wohl besten Kameras in einem aktuellen Handy habe ich vielseitig getestet– schnell, scharf und farbenreich, wirklich toll. Android 6 ist zudem einfach auch ein reifes OS, das unglaublich viel bietet.

Etwas Zeit muss man trotzdem investieren bei der Inbetriebnahme. So richtig gut funktioniert das mit dem Speichern in der Google Cloud und dem Installieren auf einem neuen Gerät leider nicht. Aber wenn nichts mehr lokal gespeichert ist, dauert es auch nicht mehr allzu lange. Wirklich empfehlenswert ist dabei, die Fotos z.B. auf Dropbox zu speichern und den automatischen Kamera-Upload zu nutzen. Dann muss man sich beim Handy-Wechsel nie mehr Gedanken über die lokalen Daten oder anbieterspezifischen Clouds machen. Auch Whatsapp ist ja mittlerweile mit dem Speichern und Wiederherstellen richtig gut. Das Xperia XZ ist ein rundum durchdachtes und hochwertiges Handy, viel mehr braucht man dazu gar nicht zu sagen.

CAT S60

cats60

Was mich aber wirklich sehr positiv überrascht ist das CAT S60, ich weiss gar nicht so recht ob ich das wieder hergeben will. Klar: Es ist etwas klobig, und das Zielpublikum sind in erster Linie Menschen, die Freizeit oder Beruf draussen verbringen. Aber es ist auch endlich wieder mal ein Handy, dass sich in so richtig vielen Features von der Masse unterscheidet, ja eigentlich abhebt. Denn im Unterschied zu vielen robusten Geräten ist die Software nicht etwa eingeschränkt, sondern hat als Basis ein vollwertiges Android 6. Natürlich sprechen alle in erster Linie von der eingebauten Wärmebildkamera (vgl. das Bild von mir am Anfang dieses Beitrags) – und die ist auch eine Sensation. Zumal man für eine Standalone-Wärmebildkamera bis vor nicht allzu langer Zeit noch 2000 Franken ausgegeben hat. Die Macher des CAT S60 haben sich aber auch so einige tolle zusätzliche Details überlegt. So ist eine eigene App Toolbox mit drauf, die massgeschneidert für das Zielpublikum eine App-Auswahl bereit stellt. Für den Bau, für die Landwirtschaft, für Outdooraktivitäten etc. Das geht von der Wasserwaage über Bosch Professional bis hin zu Hiking Apps. Auch die Hardware hat  einiges verbaut und alles darauf ausgerichtet, dass das Gerät auch wasserfest ist, manuell umschaltbar von 2 m auf 5 m. Ein frei belegbarer Knopf, z.B. für die Taschenlampe, unterscheidet zwischen kurzem und langem Druck. Ein programmierbarer SOS-Button gehört natürlich auch noch dazu mit einer ausgereiften Funktionalität dahinter. Alles in allem ist das ein Schweizer Sackmesser im Handyformat. Wirklich rundum gelungen und sehr empfehlenswert.

So, und jetzt muss ich mich noch entscheiden, welches Gerät ich die nächste Zeit nutze. Die beiden anderen Testhandys werdet Ihr in Kürze preisreduziert in unserer Börse finden.

Das war er nun, mein erster Blogbeitrag auf dem BRACK.CH-Blog. Welches aktuelle Handy müsste ich Eurer Meinung nach unbedingt noch ausprobieren? Oder was würdet Ihr sonst gerne von mir hier auf dem Blog lesen?


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0       Kommentare deaktiviert für Drei Telefone im CEO-Check Geposted von Markus Mahler

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