Die Huawei Watch 2 im CEO-Check

«Endlich!», habe ich mir gedacht, «eine Smartwatch mit SIM und genügend Batterieleistung.» Eigentlich hatte ich ja auf die Samsung Gear S3 Frontier mit eSIM gewartet, jedoch gibt es sie in der Schweiz bis heute noch nicht zu kaufen. Die Huawei Watch 2 ist dafür erhältlich und ihre Vielseitigkeit hat mich überzeugt. Aber lest selbst …

Erste Eindrücke

Die Huawei Watch 2 ist jetzt erhältlich. Über Design lässt sich bekanntlich streiten. Ich finde sie optisch nicht übel und funktional sehr ansprechend. Endlich eine Uhr, die man nicht mit dem Handy koppeln muss, da sie über einen eigenen SIM-Kartenschlitz verfügt. Wenn ich unterwegs bin oder nur für den Notfall erreichbar sein möchte, kann das Handy mal zuhause bleiben. Auch Gewicht und Grösse sind bei diesem Gerät ideal.

Ein Alleskönner?

Die Tonqualität empfinde ich als sehr gut – auch wenn ich natürlich sehr gespannt auf die Auslieferung des Kickstarter-Projekts «Sgnl» warte. Das Telefonieren ist ohne Kopfhörer gut möglich – vorausgesetzt, man belästigt seine Umgebung damit nicht unnötig. Weil diese Smartwatch eine SIM-Karte «intus» hat, kann man natürlich auch streamen. Deshalb war ich beim Joggen positiv überrascht, wie ich ganz ohne Kopfhörer Musik hören konnte. Und das stundenlang – mit aktivem GPS.

Überhaupt ist die Uhr für Sportler geeignet. Man trägt alles am Handgelenk: GPS, Pulsmesser, Musik, Telefon und vieles mehr. Die entsprechenden Apps von Huawei selber, aber auch Runtastic etc. sind ebenfalls vorhanden. Mit der rechten unteren Krone hat man die Aufzeichnung entsprechend schnell gestartet, und mit Google Maps lässt sich die Strecke gleich auf der Uhr anschauen.

Fehlende Apps

Android Wear hat noch nicht sehr viele Apps integriert, aber das Wesentliche ist vorhanden. In der Kopplung mit dem Handy sind alle Benachrichtigungen von weiteren Apps enthalten. Ist die SIM-Karte auf «automatisch aktiv» gestellt, reagiert die Uhr nicht auch noch zusätzlich, wenn sie mit dem Handy verbunden ist. Das ist echt praktisch.

Eine Siegerin der Herzen

Ich könnte noch vieles aufzählen, bin ja immer noch selber am Entdecken. Für mich ist es definitiv benutzerfreundlicher, eine Smartwatch mit SIM-Slot zu besitzen. Nicht vergleichbar mit Smartwatches, die ständig vom Handy abhängig sind. Für mich stellt das einen echten Fortschritt dar, zumal der Akku wirklich leistungsstark ist, wenn man in der Nutzung bedacht umgeht. Sind über viele Stunden alle Funktionen aktiv, hält der Akku aber nicht den ganzen Tag. Bei normalem Gebrauch läuft die Smartwatch deutlich länger. Dazu kommt noch eine spezielle Funktion, die die Uhr in Betrieb hält und bei vollem Akku fast einen Monat halten soll. Gut gemacht, Huawei!

P.S. eine multiple Lösung

Wie wenn es geplant gewesen wäre, brachte Swisscom Ende April mit InOne auch noch die Multi-SIM-Lösung auf den Markt. Dabei können bis zu drei SIM-Karten parallel unter der gleichen Nummer betrieben werden. Es gab zwar ein paar Komplikationen, und Swisscom hatte über 20 Hotline-Kontakte und geschlagene zwei Wochen meine Karten nicht zum Laufen gebracht. Letztendlich wurde das Problem gelöst, und es ist ein grosser Komfort, in der Uhr, im Tablet und im Handy je eine SIM-Karte parallel laufen lassen zu können, ohne dass sie sich gegenseitig stören – alles in einem Abo.


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0       Kommentare Geposted von Markus Mahler

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